Beiträge von Steuermann

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Feiertag?

    Buon giorno, miteinander!


    Gestern Abend sind wir noch den Berg hochgelaufen, da von dort Livemusik zu hören war. Man kommt an Olivenhainen vorbei und einigen sehr schönen Villen und hat Aussicht ins Tal. Bis zur Musik haben wir es nicht geschafft, Schall trägt und täuscht ;).

    Auf dem Rückweg sind wir an der Bar IL Sale 8 vorbeigekommen. Diese gehört zu der interessanten Hotelanlage Relais Poggio ai Santi mit „Rooms, Lodges und Glamping“, mit dem Womo kann man da allerdings nicht stehen. Sieht insgesamt auch sehr teuer aus. Interessant war das aus zwei Gründen:


    Zum einen verfügt die Hotelanlage an der Rückseite zum Pinienwald hin über ein Tier-Refugium mit Pferden, Ziegen und herzigen, kleinen Eselchen. Ich mag Esel sehr gerne leiden, solange sie ruhig sind.

    Diese Anlage scheint eine Art Gnadenhof für Tiere zu sein, es ist kein Streichelzoo oder etwas mit touristischem Hintergrund. Ungewöhnlich fanden wir das nur in der Verbindung mit dem Luxushotel.


    Zum Anderen haben wir die Bar aufgesucht, da diese grandios aussah, nach drei Seiten offen, mit Pool, mit Ausblick, mit Chic und italienischer Eleganza.


    Da wir vorher am Bob schon diniert hatten (es gab deutsche Bratwurst, die wir schon seit mehr als einer Woche im Tiefkühlfach durch die Toskana schleppen), beschränkten wir uns in der Bar auf zwei Cocktails, hier wurden sehr ungewöhnliche Mixturen angeboten. Ich hatte einen Limonen-Rum Cocktail 🍹 und die Gemahlin etwas mit Mescal 8| . Ja, Ihr habt Recht - das war unvorsichtig :evil: Den Mescal musste man in homöopathischen Schlucken trinken, sonst verödete die Mundhöhle und die Ohren fielen ab.


    Das besondere an diesen Drinks war aber das ökonomische Prinzip: sehr große Eiswürfel in eher kleinen Gläsern! Es waren zugegebenermaßen sehr schöne, klare, kantige Eiswürfel, aber sie füllten die Gläser fast vollständig aus, sodass für Saft und Alkoholika kaum noch Platz war. X(


    Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ergibt das zusammen aber durchaus Sinn: allein mit diesen beiden „Bonsai-Cocktails „, für die wir 12 Euro pro Stück bezahlt haben, finanzieren wir das Tierfutter für obiges Refugium für einen Tag ;) ;). Wir haben also indirekt ein gutes Werk getan :saint: :saint:


    Für heute haben wir uns vorgenommen, nichts berichtenswertes zu unternehmen :whistling: :sleeping:


    Gruß

    Steuermann

    Der Platz hat unterhalb des Restaurants auch einen Pool, den wir nach Abstellen von Bob und Sattsehen an der Aussicht auch direkt genutzt haben.


    Die Waschräume und Toiletten sind erkennbar in die Jahre gekommen, aber sauber und funktionstüchtig. Die einzelnen Stellplätze habe ich gerade eben noch als Ebenen bezeichnet, aber eben sind sie eben nicht. Ihr müsst hier fleißig mit Keilen und Stützen arbeiten.


    Man steht wunderbar schattig unter Pinien


    Und es weht ein angenehmer Wind vom Meer. Und es ist ruhig - trotz Küstenort und Straße. Der Empfang war wieder mal über die Maßen freundlich, niente Problema, stellt euch hin, wo ihr möchtet, Anmeldung nicht erforderlich, man sieht sich, man kennt sich.


    Die beste Ehefrau von allen hat bei Betreten der Rezeption versehentlich einen Blick in die Restaurantküche geworfen. =O =O

    Etwas Riechsalz und freundlicher Zuspruch konnten sie zurück ins Leben rufen. Zudem wurde uns von Gästen mehrfach versichert, dass das Essen ganz ausgezeichnet sein soll. Do not judge a book by itˋs cover, sagt man doch!

