Hallo Florian,
"Ich dachte ein Ladebooster hebt auch bei "normaler" Lichtmaschine den Ladestrom an.
Damit würden die Batterien schneller geladen.
Liege ich da falsch?"
Nein, im Prinzip hast du recht. Deshalb habe ich ja auch geschrieben das der Ladebooster "wenig" und nicht "kein" Sinn macht. Nur muss man immer eine Aufwand/Nutzenrechnung machen. Bei einer normalen Lichtmaschine würde die Spannung bei AGM um ca.08V angehoben werden. Das bringt wirklich nur geringe Vorteile. Hier mal eine kleine Auflistung ohne Anspruch auf vollständigkeit.
Vorteile: Spannungserhöhung, geringfügig schnellere Ladung wenn die Ladeleistung geringer als der mögliche Strom des Boosters ist, geringfügig höhere Kühlleistung deine Absorberkühlschrankes wärend der Fahrt da die Heizpatrone eine geringfügig höhere Leistung hat, konstante Ladeleistung auch im Standgas aufgrund der geringen Drehzahl, kein Rückstrom zur Fahrzeugbatterie, keine Probleme mit der Haupsicherung aufgrund der Strombegrenzung des Boosters, falls nicht sowieso schon vorhanden die Möglichkeit die Fahrzeugbatterie wärend des 230V Ladebetriebes mitzuladen.
Nachteil: Der Preis, die Arbeit. Außerdem werden bei falscher Dimensionierung des Boosters die Batterien nach Tiefenentladung langsamer geladen da der Ladebooster den Ladestrom begrenzt. Das wäre dann wichtig wenn du häufig autark stehst und nur kurze Stecken zwischen den einzelnen Stellplätzen zurücklegst. Nur dann müsstest du eh weiter aufrüsten.
Das alles gilt aber nur für Fahrzeuge mit einer normalen Lichtmaschine.
Bei inteligenten Lichtmaschien halte ich den Ladebooster für dringend Notwendig da es dann um eine Spannungsdifferenz von ca. 2,3V anstatt 0,8V geht.
Gruß Kurt