Beiträge von Steuermann

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Feiertag?

    Der Fluss Gavrone ist so ähnlich, wie der Solenzara, hat aber deutlich größere Steine und deshalb dazwischen nur kleinere Gumpen. Also richtig Baden oder Schwimmen geht nicht, man kann sich aber an zahlreichen Stellen reinhocken oder legen. Das ist überaus erfrischend, der Fluss ist gefühlt kälter als der Solenzara.

    Man kann mit Wasserschuhen sehr schön flussaufwärts oder flussabwärts wandern, bzw. klettern.

    Verlängern kann man das Vergnügen mit einem Neopren Shorty, dann macht auch die Blase hinterher keine Probleme ;)

    Gestern haben wir dann Chez Antoine nach dem Frühstück verlassen, die Ausfahrt war entgegen den Befürchtungen kein Problem, ich denke, wenn das Fahrzeug über ein gutes Verhältnis von Masse zu Drehmoment verfügt, ist das easy. Wir sind die Straße Richtung Ajaccio/Corte bis nach Vero gefahren, oben im Wald befindet sich der CP d´Eau Vivre, was man wohl am besten mit lebendiges Wasser übersetzt. Der Name ist treffend, der Platz liegt unmittelbar am Fluss Gavrone:

    Direkt rechts runter ist das Wasser.

    Es gibt mehrere steile Zugänge und hinterm Waschhaus auch eine Betontreppe.

    Die Bootstour dauert ca. 7 Stunden, in einer besonders schönen Bucht wird eine Pause von knapp drei Stunden eingelegt zum sonnenbaden, baden und vor allem schnorcheln. Die Bucht heißt Tivella und ist ebenfalls nur per Boot zu erreichen, oder von Wanderern, die im Naturschutzgebiet unterwegs sind.


    In dieser Land-Pause kann man auch an Bord ein Mittagessen zu sich nehmen, wenn man das mitgebucht hat. Enzo und seine Crew werfen einen großen Grill an und dem Geruch nach werden Sardinen getoastet, dazu gibt es Beilagen und kalten Rosé, soweit wir das vom Strand aus erkennen konnten. Wir waren Selbstversorger und haben am Strand Wurst und Käse mit frischem Rustico/Baguette Artisanal gegessen, welches wir morgens vor der Tour in einer Boulangerie im Hafen erworben hatten. Danach wieder Schnorcheln, bis die Lunge pfeift.


    Auf der Rückfahrt lässt El Capitano es richtig krachen, wir fahren mit hoher Geschwindigkeit direkt gegen gut und gerne 2-3 Meter Dünung an, ein herrliches Vergnügen, anscheinend wird niemand seekrank, wir riechen jedenfalls nichts :whistling: .


    Um 16:30h ist die Tour zu Ende, es hat sich sehr gelohnt :!:


    Wir haben für diesen Tagesausflug 75,- Euro pro Person gezahlt. Nicht wenig, aber für das, was geboten wird, jeden Centavo wert, finde ich. Wenn Ihr das Ganze mit Essen bucht, kostet es 95,- pP.

    Da wegen der wechselnden Wind- und Wellenbedingungen mit dem SUP nicht so ganz lange Distanzen auf dem offenen Meer zu bewältigen sind, haben wir für den Folgetag eine Bootstour mit einem größeren Glasbodenboot gebucht. Los ging’s um 09:30h im Hafen von Propriano. Dort sind wir in aller Frühe mit Sack und Pack, Proviant und Schnorchelsachen hingerollert, dauert vom CP ungefähr 15 Minuten.


    Natürlich ist die Tour etwas „touristisch“, aber nicht allzu sehr. Der Kapitän, welcher das ziemlich große Boot (97 Pax) von der Flybridge aus fährt - und original aussah wie Enzo Molinari (Jean Reno) aus le grand bleu - fährt wirklich in jede kleine Bucht und zeigt einem die irren Felsformationen, die man von Land aus tatsächlich nicht erreichen kann. Es gibt wirklich viel sensationelles zu sehen und die Crew reicht zwischendurch ☕️. Sehr entspannt und angenehm.


    Ich kann aufgrund der Verbindungsqualität aktuell keine Fotos hoch laden, versuche das aber nachzuholen.

    Für den Abend hatten his Lordship and her Ladyship (wir) schon wieder einen Tisch bestellt - wir sind wohl gerade etwas kochfaul. Wir sind in Dinnerkleidung am Strand entlang gelaufen, das Chez Angele liegt nur 10 Minuten an Backbordseite des CP Chez Antoine. Reservierung erforderlich. Sehr freundlicher, persönlicher Service durch den Besitzer (vermuten wir mal), der uns als erstes mit großem Bedauern mitteilte, dass die Fischgerichte auf der Karte nicht verfügbar seien, er habe verschlafen und sei deshalb nicht zum Angeln rausgefahren :D :D . Ehrlich wahr, Originalton.