    Wir werden also für Sonntag Abend einen Versuch starten und einen Tisch bestellen. 8)


    Am Montag melden wir uns daher entweder von Elba, oder aus der hiesigen Gastroenterologie.


    Gruß

    Steuermann

    Moin, liebe Leser,


    wir sind heute Morgen sehr entspannt von Montalcino über Grossetto ans Meer gefahren, das hat bei sehr gemächlicher Fahrweise 1,5 Stunden gedauert. Der erste Teil der Strecke über die kleinen, gewundenen „SP‘s“, dann den Rest bis kurz vor San Vincenco auf der Stada Statale 14, rechts den steilen Berg hoch, dann ist man in San Bartolo und auf dem CP:


    Der Platz ist klein, es gibt für Womos zwei Terrassen oder Ebenen, die dritte Ebene ist für die Pkw der Wohnwagenfraktion und für die Gäste des Ristorante.

    Ich denke, ca. 15 Mobile können hier stehen, es gibt Strom und pro Ebene auch ein Wasserhahn.

    Das beste an diesem Platz ist aber erstmal die Aussicht!

    Nach Westen:


    Nach Osten ins Landesinnere:


    Da geht einem doch das Herz auf <3 :love:

    Die Weinverkostung ist vorüber und war wunderbar. Es wurden 4 verschiedene Weine aus dem eigenen Anbau von Piombaia vorgestellt. Von einem leichten Rosé, den wir schon relativ kräftig und dunkelfarbig empfanden ( hätte das ohne Etikett glatt für einen Spätburgunder gehalten), über einen Supertuscan aus der Sangiovese Grosse, bis zu einem 2021 Brunello, der ganz ausgezeichnet war. Es war auch ein sogenannter Macerato dabei, ebenfalls ein Sangiovese, aber völlig neue Keltereitechnik. Interessanter Geschmack, aber letztlich nicht so unser Ding.


    Zu der Weinverkostung, die fast Zwei Stunden dauerte, mussten wir vom Piombaia Stellplatz nur über die Straße zur Kelterei laufen. Es gab Wasser, Fenchelsalami, Pecchorino Käse und ungesalzenes, toskanisches Brot. Wir haben von unserem Vorkoster viele interessante Informationen zur Herkunft, Geschichte und Terroir erhalten.


    Die Verkostung hat 30,- Euro pro Person gekostet und wir haben für 150,- Euro Wein gekauft. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass die guten Brunellos bei 50 Euro anfangen und bei 200,- (für 2010er Jahrgänge) noch lange nicht aufhören.


    Insgesamt ein sehr schöner Abend, der sich wirklich gelohnt hat. Einen 21er Brunello habe ich mir geleistet - der ist für Weihnachten 🧑‍🎄 ;) :saint:


    Leicht angesäuselte gute Nacht wünscht der

    Steuermann 8o

    Heute Nacht hat es noch ein letztes, tüchtiges Schauer gegeben, frühmorgens das Wetter wieder schön. Wir haben die Maolette gesattelt und sind erstmal hoch nach Montalcino, den Ort inspizieren. Auch sehr, sehr schön. Nach zwei Kirchen und Stadtrundgang wird es Zeit für eine erste Colacione, also eine kleine Zwischenmahlzeit zwischen dem ersten Frühstück und dem späten Brunch ;)

    Wir bestellen in furchtbarem Italienisch eine Focaccia, ein Thunfisch Schnittchen und eine Art Mini-Pizza ohne alles, sowie zwei Cappuccino.


    Trotz meiner enormen Sprachkünste bringt Gianfranco tatsächlich das von uns ausgesuchte Frühstück und wir lassen es uns toskanisch gutgehen :)


    So gestärkt und da man mit diesen kleinen Bergdörfern ja schnell zu Rande ist, wurde die Maolette für eine größere Tour durch das toskanische Hinter-Hinterland gesattelt. Auf der Fotografierliste standen die „Cipressi di San Quirico d´Orcia, die Zufahrt oder Allee, sowie das Bauernhaus, die in Gladiator I Motiv war und dann San Quirico und Umland selbst.


