Elba und die Rotwein-Toskana 2026

Partner:
Feiertag?
  • Hallo, liebe Leser/Innen,

    Wir haben heute die Elba-Umrundung per Boot absolviert, genauer gesagt, mit der „Principessa“ ab Marina di Campo. Das ist von unserem CP aus mit dem 🛵 knapp 20 Minuten, davon 15 die Serpentinen rauf und 5 runter 8|. Vor Abfahrt bietet sich ein Bremsentest an :whistling: .


    Das Ausflugsboot war recht gut gefüllt, ich schätze mal, so ca. 30 Leute, alle mit Badesachen und Schnorchel Equipment. Der Capitano, eine ältere und erfahrenere Schettino-Version hat pünktlich um 09:15h abgelegt und seine beiden, jungen Gehilfinnen haben die Bootseinrichtungen bedient und die Gäste mit Kaffee, Softdrinks, Prosecco, Chips und Pinsas versorgt.


    Also legen wir mal los, bzw. ab:


    Das Boot fährt tatsächlich alle nennenswerten Orte an der Küste und die Strände ab. An vieren dieser Strände wird 20 bis 30 Minuten angehalten und alle haben die Gelegenheit, zu baden und zu schnorcheln.


    Zu allen Sehenswürdigkeiten, Hafenstädtchen und Felsformationen hat Il Commendatore etwas nettes zu erzählen auf italienisch natürlich, doch das wichtigste wird per Lautsprecher in Englisch und deutsch nachgereicht <3

    Diese Formation soll durch Radiolarien entstanden sein, wenn man der Erklärung folgen möchte. Verstanden habe ich das nicht, aber egal :/ :S.

  • Der gut aufgelegte Skipper fährt auch in seeehr kleine Buchten, die wirklich nur unwesentlich breiter als seine Principessa sind, er macht das sehr gekonnt, wir sind beeindruckt :thumbup: :thumbup: 8).


    Auch Porto Azzurro wird angelaufen, da waren wir ja schon mit dem Roller- der aufmerksame Leser erinnert sich.


    Weiter geht es um die Insel bei bestem Wetter, wenig Dünung und gutem Espresso. Zur großen Freude der besten Boots-Ehefrau von allen sehen wir auch Delfine :love: :love:


    Zwischendurch dann wieder Stadt-Ansichten, für die das Wort „pittoresk“ erfunden wurde


    Um 15:15h sind wir einmal um die ganze Insel herum und wieder in Marina di Campo, unserem Ausgangshafen. Wir sind um 50,- p.P. ärmer, aber um viele, schöne Bilder und Eindrücke, 3 Espressi und 2 Pinsas auf den Hüften reicher.


    Eine sehr empfehlenswerte Tour.


    Gruß

    Steuermann

  • Salve, egregi spettatori!


    Wir sind heute recht früh vom CP Tallinucci aufgebrochen, man muss hier regelkonform um 10:00h den Platz verlassen haben. Ich kann jetzt eigentlich nichts Schlechtes über diesen Platz sagen, aber irgendwie…nee. Bezahlt haben wir 71,- Euro pro Nacht - das finden wir sehr viel, auch, wenn man die tollen, sanitären Anlagen und den nahen Strand berücksichtigt. Für Familien mit Kindern ist der Platz aber toll, auch für Leute mit 🐕 🐶.

  • Jetzt haben wir unseren letzten Stellplatz auf Elba angesteuert, hier bleiben wir, bis Montag unsere Fähre aufs Festland geht. Hier sind wir jetzt:

    Der nächste größere Ort ist Lido di Capoliveri unten und Capoliveri oben auf dem Berg. Der CP liegt sehr schön unter Pinien und man hat die Auswahl zwischen zwei Stränden: Spiaggia Delle Calanchiole links und Spiaggia del Lido rechts, beide vom Platz aus zugänglich.

  • Die Stellfläche ist ausreichend groß, man steht ziemlich eben auf Kiesgrund, die Piniennadeln werden tatsächlich durch Platzpersonal weggefegt, damit alles ordentlich ist. Die sehr großen Sanitär Anlagen sind teils flammneu, teilweise schon etwas älter, alles aber penibel sauber und aufgeräumt und funktionstüchtig. Wir werden nachher mal den Platz begehen und ggfs. über berichtenswertes berichten ;)

    Gruß

    Steuermann

  • Der Platzrundgang verstärkt den positiven Eindruck.

