Durch Dauerregen sind wir zurück nach Hause, haben aber zum Frühstück einen Zwischenstopp beim Bäcker Becker in Edenkoben eingelegt. Liegt nicht weit von der BAB und lohnt sich sehr. Großer Parkplatz, auf den auch einige Womos passen, tolle, selbstgebackene Brote, man sieht in der gläsernen Backstube, wie die hergestellt werden und voluminöse Frühstücke und belegte Brote.
Nach dieser letztmaligen, kulinarischen Exkursion die verbliebenen 3 Stunden nach Hause abgeritten, mittlerweile regnet es hier im Westen auch nicht mehr. Wir konnten also abtakeln und ausladen.
Ein Fazit in Stichpunkten (natürlich sehr subjektiv):
- eine Insel, die sich für Womos unbedingt lohnt!
- Kosten für Sprit, Maut und Fähre läppern sich, aber was soll’s
- ein Roller oder E-Bikes sind vor Ort das perfekte Verkehrsmittel
- normale Fahrräder eher nicht, es sei denn, man hat Oberschenkel wie Jan Ullrich, denn:
- alle interessanten Sachen liegen „oben“. Und die Bergstrecken und Serpentinen haben es in sich! Bleibt man nur in Strandnähe, ist das kein Thema.
- wir waren überrascht, wie gering die Entfernung zwischen den einzelnen Zielen war- auch im Vergleich mit Sardinien. Wir waren bei keiner Etappe mehr als zwei Stunden unterwegs.
- alle Strassen mit dem blauen T sind mühelos zu befahren. Auch die wesentlich kleineren, gelben D Strassen kann man mit größeren Womos noch unter die Räder nehmen. Das haben wir unfreiwillig ausprobiert, als Sygic uns von hinten über den Berg von Ospedale nach Porto Vecchio auf den CP Arutoli gelotst hat.
- ist das Straßenschild dagegen weiß, heißt das Finger weg für alles, was länger als 6 Meter und höher als 2,5 ist. Leider gilt das für viele Straßen nördlich Ajaccio und Calvi. Die ganze Nordwestliche Region von Korsika sparen wir uns für den nächsten Besuch auf - dann mit vorbereiteter Streckenplanung.
- wir haben tatsächlich zahlreiche, zerschossene Straßenschilder gesehen, wenn diese zweisprachig waren. Und auch viele Graffiti, die auf rege Untergrund Aktivitäten hindeuten. Aber nirgendwo sind wir als Touristen unfreundlich behandelt oder nur schräg angeguckt worden. Im Gegenteil, alle Einheimischen waren ausgesprochen freundlich und höflich, auch, wenn wir ihnen kein Geld brachten.
- Es macht viel aus, wenn man zumindest versucht, mit ein paar Brocken französisch, oder italienisch zu starten, das ist der Türöffner schlechthin, denn englisch wird zwar zum Teil verstanden, ist aber unbeliebt. Gelingt es einem, Ortsnamen und Ähnliches korsisch auszusprechen, fliegen einem die Herzen zu. Faustregel: ersetze jedes zweite A durch ein U und lege ein weiteres U davor, schon sind die meisten Ortsnamen und Lokale gefunden 
Damit soll es mit dem gar nicht so wilden Korsistan sein Ende haben, ich hoffe, ihr habt ein bisschen Spaß gehabt beim Lesen, zu gegebener Zeit werde ich mal bekannt geben, in welche Richtung die nächsten Planungen gehen 
Sonnige Grüße aus dem herbsttrüben Rheinland sendet
Der Steuermann