Hallo Peter,
nein, Dein Gehalt ist nicht um 50% gestiegen
Aber der Aufwand eine solche Werkstatt zu betreiben schon.
Und tatsächlich kalkulieren freie Werkstätten ganz anders. Bei Vertragswerkstätten kommen automatisch vertragliche Verpflichtungen mit dem Hersteller in Bezug auf Ausstattung und Weiterbildung der Mitarbeiter hinzu.
Die Kosten sind, unabhängig der allgemeinen Kostensteigerungen, im Bereich des immer größer werdenden bürokratischen Aufwands entstanden. Und das ist leider auch abhängig von der Betriebsgröße.
Hat vor 15 Jahren meine Frau diese Arbeiten übernehmen können, habe ich heutzutage 2 weitere Angestellte, welche sich nur mit unzähligen Dokumenten und/oder Meldung an verschiedene Behörden befassen.
Auch ich muss im Service mittlerweile 155€ pro Stunde aufrufen. Denn diese „verkaufte“ Stunde bezahlt neben den Umlagekosten, auch das Gehalt der zusätzlich notwendigen Mitarbeiten im Back-Office.
Und bitte nicht vergessen, dass der Servicemitarbeiter von 174 bezahlen Stunden, nur 155 im Monat zur Verfügung steht. Die 3-5% Ausfall durch Krankheitstage noch gar nicht mit eingerechnet.
Und ganz zum Schluss möchte ich auch etwas verdienen. Denn bei einem Nullsummen-Spiel lohnt sich der Aufwand und die Akzeptanz der vor dem Gesetzgeber klaren Strafbarkeit von eventuellen Fehlern meines Handelns nicht
Gruß
Olaf