    Da wir ja möglichst kleine Nebenstraßen auf zurück zu befahren wollten, haben wir wagemutig versucht, von iL Poggiolo über die via Francigena in Richtung Oria Bianca und Podere Pian dellˋasso vorzustoßen 8).


    Leider verwandelt sich diese Via nach recht kurzer Zeit von einer Schotterstraße, die möglicherweise noch von römischen Ochsengespannen genutzt werden könnte, in einen Weg, den höchstens noch Hardcore-Mountainbiker als akzeptabel betrachten würden. =O =O


    Das konnte ich weder unserer Maolette, noch der besten Toskana-Reisebegleiterin von allen zumuten, wir mussten also mit eingezogener Lunte den Rückzug antreten ?( ;(


    War trotzdem ein wunderbarer Tag in einer der schönsten Landschaften der Welt und wir sind pünktlich wieder am Bob und bereiten uns auf die für heute Abend geplante Weinverkostung vor :P :saint: :love:


    Gruß

    Steuermann

    Wie man sieht, haben wir das Gelände für uns alleine :P :thumbup: . Es ist nachts recht ruhig, trotz der nahen Straße. Derzeit, kurz vor der Lese, schützen die Winzer ihre Trauben mit Böllerschüssen gegen die Stare. Ab und zu knallt es, ist aber nicht wirklich störend.

    Einen Pool gibt es auch, der ist aber für die Zimmergäste. Wenn man den als Womomensch benutzen möchte, kostet das extra. Verständlich, wenn man bedenkt, dass wir fürs stehen ja nichts bezahlen.

    Nach diesem Ausflug mit dem Bob weiter nach Montalcino, genauer gesagt La Croce außerhalb von Montalcino. Dort befindet sich Aggricampeggio Piombaia. Fotos hochladen geht immer noch nicht, die muss ich euch schuldig bleiben.


    Jetzt machen wir erstmal einen kleinen Gang ums Gelände und schauen mal unverbindlich, was der Padrone so auf dem Herd hat…


    Gruß

    Steuermann

    Wir sind heute mal wieder umgezogen, fahrendes Volk halt ;)


    Schweren Herzens haben wir uns von La Spineta und Adele verabschiedet, vorher aber die Wäsche aus dem Trockenraum mitnehmen! Ich könnte mir vorstellen, dass das auch so ein Klassiker im Camperleben ist: schon 50 km auf der Autostrada und dann die Frage: wer hat eigentlich die Wäsche abgenommen? :/ ||


    Egal, wir haben alles bedacht und Nix vergessen und schlängeln uns über kleine Strässchen Richtung Montalcino. Da wir gut in der Zeit sind und nirgendwo zu bestimmter Zeit sein müssen, wagen wir mal eine Städtetour mit dem Bob. Wir fahren rauf nach Montepulciano, auf halber Höhe gibt es hinter dem Busbahnhof und dem Wochenmarktplatz einen terrassierten Stellplatz für Womos. Der Platz ist ausreichend bemessen, kostenlos und dem Vernehmen nach dürfte man sogar eine Nacht dort verbringen.


    Wollen wir aber garnicht, nur mal eben das schöne Städtchen auf dem steilen Berge anschauen, ein, zwei Kirchen begucken und natürlich den hiesigen Vino Nobile einkaufen. Ich habe mal versucht, die Panorama Funktion zu nutzen:


    …muss ich leider irgendwann mal nachholen- hier haben wir jetzt kein Netz.


    Auf dem Weg zur Vinoteca Ercolani hat sich uns dann doch tatsächlich die Caffetteria Palazzo Avignonesi in den Weg gestellt und mit einer Auslage an allerfeinsten Mignontörtchen das Weitergehen infam unterbunden. Das Back- und Naschwerk kostet 1,80 pro Stück, wenn man es draußen isst, dazu ein gepflegter Cappuccino. Würde man ein Bild suchen, um den Begriff „Verführerisch „ zu beschreiben - das wäre es! Ein Träumchen.


    Zurück in der Realität ( bei weiterhin durchwachsenem Wetter) dann so viel Wein gekauft, wie gefahrlos in einen Wanderrucksack passt. Ich habe es dabei belassen, drei Rote auszuwählen und lasse in den kommenden Tagen einen ganz gewöhnlichen 2024 Tafelwein gegen einen Rosso di Montepulciano mit Denominatione und einen Vino Nobile von 2022 antreten.