    Es gibt am Eingang gegenüber der Rezeption eine kleine Apotheke, Campingbedarf und einen Metzger, der auch fertig gegrilltes Fleisch und Geflügel anbietet. Öffnungszeiten müssen wir noch recherchieren.


    Einer der Wege hinab zum Strand, links im Hintergrund Restaurant und Bar, geradeaus der Minimarket, welcher sehr gut sortiert ist.


    Stellplätze bis ran an die Kliffkante, da kommt Bob aber nicht hin - zu eng.

  • Heute war ein schöner Tag und wir haben tatsächlich so gut wie nichts gemacht ;).

    Erst mal frühschwimmen, dann Espresso, dann extra langsam mental aufs Frühstück vorbereitet - Yogastellung „ sitzender, älterer Herr“👴


    Ohne Hektik habe ich dann der besten Ehefrau von allen den Strandgang bewilligt und bin dann mit angemessener Verzögerung nachgekommen - Schnorchelsachen allerdings anbei, denn das haben wir heute doch noch unternommen: einmal die Felsenriffe und eine Höhle am Kap zwischen unserem CP und dem angrenzenden Lido di Capoliveri abschnorcheln.


    Und das hat sich überraschenderweise sehr gelohnt ! Erstaunlich viele große und kleine 🐠 🐟 verschiedener Arten. Damit hatten wir an einem so belebten und beliebten Badeplatz nicht gerechnet :huh: :love:


    Nach geziemender, gegenseitiger Bestaunung haben wir uns von den Fischen verabschiedet und noch etwas in die Septembersonne gelegt.


    Wir hatten dann zunächst geplant, in einem Restaurant in Capoliveri die Verwandten der zuvor besuchten Fische zu verspeisen. Die Fahrt nach Capoliveri dauert mit dem 🛵 fünf Minuten, mit dem 🚲 20 und uns wegen des angekündigten Wetters (Gewitter) zu lange.


    Also den Hinterausgang zum Nachbarstrand genommen, dort in die Strandbar und ein gepflegtes Forst vom Fass genossen und dann bei langsam einsetzenden Regen unter der Bob Markise Wurst vom Markt geschnitten, Pecchorino-Käse vom fahrenden Händler ( kommt hier auf den Campingplatz) und warmes Brot 🥖 mit etwas Salat und weiteren Morettis verspiesen.


    Alles in allem haben wir unser Ziel, möglichst nichts zu tun, eingehalten, finde ich ;) .

    Gruß

    Steuermann

  • Heute wieder gutes Wetter und ein wunderbarer Tag!

    Wir sind heute vor dem Frühstück schnorcheln gegangen und haben beide Buchten und „ Kaps“ abgetaucht. Da wir am Vorabend auch nicht im Fischrestaurant waren, hatten auch ausreichend viele Riffbewohner überlebt und konnten von uns beäugt werden.


    Für den Nachmittag hatten wir eine Stadtbesichtigung in Capoliveri geplant, wir mussten nur noch entscheiden, ob per Fahrrad, oder zu Fuß. Ein genaues Studium des Höhenprofils gab dann den Ausschlag: wir nehmen den 🛵 8o ;)


    Der Weg hoch in den Ort hat eindrücklich gezeigt, wie richtig diese Entscheidung war. Wirklich steile Serpentinen, es gibt nur diese eine Straße und die müssen sich alle Verkehrsteilnehmer teilen =O :evil:. Da es in Italien allgemein und auf Elba im Besonderen wirklich nichts gibt, was sich auch mit viel Wohlwollen als Radweg bezeichnen liesse, halte ich es für schlichtweg lebensgefährlich, hier als Biobiker den rechten Schlagloch-Rand zu bevölkern. Die Strecken sind teilweise so steil, das Du schieben musst und dann wirst Du unweigerlich die Beute von Ernesto, dem Lancia-Treiber, oder Luigi, dem Müllwagen-Fittipaldi. :cursing:


    Das dies nur leicht übertrieben ist, kann ich dadurch beweisen, dass man hier locker 5 bis 8 mal am Tag das Didadiidaa der hiesigen Notarztwagen und sonstigen Schandkarren hören kann. Und ich gehe jede Wette, das in deren Innerem keine Herzinfarkte und Lebensmittelvergiftungen liegen, sondern Verkehrsopfer vom Asphaltpeeling bis zum Polytrauma.


