Batteriecomputer Büttner MT 5000 iQ: Einbauqualität und Restlaufanzeige

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26 Mai 2020 21:07 - 26 Mai 2020 21:10 #72138 von mnagel
Hallo Hartmut,

es liest sich nicht nur grauenvoll - es schreibt sich auch grauenvoll. Dafür dass wir uns auf unser erstes Wohnmobil sehr gefreut haben, ist der Start leider deutlich sub-optimal. Für gute Arbeit bin ich bereit, auch den entsprechenden Preis zu akzeptieren. Eine saubere und ordnungsgemäße Installation habe ich ja bereits mit den 6,5 Arbeitsstunden bezahlt - und der Stundenlohn war echt happig. Ich kann bei der Gesamtrechnung nur nicht den Gegenwert erkennen, den die Werkstatt angekündigt hat. Laut Werkstattmeister sollte das eine sehr aufwendige Installation sein, bei der man beide Sitze ausbauen muss und ganz neue Kabel von der Starterbatterie zum Booster und den Bordbatterien gezogen werden. Mal ehrlich gefragt: Füllt das 6,5 Arbeitsstunden aus mit dem auf den Fotos dokumentierten Ergebnis?

Zur Beschaffung der Informationen aus der genannten DIN EN werde ich mal in meiner Firma im Qualitätswesen und der Zentral-Bibliothek nachfragen. Ich meine gehört zu haben, dass dort über einen Flatrate-Vertrag eine Einsicht in eine ganze Reihe an Regelwerke bereits pauschal für die Mitarbeiter abgegolten ist. Eine bloße Einsicht in die DIN EN würde mir ja für's Erste reichen. Bin halt gespannt, wie konkret dort solche Elektro-Installationen beschrieben sind. Diese sollten ich dann doch als "anerkannte Regeln der Technik" als verbindlich voraussetzen können, ohne dass dies nochmal explizit in der Auftragsbeschreibung irgendwo niedergeschrieben sein muss, oder? Der Hobby-Vertragshändler bzw. die angehangene WoMo-Werkstatt kann ja nicht völlig frei in der Arbeit sein so nach dem Motto: "Spannende Verkabelung nach Art des Hauses - Hauptsache Strom fließt irgendwie".

Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land

Marcus

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26 Mai 2020 19:09 - 26 Mai 2020 19:10 #72135 von Hartmut
Hallo Marcus,

das liest sich ja grauenvoll... :ohmy:

Allerdings darf man in einem Fahrzeug nicht erwarten, dass alle Kabel fein säuberlich angeordnet verlaufen, dafür ist in einem Fahrzeug einfach kein Platz. Somit sieht das natürlich für einen Laien zunächst einmal furchtbar aus.

Dass man sich, trotz der beengten Verhältnisse, Mühe gibt, die Kabel einigermaßen übersichtlich anzuordnen, ist eigentlich ein Selbstgänger, allerdings ist das, gerade bei nachträglichen Installationen, fast unmöglich, und wenn, dann willst Du die Rechnung dafür nicht bezahlen, weil man dann 3/4 der bestehenden Installation quasi neu verlegen müsste. Ist also immer irgendwo ein Kompromiss.

Unabhängig davon müssen natürlich alle Kabel vernünftig verbunden werden und auch gegen Scheuern und verrutschen gut gesichert sein.
Leider nehmen es wirklich sehr viele der so genannten Fachbetriebe hiermit nicht so genau, und liefern so etwas ab, was Du beschrieben hast. Ist natürlich auch eine Kostenfrage, wenn das ordentlich gemacht wird, dauert's halt deutlich länger und ist entsprechend teurer, meistens jedenfalls.

Die DIN ist ein sehr streng geschütztes Regelwerk, und diese irgendwo "für lau" zu bekommen ist fast unmöglich, weil sich niemand in die Nesseln setzen will..., ich auch nicht :(
Käuflich kann man die aber natürlich erwerben, z.B. hier , aber das hast Du sicher auch schon herausgefunden ;)

Viele Grüße
Bertha & Hartmut

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26 Mai 2020 10:15 - 26 Mai 2020 10:19 #72123 von mnagel
Hallo Hobby-Forum,

in Ergänzung zu meinem vorangegangenen Beitrag. Die technische Ausführung für elektrische Anlagen auf der 12V-Schiene im Wohnmobilbereich sind wohl in folgender Norm beschrieben:

DIN EN 1648-2:2018-04 Elektrische Anlagen für DC 12 V – Teil 2: Motorcaravans

Hat vielleicht jemand aus dem Forum dieses Regelwerk vorliegen?

Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land

Marcus

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25 Mai 2020 20:22 #72113 von mnagel
Hallo Hartmut, Hallo Hobby-Forum,

nachdem sich am Wochenende die hintere Sitzkonsolenabdeckung am Fahrersitz von selber gelöst hat, lag der Büttner-Ladebooster MT LB-50 frei. An der Abdeckung war eine der unteren Rastnasen abgebrochen und das Plastikteil hatte keinen Halt an den Rohren der Sitzkonsole. Muss wohl beim Einbau in der Händler-Werkstatt passiert sein. :angry: Die unterste Lamelle an der Abdeckung hat der Monteur weggeschnitten; vermutlich um dem Booster ein bisschen mehr Luft zum Atmen zu geben :angry: . Da der Booster jetzt so nackig vor mir stand, habe ich mal die Konfiguration an den Dip-Schaltern kontrolliert. Wie befürchtet war die Einstellung falsch und stand auf "Standard-Blei". Ich habe aber als Bordbatterien 2 Stück AGM Exide EK950 95 Ah. Habe dann die Dip-Schalter auf AGM1 gestellt für Ladeschlussspannung 14,4 V. Ob die Exide auch 14,7 V vertragen habe ich noch nicht recherchieren können; die Homepage des Herstellers geizt leider mit konkreten Informationen.:s

Was direkt auffiel war die schlampige Arbeit an den Kabel. Die dünnen Messleitungen sind ohne aufgecrimpte Aderendhülse angeschraubt. Der Gebrauch einer Abisolierzange war auch nicht die Stärke des Monteurs. Da sind doch einige Drähtchen weg. Sehr unschön soweit.

Da ich neugierig geworden bin, wie die Verkabelung von der Starterbatterie ausgeführt wurde, habe ich den Batteriekasten unter der Pedalerie aufgeschraubt. Die verwendeten Ringösen an den dicken 16mm2-Leitungen sehen für mich aus wie billige Baumark-Qualität mit einer billigen Baumarkt-Quetsche aufgepresst. Ich hätte für den Montagepreis jetzt eigentlich ordentlich verpresste Ringösen mit sauber aufgeschrumpften Schrumpfschlauch erwartet. Aber nix da. Alle Kabel liegen lose und ungesichtert im Kasten. Die Verbindung von der scharzen 16mm2-Leitung (Richtung Elektrobloch Beifahrerseite zum dünnen 2-adrigen Kabel, von dem eine Ader gekappt wurde, hätte ich selber nicht schlechter machen können. Keine Ahnung, welche Funktion auf diesen Kabel liegt.:blink: Das Ganze dann noch mit etwas Isolierband umwickelt; kein Kabelbinder weit und breit. Dafür etwas trockenes Laub im Batteriekasten. Keine Ahnung, ob die Arbeiten draußen auf dem Hof durchgeführt wurden

Mal eine Frage an die Elektro-Fachleute im Forum: Habt Ihr in Euren WoMos die Elektrik auch so hübsch? Für mein Empfinden sieht das schwer nach Schlamperei aus. Wenn mir jemand mit einer guten Dokumention/Quelle zu normgerechten Elektroverbindungen im Wohnmobil-Bereich weiterhelfen könnte, wäre mir sehr geholfen. Ich möchte den Werkstattmeister bei meinem nächsten Reklamationsgespräch mit dieser Arbeitsqualität konfrontieren und benötige noch Informationen, was eine übliche Qualität für derlei Arbeiten ist. Nach einem Meisterstück sieht das für mich nicht aus. Abgerechnet wurden für Einbau Ladebooster und Batterie-Computer 6,5 Arbeitsstunden .

Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land

Marcus

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13 Mai 2020 19:57 #71922 von mnagel
Hallo Hartmut,
Danke für Deinen Kommentar.

Ich werde die Einbauleistung (sprich: Verlege-Qualität des Kabels) und die Nicht-Funktion bei der Restlaufanzeige auf jeden Fall beim Werkstattleiter reklamieren. Für den Einbau des Ladeboosters und des Batteriecomputers hat er 5 Arbeitsstunden je 90 EUR aufgerufen. Das hätte ich selber auch nicht schlechter einbauen können. Die Liste mit Reklamationspunkten innerhalb der Gewährleistung wird leider immer länger....

Mit dem Händler - und speziell mit dem Werkstattleiter - habe ich leider keine glückliche Hand gehabt. Vorher 3 mal bei Händler eine WoMo geliehen. Da war fast alles gut. Jetzt nach Vertragsabschluss hat spontan eine Rückstufung von "König Kunde" nach "Karl-Arsch" stattgefunden. Nicht,das mich das in Deutschland so groß wundern würde, aber mit welcher Rasanz dies stattgefunden hat - das hat die Bandbreite meiner bisherigen Erfahrungen nochmal deutlich nach unten erweitert. Ich habe wirklich noch nie einen Laden erlebt, bei dem man so deutlich spürt, dass der Kunde ein Störfaktor im betrieblichen Ablauf ist. Echt irre. Keiner hat Bock sich um meine Belange zu kümmern, nichts passiert freiwillig oder von alleine, keine Abstimmung untereinander. Kompetenz und Organisation - Fehlanzeige. Als würden die zum ersten mal ein Wohnmobil verkaufen. Ganz schlimm; ich könnte das ganze Hobby-Forum voll schreiben. Aber es hilft ja alles nix - Jetzt habe ich mit dem neuen Hobby ein neues Hobby und muss durch die harte Schule. Der Händler bekommt bisher von mir keine Empfehlung. Weitere Werkstattleistungen wie Einbau von LiFePO4, Solar, Wechselrichter? Besser nicht.

