Moin, zusammen,
braucht ihr denn die Option Gasbetrieb nicht? Der RML 8230 ist ein klassischer 3fach Gas, 12V, 230V.
Der Belluna kann nur 12/24 V oder Landstrom. Spielt das bei Euren Womos keine Rolle? ![]()
Gruß
Steuermann
Moin, zusammen,
braucht ihr denn die Option Gasbetrieb nicht? Der RML 8230 ist ein klassischer 3fach Gas, 12V, 230V.
Der Belluna kann nur 12/24 V oder Landstrom. Spielt das bei Euren Womos keine Rolle? ![]()
Gruß
Steuermann
So, ihr Lieben, das war es mit der Rotwein-Toskana.
Seit gestern Nachmittag sind wir wieder zu Hause, alles hat geklappt, alles hat funktioniert, jetzt heißt es erstmal, einen ziemlich großen Haufen Wäsche zu waschen. Und dann an den sicher noch kommenden, nasskalten Winterabenden die Fotos und Erinnerungen zu sichten.
Gibt es ein Fazit? Nein, eher mehrere Einsichten:
- durch die geänderte Schwerverkehrsabgabe ist der Transit durch die Schweiz aktuell günstiger, als durch Österreich - die Abrechnung der Asfinag haben wir allerdings noch nicht.
- von all den besuchten Städtchen und Dörfchen hat mir persönlich Volterra am besten gefallen.
- Elba war ganz okay, aber wenn man Sardinien und Korsika kennt, vernachlässigbar. Vermutlich hatten wir aber auch falsche Vorstellungen: wir hatten gehofft, dass Elba quasi die unbekannte, kleine Schwester der beiden großen Inseln wäre und damit ruhiger, abgeschiedener, cooler- so eine Art Geheimtipp. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall.
- die Rotweine sind tatsächlich so gut, wie man es erhofft hatte. Ich habe viele probiert, ein wirklich schlechter war nicht dabei. Die außergewöhnlich guten sind allerdings auch kein Schnäppchen.
- die große Freundlichkeit der Menschen vor Ort, speziell auch im Service. Man hätte da durchaus Verständnis, wenn denen am Ende der Saison so ein bisschen die emotionale Puste ausgeht - aber nichts dergleichen. Chapeau!
Was die Befahrbarkeit der Straßen angeht, sind die Einschätzungen im Bob-Team durchaus unterschiedlich: ich fand es meistens akzeptabel, für Bob und die Maolette. Die beste Ehefrau von allen hat jedoch eine ausgeprägte Serpentinen-Allergie entwickelt. Gibt’s da ein Gegenmittel? Serpentol vielleicht?🤔
Wie dem auch sei! Habe fertig, Flasche leer ![]()
Ich hoffe, Ihr hattet etwas Spaß und Freude beim Mitlesen. Nächste Saison planen wir noch einmal Südfrankreich - allerdings jene Ecken, die wir beide noch nicht kennen.
Der Steuermann wird berichten.🙂↕️
Moin, Erich, danke für den Tipp. Aber der Becker Bäcker ist ja außerhalb des Ortskerns. Wir versuchen das trotzdem mal. Wegen der Mega leckeren, belegten Brote
![]()
Gruß
Steuermann
Moin, Charly,
Kein besonderer Grund, geht beides. Und beides ist in der Schwerlastabgabe inkludiert. Und vor dem Gotthard war wenig los auf der Nordfahrt.
Hat der Bernardino irgendwelche Vorteile?
Gruß
Steuermann
Auch hier wieder supernette Leute auf dem Weingut. Wir haben nett geklönt, etwas weißen, etwas roten und etwas Rosé-Sekt verkostet und gekauft. Dann im Bob gekocht und jetzt lassen wir den Abend hier auf der Apfelwiese ausklingen.
Morgen geht’s über Edenkoben( Drˋ Bäcker Becker) zum Frühstücken und dann die restlichen 3 Stunden nach 🏠.
Gute Nacht
Steuermann
Hallo, zusammen,
wir melden uns aus Teningen-Köndringen, genauer gesagt, aus dem Apfelgarten des Weingutes Mössner-Burtsch.