    Also lieber unauffällig im Verkehr mitschwimmen, sich dem italienischen „Fluid Drive“ anpassen während die Sozia mit geschlossenen Augen Gebete in den azurblauen Himmel schickt :sleeping:

  • Capoliveri selbst lohnt sich sehr und kann zu Fuß erwandert werden, wenn man es geschafft hat, ohne den Verlust von Körperteilen oben anzukommen. Mit dem Roller haben wir dann auch hier wieder die Möglichkeit, bis in den Ortskern hinein zu fahren, die Pkw müssen weiter unten die Parkplätze aufsuchen. Capoliveri ist ein sehr schönes, kleines, steiles, enges Bergdorf, das aber mittlerweile auch sehr vom Massentourismus lebt - und auch darunter leidet.


    Wer eine liebevolle Beschreibung dieses Ortes und seiner Geschichte lesen möchte, dem empfehle ich das Buch „ Ein Haus für viele Sommer“ von Axel Hacke.


    Wir sind nach einem Stadtrundgang und dem obligatorischen Cappuccino mit dem Roller die andere Bergseite heruntergefahren nach Straccoligno, dort gibt es am Strand ein Restaurant namens Bel Mare. Das Bel steht für die Aussicht, das Mare für den 🐟. War ein Tipp aus Trip Advisor. Nach einer geteilten Vorspeise hatte wir einen Thunfisch in krossem 🥓 porchetta Mantel und einen ausgezeichneten Branzino, also einen gegrillten und filetierten Wolfsbarsch. Deliziös! Da wir beide unsere Portionen nicht ganz geschafft hatten, musste noch ein Nachtisch her. Es gab hausgemachtes Tiramisu für seine Lordschaft und Pannacotta mit Karamellsosse for her Ladyship. Das Essen war weiß Gott nicht billig, aber sehr, sehr gut. Fischessen hätten wir somit auch von der Toskana- Todo-Liste gestrichen 8o.


    Da wir in der Hitze des Nachmittags losgezogen sind und nicht die geistige Transferleistung erbracht hatten, dass es beim Verlassen des Restaurants bereits dunkel und kühl sein würde, standen wir mit vollgeschlagenem Bauch, aber ohne angemessene Oberbekleidung vor dem Roller, bzw. der Rückfahrt. Und es war dunkel. Und es war kühl. So hat der Steuermann sich von seinem Oberhemd getrennt und es der besten Ehefrau von allen angezogen, welche nur „das kleine, schwarze“ anhatte 🥶 🥶


    Das muss ein ebenso großartiger, wie verstörender Anblick für den entgegenkommenden Verkehr gewesen sein: zwei halbnackte Bekloppte, die auf einem feuerroten Roller den Berg herunterrasen, er im Piraten-Feinripp und sie in einem flatternden, offenkundig gestohlenen Herrenoberhemd. Als wenn ein Pirat eine Nonne mit einer Vespa entführt. Fertige Szene aus einem Louis de Funés Streifen :thumbup:


    Nur leicht schaudernd sind wir am Bob angekommen, bei den Backzutaten in der Womoküche haben wir noch eine kleine Flasche Chantré gefunden, die schraube ich mir jetzt in den Hals und dann wird mir wieder warm <3.


    Gute Nacht

    Wünscht sich und Euch der

    Steuermann

  • Heute war unser letzter Tag auf der Insel, morgen bringt uns die BluNavy Fähre wieder aufs Festland. Da ein Elba Trip unvollständig ist, wenn man dem Grand Empereur nicht seine Aufwartung gemacht hat, fuhren wir nach einem frugalen Frühstück zur Villa San Martino, der Residenz des Exkaisers , der für 100 Tage Regent oder König oder Generaldirektor-Präsidentenvorsitzender war. Für einen wie Bonaparte natürlich viel zu wenig, wie man auch am popeligen Zweitwohnsitz erkennen kann