    Wir haben erstmal eine Flasche des korsischen Hausweines in Rot genommen, der, obwohl relativ preiswert, doch ausgesprochen gut war. Da ich gerne scharf esse und im U Rosumarinu so enttäuscht wurde, habe ich im Chez Angele einer „Diavola“ nochmal eine Chance gegeben. Und wurde angenehm überrascht, die war gar keine Diavola, sondern eine Spagnola mit Chorizo und richtig 👍


    Meine Frau hatte Ruccola Salat mit Rinderstreifen, wobei man dazu sagen muss, dass die Streifen wohl von einem Rind stammten, dass noch gar nicht tot war! Wir hatten aus mangelnder Erfahrung mit der französisch/korsischen Auffassung von roh und medium nicht explizit gesagt, dass wir keinen Wert darauf legen, das arme Tier noch muhen zu hören, wenn wir es essen 8|


    Anders gesagt: könnten Sie den Koch wohl überreden, dass er dem blutigen Gemetzel auf dem Teller zumindest nochmal kurz das beheizte Innere einer Bratpfanne zeigt??? Merci beaucoup! Dem wurde mit Stirnrunzeln entsprochen.

    Verrückte Deutsche eben, pffff! Degoutant.


    Aber egal, es war trotzdem sehr nett. Und es gab eine korsische Version eines Tiramisu, sehr lecker :P


    Wir können beide Restaurants empfehlen.

    Jetzt aber weiter im Reiseblog :* . Gestern sind wir mit der Maolette die nördlich von Propriano gelegenen Strände abgefahren. Wir waren in Porto Pollo, nettes kleines Dorf und eine schöne, alte Marina. Dann haben wir uns den CP U Caseddu angeschaut. Auch schon etwas in die Jahre gekommen, aber akzeptabel. Und sehr schöne Stellplätze direkt am Wasser. Auch das Restaurant sah gut aus, war aber noch zu früh zum ausprobieren.


    Dann weiter über die Brücke ( einspurig, reicht aber auch für größere Womos) und quasi zurück Richtung Olmeto. Dort führt ein kleiner, unscheinbarer Weg von dem Parkplatz einer Appartment Wohnanlage zu einem sehr schönen, großen Strand, es ist aber nichts ausgeschildert. Ob dieser 🏖️ einen Namen hat, konnten wir nicht herausfinden, er liegt aber in der Ortslage Arcobiatto. Ist wohl eher ein Geheimtipp, denn wir haben uns die ca. 3 km lange Beachline mit vielleicht 10 Leuten geteilt.


    Nach dem wir als gute Grillgermanen ausreichend lange in der Sonne gelegen und zweimal Baden waren, hat sich ein erstes, leichtes Hüngerchen eingestellt und wir haben ein Restaurant gesucht und mit dem Una Stonda circa 3 km und eine Bucht weiter auch gefunden. Dort wunderbar gesessen und gegessen.

    Moin, Dirk, das wünschen wir euch auch! Und an Paul: wir werden das morgen tatsächlich so machen, dass sich die beste Ehefrau von allen oben an die Straße stellt und mir ein Zeichen gibt, wenn keiner kommt. Dann feuere ich den Ducato-Kessel an und werde da im ersten Gang und 3500 U/min hochbrettern.

    Das ist das integrierte Batterie Management System deines Aufbau- Akkus. Das kannst du eigentlich nur auf einer Smartphone App sehen. Wenn du garkeine Li Ionen, oder LifePo Batterie hast, sondern eine Bleigelbatterie oder AGM hast, kannst du diesen Punkt vergessen.

    Moin, Paul, danke Dir. Wir fahren morgen erstmal nur bis Vero, ist die gleiche Strecke, also unproblematisch.