    Wow, was für eine Nacht!

    ,Gestern Abend gingen die angekündigten Gewitter los und sie haben tatsächlich noch immer nicht aufgehört. Es ist jetzt gleich 08:00h und noch immer rollt der Donner durchs Tal. Habe ich so auch noch nicht erlebt. Nicht die Heftigkeit ist ungewöhnlich, sondern die Zeitdauer von jetzt schon12 Stunden mit dauerhaft Blitz und Donner und ständig an- und abschwellenden Regengüssen. Ist vielleicht eine geographische Besonderheit hier in der Toskana.


    Zum Glück haben wir gestern noch rechtzeitig das meiste an Equipment verstaut, aber den Campingtisch und den Teppich hat es böse erwischt. Mal sehen, wie wir die Sachen wieder sauber und trocken bekommen.


    Wir planen jetzt so, dass wir möglichst schnell abfahren, wenn es gegen Mittag mal eine Gewitterpause geben soll - eventuell schaffen wir es dann bis zum nächsten Stellplatz ohne nasse Füße beim Aufbau ;)


    Feuchte Grüße vom unausgeschlafenen

    Steuermann

    Den Tag abgeschlossen hat ein Rundgang durch den schönen Park Passeggio del Prato und ein Besuch der Festung (Fortezza Medicea) - siehe oben. Letzteres lohnt sich eher für Militär-Interessierte und Hobby-Festungsbauer. Es wird mittels Tourguide ( auch auf deutsch herunterladbar) ausführlich erläutert, warum die Zitadellenecken so gebaut wurden, warum die Schießscharten und die Kanonenöffnungen diesen und jenen Winkel haben, dass man Belagerungsöl auch von oben in die Festung gießen kann, wenn unten und innen schon die Angreifer sind, usw.


    Das ist gut gemacht und sehenswert, Eintritt fünf Euro, Zeitbedarf 1 bis 3 Stunden, je nachdem, wie enthusiastisch man ist und wieviel Energie noch im persönlichen Akku steckt.


    Da wir beide schon seit mindestens 2 Stunden keinen Espresso mehr getrunken hatten, waren unsere Energiespeicher nahe Null. Wir sind zurück durch die Stadt Richtung Bahnhof geschlendert, was angesichts der Straßen und Häuser nochmal eine Besichtigung der Extraklasse ist.


    Die Bahnfahrt zurück (der Zug zurück war fast pünktlich) bietet dann wieder solche Aussichten.


    Wir mussten uns dann etwas beeilen, um trocken auf den CP zurückzukommen, hat aber geklappt und es war auch noch Zeit für einmal in den Pool jumpen und bei Adele Tomaten und Zwiebeln einzukaufen, sowie eine Flasche hiesigen Roten, ohne Herkunft und Etikett, aber lecker und bekömmlich, vermutlich ein Chianti.

    Schluss für heute, der Roller ist verladen, eine Maschine Wäsche ist in Arbeit (Waschmaschine und Trockner sind ebenso verfügbar, wie Kochstellen und Gästekühlschrank), morgen geht es Richtung Montalcino auf den Agritourismo Piombaia.

    Gruß

    Steuermann

    Moin, Charly, Sacco & Vanzetti sind neben ihrer durchaus tragischen Geschichte der US-amerikanischen Gewerkschaftsrepressionen auch ein Sinnbild für die gebremste Arbeitsamkeit auf Baustellen. Man hätte auch Bomber & Paganini ( Mario Adorf!) nehmen können, oder das Baustellen Bild mit „Horst“.

    Gruß

    Steuermann

    Gestärkt durch toskanische Eierspeisen haben wir dann den restlichen Hausberg und die Umgebung der Festung erkundet, bis wir bei unserem eigentlichen Ziel, dem Casa Vasari angekommen sind. Das ist ein Museum als Gesamtkunstwerk, denn Signore Vasari hat dieses Haus, möglicherweise sein Elternhaus, im frühen sechzehnten Jahrhundert über und über mit Wandgemälden, Fresken, Bildern uns sonstigen Kunstwerken gefüllt. Er war Maler, Zeichner, Keramiker, Architekt, Gartenbauer, Chronist und gilt als Erfinder der aufgeschriebenen Kunstgeschichte. Ein frühes Universalgenie, lange vor Michelangelo, Da Vinci, etc.