Der Werkstattleiter ist zudem noch mein Ansprechpartner für alle Service-Anfragen. Alles geht über seinen Schreibtisch. Daher will ich noch nicht die ganz großen Geschütze bei den Beschwerden auffahren, sonst geht er völlig auf Kontra.

Die Parameter im Büttner scheinen für mich zu stimmen: Der richtige Batterietyp ist eingestellt. Bei der Kapazität ist nicht die Nennkapazität der AGMs mit 2 x 95 Ah = 190 Ah eingetragen sondern 100 Ah. Ich denke mal, das ist als "empfohlener, nutzbarer Arbeitsbereich" von ca. 50% der Nennkapazität gedacht, um die Batterien nicht zu stark zu entladen. Die Anzeigen in [%] und [Ah] und [A] laufen jedenfalls, nur die Restlaufzeit wird nicht kalkuliert/angezeigt.

Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land

Marcus

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13 Mai 2020 09:01 #71893 von Hartmut
Hallo Marcus,

die Verlegung des Kabels ist der Hohn, ehrlich. Das Verhalten des Werkstattleiters ist auch nicht gerade vertrauenerweckend...

Zu den Anschlüssen kann man natürlich, ohne das gesehen zu haben, keine richtige Aussage treffen. Dass das HOBBY-Display 2 Aufbaubatterien anzeigt, deutet ja schon mal auf 2 Shunts hin, das kann man zwar machen, ist aber eigentlich überflüssig, da die Akkus ja parallel geschaltet sind und sich wie eine Einheit verhalten. So etwas sorgt regelmäßig für Verwirrung.
Wie der Büttner angeschlossen wurde, ist natürlich so nicht nachzuvollziehen, dass der keine Restlaufzeit anzeigt, kann eigentlich nur auf fehlende/falsche Parametrierung oder falschen Anschluss zurückzuführen sein.

Viele Grüße
Bertha & Hartmut

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12 Mai 2020 20:25 #71882 von mnagel
Hallo Hobby-Forum,

wir haben uns vor der Auslieferung von unserem Hobby-Händler noch einen Batterie-Computer Büttner MT 5000 iQ einbauen lassen. Bei der der Übergabe fiel mir direkt ein dünnes rotes Kabel auf, dass von der Fahrersitzkonsole in den Boden geht und auf der Beifahrerseite wieder herauskommt. Es ist nicht gegen Verrutschen gesichert und lässt sich zwischen den Sitzen geschätzte 20 cm hin-und herschieben.

Der Werkstattleiter konnte mir auf meine Nachfrage keine Antwort geben, was das führ eine Leitung ist. Er vermutet eine Steuer- oder Messleitung. Die Montage hat wohl einer der Mitarbeiter erledigt. Der Werkstattleiter macht einen auf "ahnungslos".

Was mich an der Leitung massiv mal stört, ist diese sichtbare Verlegung sowie die mangelhafte Fixierung und der fehlende Schutz gegen durchscheuern. Selbst wenn da nur wenige Milli-Ampere durchfließen - auf die Dauer möchte ich keinen Kurzschluss riskieren. Wie sind bei Euren zusätzlichen Einbauten die Stromkabel verlegt? Habt Ihr auch solche fliegenden Leitungen?

Dann das nächste Malheur. Die dunkle, untere Verkleidung der B-Säule unterhalb des Sicherheitsgurtes auf der Beifahrerseite ist nicht verschraubt und steht schief in den Innenraum. Hier fehlt offensichtlich eine Schraube; das Befestigungsloch ist jedenfalls leer. Auf der Fahrerseite fehlt fehlt auch diese Schraube; die Verkleidung sitzt aber gerade. Ist das der übliche Hobby-Standard oder hat die Werkstatt da auch geschludert?

Die Anzeige der Büttner 5000 iQ gibt mir auch noch einige Rätsel auf. Wir haben zwei Aufbaubatterien 95 Ah AGM ab Werk verbaut. Im Hobby-Display werden diese einzeln mit leicht unterschiedlichen Strömen angezeigt. Ist dies normal? Ich dachte, die Batterien werden parallel angeschlossen und sind dann von der Logik her eine Batterie mit 190 Ah Gesamtkapazität. Bei zwei leicht unterschiedlichen Strömen vermute ich auch zwei installierte Hella-Batterie-Sensoren. Als Restlaufanzeige zeigt der Büttner immer [-,-h] an, obwohl im Hobby-Display 39,2h bzw. 49,5h erscheint. Liefert der Büttner nun eine 2-stellige Stundenanzeige (also maximal 99h) oder ist das eine volle Ziffer plus eine Dezimal-Stelle? Dann würde ja erst ab einer Restlaufdauer von 9,9 h etwas im Display erscheinen Die Bedienungsanleitung gibt leider keine Information dazu.

Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land

Marcus

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