    Zur Ausfahrt Chez Antoine: ja, bergauf könnte das tricky werden, denn man muss nach der steilen Ausfahrt vom eigentlichen Platz auch noch scharf rechts und dann den Asphalt Weg hoch zur Straße. Wenn da deine Automatik nicht mitspielt, ist das unangenehm =O. Eine alternative, weniger steile Zufahrt ist mir nicht bekannt. Die Fahrzeuggrösse an sich ist aber kein Problem. Hier steht ein Bergheimer mit einem umgebauten Sparkassen Bus 7,5 to. Er sagt, das geht, man hat aber nur einen Versuch :!: 8|

    Gruß

    Steuermann

    Apropos Wind: das Wetter wechselt derzeit dreimal täglich. Es ist immer schön warm, aber dann auch gerne mal stark bewölkt und dann knallt wieder der Lorenz 🌞. Es ist für ein paar Stunden windig, dann schläft er wieder ein. Und mit ihm Welle und Brandung. Eine solche Ruhephase haben wir gestern Mittag genutzt und unser SUP zu Wasser gelassen. Wir konnten Backbord und Steuerbord von unserem Platz schöne Felsenriffe erreichen, an denen sich prima schnorcheln 🤿 ließ. Nach gut zwei Stunden war dann aber wieder ordentlich Wind aufgekommen und der hat direkt einen knappen Meter Welle 🌊 mitgebracht. Da sind wir hurtig zum Heimatstrand zurück 8) gepaddelt.


    Zum Chez Antoine kann ich eigentlich nur positives berichten, freundlicher Empfang, großes Areal, gute, saubere Sanitäranlagen. Die Einfahrt auf den Platz von der Strasse ist allerdings recht eng und steil, aber auch mit größeren Mobilen machbar. Am besten, man schickt den Copiloten vor, der sicherstellt, dass nicht gerade einer hochkommt, wenn man runter will. Das gibt sonst wildes Rangieren, das ist uns passiert und war etwas schweißtreibend.


    Vernünftiges Wlan gibt es hier auch nicht, brauche ich aber auch nur, um Euch mit Reiseberichten zu versorgen. Müsst ihr also warten :saint: .


    Der absolute Wahnsinn ist aber die Anordnung der Grauwasser und Schwarzwasser Entsorgung: Grauwasser liegt direkt zwischen der Rezeption und dem Restaurant :D :D. Da soll man auf die Kieseinfahrt rangieren, auf der gerade die Anmeldewilligen stehen, dort ein großes, graues Plastikrohr unter den Auslass fummeln und auf der anderen Seite, also zwischen den Restauranttischen in eine Bodenöffnung ableiten <X.


    Dafür ist der Chemie Klo Schlund genau auf der anderen Seite des Restaurants, von den „Dinierenden“ einen Meter entfernt und durch ein kärgliches Mäuerchen optisch getrennt =O.


    Wer sich das ausgedacht hat, raucht offenbar korsischen Ziegenkäse auf Lunge.


    Kann aber auch sein, dass ich den netten Leutchen hier unrecht tue und sich das im Laufe der Jahrzehnte so entwickelt hat. Wie dem auch sei, die Anordnung ist unglücklich, diplomatisch formuliert. Ist aber auch das einzige, was hier ernsthaft zu beanstanden wäre.

    Und weiter auf der Reise: seit vorgestern sind wir um das Südkap herum an die Westküste gelangt und stehen bei Chez Antoine in Propriano. Toller, großzügiger Platz direkt am Wasser mit einem famosen 🏝️, sehr breit und lang und feinsandig, auch im Wasser keine Steine - reinlaufen und sich wohlfühlen :P


    Und haste nicht gesehen, haben wir am Platzeingang Dirk und Nica mit ihrem Digga wiedergetroffen - wie nett! Irgendwie sind uns die drei immer einen Schritt voraus :/ :D. Gruß von hier an die Nordlichter, die schon wieder weg sind, als ich noch :sleeping: habe. Euch noch gute, sichere Fahrt!


    Wir stehen quasi in der dritten Reihe, zum Strand sind es dreißig Meter.


    Leider haben wir bei der Begeisterung über den Platz unterm Baum 🌳 nicht bedacht, dass unser Mobil 3,20 Meter hoch ist, die ersten, stärkeren Äste aber bei 3 Meter anfangen :whistling:.

    Also mussten wir uns langsam da drunter schieben, die Geräusche, die an ein sinkendes Schiff in einem U-Boot Film erinnerten, haben wir durch lautes Absingen der Marseillaise übertönt. Und wen interessiert schon, wie der Lack auf dem Dach aussieht? :|


    Damit die Äste bei Wind nicht ständig an den Hekis und der Sat- Schüssel herumschubbern , habe ich ein farbenfrohes Ensemble an Plastikpötten installiert und damit unseren Anfängerfehler zur Kunstinstallation umgedeutet.

    Moin, Paul, mit der Langzeiterfahrung kannst Du uns bestimmt bei der weiteren Entscheidungsfindung helfen: wir planen, von Ajaccio über Corte wieder Richtung Bastia zu fahren, um dort am Samstag auf die Fähre zu gehen.


    Meine Frau befürchtet allerdings wilde Serpentinen Strecken durchs Landesinnere, für die unser AK 725 zu groß ist und das dann alles zu lange dauert.


