Hallo Roland,
ich weiß nicht, in wie weit Du Kenntnisse über Elektroinstallationen hast. Will jetzt nicht bei Adam und Eva anfangen, aber die grundlegenden Anforderungen sind, gerade durch die vielen Holzkonstruktionen im Wohnmobil oder Wohnwagen, zwingend notwendig.
Viele Bastelarbeiten im Elektrobereich haben das mobile Eigenheim in ein Häufchen Asche verwandelt.
Die häufigste Ursache ist, dass man aus Unkenntnis davon ausgeht, es handele sich ja „nur“ um 12V.
Bei den modernen Wohnmobilen ist es ähnlich wie im PKW. Die Kabel und Kabelstränge sind exakt der späteren Belastung ausgelegt. Reserven gibt es da so gut wie keine.
Da Du den Kabelstrang, an dem Du eventuell „abzwacken“ möchtest nicht kennst, wirst Du auch nicht die Belastbarkeit der Leitung wissen können.
Eine Leitung an eine andere einfach anzuklemmen, kann schnell dazu führen, dass diese überlastet ist und hohe Hitze entsteht.
Auch werden die Steckverbindungen über den Einsatzzweck belastet und schmoren so lange vor sich hin, bis es entweder fackelt oder doch die Sicherung anspricht.
Von daher ist definitiv davon abzuraten, an irgendein Strom führendes Kabel einfach einen weiteren Verbraucher anzuschließen.
Der Kabelquerschnitt ist, je länger die Leitung vom Versorgungspunkt wird, extrem entscheidend.
Wenn wir davon ausgehen, dass Deine gewünschte „Steckdose“ mit allen Ecken und Höhen 5m von der Batterie entfernt ist, dann benötigst Du bei 60 Watt einen Zuleitungsquerschnitt von 4mm2. Die kannst Du dann mit 5Ampere absichern.
Willst Du mit 10 Ampere absichern, muss der Kabelquerschnitt bei der Länge bereits 10mm2 sein. Das wird wiederum mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht vorhanden sein.
Es gibt im Netz Genügend Hilfestellung und Rechenbeispiele/Tabellen, aus denen man diese Informationen erhalten kann.
Sehr hilfreich ist zB CamperStyle.de
Ich kann Dir nur dringend raten, diese anzunehmen und dein neues Hobby nicht gleich durch leichtsinnige Basteleien wieder zunichte zu machen.
Gruß
Olaf