    Der Eintritt kostet 4, Euro pP - - das Museum ist recht klein, aber übervoll mit wunderbarer Kunst inklusive eines Dachgartens, den er für seine 14 jährige Ehefrau angelegt hat. Klingt etwas creepy, man sollte das aber nicht mit heutigen Maßstäben messen.

    Zum Zeitpunkt unserer Ankunft waren die Festivitäten beendet, sodass wir im Vasari Café unmittelbar am Piazza Grande frühstücken konnten.

    Das war schonmal ein schöner Anfang, finde ich. Eine freundliche Kellnerin empfahl uns die Spezialität des Hauses, Omelette mit Käse und Schinken, bzw. mit Speck. Dazu Salat und frische 🍅 mit dickem Toast. Ein Genuss!


    Als Rahmenprogramm haben wir den Bauarbeitern dabei zugeschaut, wie sie den Platz nach Ende des Festes aufräumten. Man muss dazu wissen, dass oben genannte Veranstaltung am 06.09. war, also vor drei Tagen. Es waren immer 3-4 Leute zu sehen, besser gesagt, zu hören, von denen einer durch messbare Tätigkeit auffiel ( Gabelstapler fahren), die drei anderen waren für das Gestikulieren zuständig und für wichtige Telefonate. Erinnerungen an Sacco & Vanzetti kamen auf… wir hatten viel Freude 🥹

    Heute stand Arezzo auf dem Programm. Wir sind von unserem Platz in San Lorenzo mit dem Roller nach Camucia Cortona zur Bahnstation gefahren. Dauert 10-12 Minuten. Wir wollten nicht die ganze Strecke nach Arezzo mit dem 🛵, der Fahrer hat Rücken, die Sozia hat Becken, die Reiseleitung hat Bedenken - auch, wegen des angekündigten Wetters.


    Von Camucia aus fährt Italferrovia für 4,10 Euro nonstop nach Arezzo. Und zwar jede Stunde, theoretisch :P. Unser Zug hatte zuerst 15 Minuten Verspätung, dann 35, 40, 50. Er erschien dann mit exakt nur 1 Stunde Verspätung :!: Nimm das, deutsche Bahn :evil: .


    Arezzo ist eine wirklich schöne Stadt, am Bahnhof empfängt einen direkt ein pittoresker Markt mit Allem, was keiner braucht. Wir sind hoch Richtung alte Festung (gebaut von den Etruskern, ausgebaut von den Römern, umgebaut von den Medici ( wer sonst?), geschliffen von den Franzosen.


    Unser erstes Ziel war die Piazza Grande, der zentrale Platz, an dem jedes Jahr im September die Giostra Saracino stattfindet, Pferdewettkämpfe und Tjosten, also Lanzenreiterkämpfe der Arezzo-Stadtteile. So ähnlich, wie die traditionellen Pferderennen in Siena.

    Wir sind bei nachlassen der Hitze am späten Nachmittag noch mit dem Roller nach Castiglione del Lago an den Lago Trasimeno gefahren. Der Hinweg über die SS71 war nicht so prickelnd, den Rückweg haben über die ganz kleinen Dörfer gewählt. Die Strassen sind zwar markerschütternd schlecht, aber die Aussichten und Ansichten sensationell.

    Zum See gibt es wenig zu sagen, er ist überraschend groß, hat die Saison hinter sich und ist dementsprechend in einem schlechten Zustand. Der See ist sehr flach, hat keine natürlichen Zu- und Abflüsse und verliert sehr viel Wasser, wenn es nicht regnet. Und die Qualität des verbliebenen Wassers ist eher fragwürdig.


    Für einen Drink am Seeufer hat es gereicht und das kleine Städtchen mit der Burg auf dem Berg ist einen Besuch wert.


    Gruß

    Steuermann