    Das Beste an dieser Geschichte ist, dass er in diese Übergangsbude nicht etwa Josefine, oder zwei scharfe Inselbräute mitgenommen hat 8o , sondern zwei seiner loyalsten Generäle :/. Wie war der denn drauf? Da gönnt man ihm schon mal hundert Tage Fronturlaub und er weiß nix besseres damit anzufangen, als mit seinen Ordens-Homies neue Sandkasten-Feldzüge auszuhecken :rolleyes:


    Aber Ehre, wem Ehre gebührt, nebenbei hat er auch noch auf die Schnelle die ganze Insel renoviert, neue Orgastrukturen eingezogen und eine bis heute funktionierende Verwaltung installiert. Unter anderem deshalb sieht Portoferraio heute so aus, wie es aussieht. Da kann man sich schon mal das eigene Standbild auf den eigenen Fussspüler stellen

  • In der Marina von Portoferraio haben wir noch ein dezentes, zweites Frühstück genommen, bestehend aus einem Obst-Smoothie und Porchetta-Tapas. Zusammen mit Aqua Frizzante und einem normgerechten Cappuccino genau die richtige Kleinigkeit, um dabei Luxusyachten beim Einparken zuzusehen.


    Dann wieder zurück zu Bob, Klamotten aus und den Rest des Sonnentages an die Spiaggia. Dort erschallt etwas später ein Muschelhorn und aus der Nachbarbucht taucht ein umgebautes Tretboot auf, das von einem Einheimischen gerudert wird. Heißen die Einheimischen eigentlich Elbaner? Oder Elbanesen? Oder Elben? :/ :S


    Auf jeden Fall setzt der recht betagte Zausel sein eigenartiges Gefährt gekonnt auf den Strand und klappt seine Auslagen auf: er ist ein Schmuckhändler, der aus allem, was er auf und unter dem Meer findet, Schmuck bastelt und nun der weiblichen Strandbevölkerung anbietet. Eine clevere Geschäftsidee, finden wir beide.


    Der Tag geht zu Ende mit der Sichtung und Verarbeitung von Resten aus Kühlschrank und Vorratskammer. Dazu der mittlere Rosso di Montepulciano aus Post #41 dieses Blogs ;) :P

    Ein guter Tropfen, der nicht in der Kehle schwefelt und den Bauch schön warm macht :saint: . Das Wärmegefühl wird noch durch die Nachricht verstärkt, dass bei uns daheim 17 Grad bei anhaltendem Regen vorherrschen. :evil: :D


    Gute Ruh

    wünsche ich euch

    Steuermann

  • Wir haben heute Morgen bei CP Le Calanchiole ausgecheckt, für 4 Übernachtungen haben wir 220,- Euro bezahlt. Dann gemütlich nach Piombino auf die Fähre, sehr lustige Fährüberfahrt, da es auch diesmal wieder ein Pieps- und Hupkonzert gab von den Alarmanlagen unerfahrener Pkw-Besitzer, die nicht wissen, wie man diese Diebstahlwarnanlage abschaltet, diese Systeme aber jede Schiffsbewegung als Täterzugriff interpretieren und dann das tun, was sie sollen.


    Unser Tagesziel nach der Ausschiffung war Massa Marittima, ca 45 Minuten ins Landesinnere. Sehr schöne, mittelalterliche Stadt in der Maremma mit einer grandiosen Piazza Garibaldi und einer romanischen Kirche aus dem elften Jahrhundert.


    Auch dieses Städtchen ist recht schnell erkundet, die Museen haben wir ausgelassen, stattdessen ein kleines Mittagessen im Tre Arche, siehe die hellen Sonnenschirme auf obigem Foto.

    Es gab Zuppa di Contadino, ein traditioneller Gemüsetopf - sehr lecker. Und eine ganz normale Pizza Salame, auch überraschend gut. Überraschend war auch die ausgesprochen moderate Preisgestaltung. Die große Flasche Frizzante kostete 2,50, die Pizza 6 Euro. Und das auf dem zentralen Platz einer nicht ganz touristenfreien Stadt :/

  • Wir haben heute Morgen etwas umgeplant und sind nach dem Kaffee mit Sack und Pack und Bob nach Volterra reingefahren. Es gibt da einen großen, gebührenpflichtigen Womo Stellplatz direkt an der Porta e Fonti di Docciola. Von dort geht man vorbei an der alten Zisterne über eine altehrwürdige Treppe 253 Stufen hinauf und ist direkt im Zentrum.