    Da Ihr ja mit der Sphinx ein ähnliches Fahrzeug bewegt: wie sind da Eure Erfahrungen?


    Danke und Gruß

    Steuermann

    Wir sind nach zwei schönen Sonnentagen leicht-schweren Herzens weitergezogen, nachdem wir für zwei Nächte auf Arutoli 51,- inklusive Strom entrichtet haben. Da die Grauwasserentsorgung so eng und auch belegt war und ich keinen Bock hatte, zu warten, sind wir mit fast vollem Spülwassertank losgefahren. Das hat sich nach wenigen Kilometern als Fehler erwiesen: der Tank, der bei Stillstand keinerlei Lebenszeichen von sich gegeben und uns damit in trügerische Sicherheit gehüllt hatte, fing in den ersten Anstiegen der Serpentinen Richtung Bonifacio gar übel an zu müffeln 🤢. Und zwar merkwürdigerweise vorne im Fahrerhaus! Keine Ahnung, warum. Hat dieser Tank möglicherweise eine Überfüll-Öffnung? Weiß das jemand?


    Wir sind dann halt mit geschlossenen Scheiben weiter durch die Berge des Südens vorbei an Bonifacio Richtung Propriano gefahren. Ich meine, dabei beobachtet zu haben, dass die kleinen, französischen Autos, die sonst immer drängelnd hinter einem gefahren sind, diesmal einen deutlich respektvolleren Abstand gehalten haben. Ob das wohl mit der infernalen Duftwolke zu tun hatte, die wir vermutlich wie eine Fahne des Verderbens hinter uns hergezogen haben? :/ :/ :evil: <X :D

    Leider haben wir in unmittelbarer Nähe dieser Strände keinen CP aufgetan, mussten deswegen mit der Maolette dorthin über die vielbefahrene RT10 und dann über das Kap. Das dauert ca. 15 Minuten. Es gibt wohl auch eine Busverbindung. Ihr könnt da natürlich auch mit dem Auto 🚙 hin, dann müsst ihr aber auf den dortigen Parkplätzen 20,- (öffentlich) bis 40,- (Restaurant Parkplatz) pro Tag ablatzen. :cursing:


    Mit dem Roller 🛵 ist das für umme.

    Na? Noch mehr? ;)



    Okay, einer geht noch:


    Das muss jetzt aber reichen.

    Als Trost für die jammernde Heulsuse mit dem Kratzer im Fuß (mich), gab es frische Dorade und Linguini mit Meeresfrüchten in diesem Restaurant:

    Normalerweise sagt man ja: je toller die Aussicht, desto schlechter das Essen. Hier nicht - beide Gerichte waren ausgezeichnet. Das Restaurant liegt am dritten Teil der Palombaggia-Strände und noch vor der Plage St. Giulia und heißt La Dolce Vita - Nomen erst eben doch Omen.

    Hier mal ein paar Beweise dafür, dass ich nicht gelogen 🤥 habe!

    Das ist der Felsenstrand Tamaricchiu. Er liegt zwischen Dem Plage Palombaggia und dem Plage Folaca. Wobei diese Namen nicht sauber ausgeschildert sind. Aber Scheiss drauf, wen Interessiert das bei dem Anblick.

    Jetzt müssen wir aber auch mal weiterkommen, ich hinke ja unserer Reise total hinterher! Also: nach Rosumarinu sind wir die Küstenstraße R10/RT10 weiter nach Süden bis Porto Vecchio. Dort auf den CP Arutoli, der in einem Wald hinter einem Gewerbegebiet liegt, bis in die Altstadt von Porto Vecchio sind es mit dem Roller 🛵 5 Minuten. Der Platz ist etwas in die Jahre gekommen, aber nicht ungepflegt. Sanitärräume, Waschmaschinen, V+E inkl. Grau und Schwarz, alles vorhanden. Für die Grauwasser Entsorgung müsst ihr den Platz aber verlassen, diese befindet sich 20 Meter hinter der Ausfahrt rechts. Sehr unauffällig und auch ziemlich klein. Schwarzwasser ist auf der Rückseite des Waschhauses.


    Der Platz hat neben der Rezeption (sehr freundliche Leute) auch ein Restaurant und einen schönen Pool. Wir haben diesen Platz genutzt, um die erste Maschine zu waschen. Einen Chip gibt es an der Rezeption gegen fünf Euro 💶, Waschmittel müsst ihr mitbringen.


    Hauptsächlich waren wir aber dort als Basis für die Strandbesuche südlich von Porto Vecchio, die wirklich sensationell sind.