    Ein wunderschöner, sehr alter Ort, aus jeder Steinpore atmet einen hier wirklich uralte Geschichte an. Für mich bisher in der Toskana einer der schönsten und authentischsten Orte.

    Die Kirchen haben wir nur kurz gestreift, wirklich beeindruckende Kunstwerke oder Deckenfresken waren nicht vorhanden, aber den Palast der Prioren lege ich euch ans Herz: seit dem 13. Jahrhundert und durchgehend bis zum heutigen Tage der Sitz der Stadtverwaltung, der Bürgermeister und ersten Familien. Man kann gegen Bezahlung alle historischen Räume besichtigen und das lohnt sich! Phantastische Wand- und Deckengemälde von namhaften Künstlern. Man hat sich damals nicht lumpen lassen! :huh: :thumbup:


    Auch auf den Glockenturm kann man steigen und hat eine tolle Aussicht. Im Saal unter der Glocke befindet sich eine kleine Ausstellung der Handwerke und Künste, die in Volterra ansässig sind, wie traditionelle Schneiderei, Malerei, Eisenschmiede und vor allem Alabaster-Arbeiten.


    Wir sind dann noch durch die Gassen der Stadt geschlendert, haben dies und das eingekauft, die eine eine oder andere Flasche Wein fiel noch in die Tasche und die beste Ehefrau von allen hat auch endlich den einzig wahren und echten Aceto Balsamico gefunden! Das, was Banausen wie ich als eine Mischung aus Essig und Motorenöl bezeichnen würden, ist natürlich hier in der Toskana das Nonplusultra der (ab)gehobenen Küche. Der Literpreis ist hoch dreistellig, zum Glück gibt es kleinere Gebindegrössen, aber die von mir gekauften Rotweine haben vor Neid ihre Farbe verloren 😢


    Einen Bäcker haben wir in den engen Gassen auch noch gefunden und für Abends dunkles Pane Rustica mitgenommen. Jetzt noch Tomaten und Mozzarella, einen guten Chianti und fertig ist das abendliche Glück.


    Im L´Incontro gab es noch Cappuccino, köstliche kleine Brötchen mit Kochschinken, sowie eine volterranische Focaccia Variante. :*


    Solcherart geistig und gastronomisch erfüllt, sind wir zurück zum Bob, um unsere Reise fortzusetzen. Man kann auf dem genannten Womo-Stellplatz aber auch übernachten, es gibt Strom(gegen Münzeinwurf) und Entsorgung. Die Tageskarte kostet 15,- Euro.


    Eine Anmerkung noch zur Route: sowohl Sygic, als auch Google führen einen durch den Stadtrand und über den Berg, wenn man auf die SP 68 Richtung San Giminiano will - aber das ist der Killer! Auf halber Strecke und ganz oben im Ort, da, wo die üblichen Serpentinen sind, kommt eine steile Spitzkehre, die selbst mit einem 6-Meter Womo nicht in einem Zug zu schaffen ist =O =O. Und die Fahrbahn ist so schmal und steil, dass man auch nicht ausholen kann. Wir sind im fließenden Verkehr und mit durchdrehenden Vorderrädern stecken geblieben. Ich musste zweimal mit viel scusi und perdone zurücksetzen und die Hofeinfahrt eines Anwohners missbrauchen, um genug Anschwung zu erzeugen. Wir haben mit beiden Vorderrädern Lange Donut-Streifen in den Asphalt gemalt mit Gummiqualm und allem, was dazu gehört 🏎️🚨🚧⚙️🌚


    Das ist mir so noch nie passiert 😔. Für die dortigen Anwohner scheint das aber Alltag zu sein, deren Reaktion auf meinen Stunt war auffallend gelassen 😒


    Was mich doch sehr verwundert, ist, das sowohl Google, als auch Sygic diesen Weg angezeigt haben und auch in diversen Foren und Facebook Accounts niemand dieses Hindernis nicht erwähnt. Vielleicht sind wir doch falsch gefahren? Eine andere Ausschilderung haben wir nicht gesehen 🫠👺


    Gruß mit 3 mm Restprofil auf den Vorderschlappen

    Steuermann

  • Die restlichen Kilometer sind dann aber wieder normal zu fahren und landschaftlich sehr schön. Und am Ende dieser Route erwartet einen dieser Anblick:


    Und ja, das ist tatsächlich der Ausblick auf San Giminiano, den wir von unserem Stellplatz haben. Wir sind auf dem CP Camping Boschetto Di Piemma, 1,8 km vom Ort entfernt. Hier gönnen wir uns noch zwei Tage, um die Stadt und das Umland zu erkunden - diesmal wieder mit Hilfe unserer treuen, kleinen Bergziege aus chinesischer Serienproduktion 🛵.


    Werde berichten.

    Steuermann

  • Buon Giorno, vermutlich letzte, italienische Version


    Nachdem wir gestern am späten Nachmittag schonmal mit dem Roller in San Giminiano „vorgefühlt“ hatten, war dann der Plan für heute, möglichst früh dort zu sein, bevor die Busse und Schiffsladungen über die Stadt herfallen. Hat nur so mittel geklappt ?(. San Giminiano ist Abends voll, mittags voll und morgens auch voll. Wir vermuten, der Ort ist selbst in einer kalten Winternacht noch besser besucht, als das Oktoberfest am Eröffnungstag ||.


    Da City-Info und die Museen erst um 10:00h öffnen, kommt man auch nicht früher an das lohnende Tagesticket heran. Wir haben dieses für 15,- pro Person genommen, da wir uns zum Abschluss noch mal die maximale Toskana-Etrusker-Medici-Renaissance Dröhnung geben wollten. Das haben wir auch getan und folgendes Programm abgespult:

    Palazzo Comunale mit Dante- Saal, Sakralkunst und usw.

    Torre Grossa (höchster Turm in SG, besteigbar und tolle Aussicht)

    Duomo mit schönen Fresken von Genesis bis Crucification; harter Schnitt:

    Safran- Eis und Schoko- Eis und Pistazien- Eis bei Dondoli

    Ospedale Fina mit Archäologischen Sammlungen

    Etrusker Museum und zeitgenössische Kunst (vernachlässigbar)

    Chiesa San Lorenzo in Ponte, noch mehr Fresken, aber diesmal mit allen Qualen aus Fegefeuer und Hölle - sehr erheiternd :evil: .

    Stadtrundgang durch die kleinsten Nebengässchen - hier war es wirklich mal leer :rolleyes:

    Nach 4,5 Stunden und 8.000 Schritten laut Zähler wollten wir dann einkehren in die berühmte Bäckerei Boboli - und hier haben wir zum ersten und einzigen Mal einen Service-Gau erlebt. Zwei Sachen vorweg:

    1. der Laden war nicht voll, nicht mal gut besucht

    2. es lungerte ausreichend Personal herum


    Das vorangeschickt, haben wir uns an einen der freien Tische im Inneren gesetzt, da niemand uns in Empfang nahm, oder an einen Tisch führte. Dort erstmal gewartet, ob jemand von der Bedienung freiwillig erscheint - nein. :|

    Nach 10 Minuten aufgestanden und höflich an der Bedientheke gefragt, ob man Self-Service mache, oder doch jemand gelegentlich vorbeikäme: Ja, es kommt jemand!

    Nochmal 5 Minuten später kommt einer der schwarzgekleideten Servicefachkräfte vorbei, legt wortlos zwei Speisekarten auf den Tisch und verschwindet wieder - und ward nicht mehr gesehen X/

    Kleines Intermezzo: an einem der Nebentische 5 Damen, die zumindest schon mal etwas bestellen konnten, glaube ich, denn dort kam nach weiteren 10 Minuten ein erstes Getränk! Für eine Person!


    Bei uns: Niente :rolleyes:

    Weitere 5 Minuten vergehen und auch unsere Versuche, durch Blickkontakt oder Handzeichen unserem Wunsch nach Konsum Ausdruck zu verleihen, scheitern kläglich an den komplett interesselosen Kellnern und Kellnerinnen. Zwei von Ihnen, offenbar Inhaber des staatlichen Diploms für Kunden-ignorieren, lehnen derweil lässig an der Theke und spechten auf ihren Mobiltelefonen rum. :sleeping:


    Nach knapp 40 Minuten haben wir die Faxen dicke und verlassen das Etablissement. :cursing: Bei Boboli ist offensichtlich wegen Reichtum geschlossen. Auch gut…

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!