Wir sind heute sehr früh von Vigevano losgefahren, nachdem wir beide eine sehr schlechte Nacht gehabt hatten: Aber selber schuld ![]()
Wir haben uns bei Nadia und Carlo das berühmt-berüchtigte 4-Gänge Menü gegönnt, das ist tatsächlich genau so gut, wie in den vielen Rezensionen gelobt. Alleine 8 Vorspeisen (nicht Kostbarkeiten)
, alle Speisen sind hausgemacht, unter anderem auch Mixed pickles, die fantastisch waren. Primi Piatti waren Ravioli mit Ragu und Risotto mit Steinpilzen. Dann Roastbeef mit BalsamicoSosse und glasierte Rippchen, dazu Wedges.
Dann noch drei verschiedene Desserts und ein Espresso. Das ganze Menü hat 45,- pro Person gekostet, inklusive Brot, Wasser und Wein. Und inklusive einer überaus freundlichen und zuvorkommenden Chefin und Bedienung.
Nadia und Carlo(der Laden heißt so) sind eine ganz klare Empfehlung, wir haben die über die App Agricampeggio gefunden. Das Gehöft liegt ca. 20 Minuten von der Autobahn Mailand - Como entfernt. Wäre auch für die Hinreise gut geeignet, wenn man über den Gottardo nach Italien einfällt
. Ach, ja, einkaufen kann man im Hofladen auch noch, wir haben eine Salami, Risotto Reis und, natürlich, etwas 🍷 ![]()
Wir waren mit unserem Monster- Menü um 19:00h die ersten Gäste, im Laufe des Abends kam dann das halbe Dorf und die Verwandtschaft zum Essen, wobei Dorf und Verwandtschaft hier als Synonyme zu verstehen sind.
19:00h ist das früheste, was die Küche anbieten konnte, früher kommt ein Italiener nicht zum Essen🙂↔️
Dementsprechend waren wir mit unserer Genuss-Orgie deutlich nach 21:00h zu Rande und sind mit übelst gefüllten Bäuchen zum Wohnmobil gewankt. Und trotz längerem Aufbleiben ( wir haben noch die zweite Hälfte des Deuschlandspiels geschaut - ist hier problemlos über Satellit möglich) sind wir dann immer noch schwer gemästet in die Kojen gekrochen. Dort hat sich dann aber kein Schlaf eingestellt, sondern Nachtschweiß und Wanst-Drammeln. Das ist die Strafe für haltlose Völlerei
![]()
Also um kurz nach 7 Bob gestartet, auf die Autobahn gestaut und dann ab Richtung Chiasso und Gotthardtunnel. Dort nur ein klein wenig Stau und Blockabfertigung und schwuppdiwupp waren wir schneller durch die Schweiz durch, als das sprichwörtliche Zäpfchen 🏑am Bestimmungsort.
Als klar war, dass wir gut durchkommen werden, haben wir o. g. Zwischenstopp ausgewählt und reserviert, was auch umgehend bestätigt wurde - die Landvergnügen App funktioniert ![]()
Später gehen wir noch etwas einkaufen und nehmen auch noch ein paar Flaschen zur Aufstockung unserer Wintervorräte mit. Man weiß ja nie…
Gruß
Steuermann
Liebe Lesende,
Bob und seine Besatzung haben heute Morgen die Toscana Richtung Norden verlassen, nach einem letzten, wehmütigen Blick auf San Giminiano ein bisschen durch die Zypressen Alleen mäandert und dann auf die Autostrada del Sole über Firenze, Bologna,Modena, Piacenza; diesmal nicht die Panoramica, sondern die Direttissima. Wir haben diese erste Etappe nicht weiter geplant, da dies auf norditalienischen Autobahnen ein sinnfreies Unterfangen ist: Du kannst gut durchkommen, oder schlecht, oder garnicht.
Theoretisch hätten wir es wohl bis vor 20:00h in den Gotthardtunnel geschafft, aber mit Stress - das wollten wir nicht. Deshalb haben wir uns von unterwegs über Agritourismo einen Bauernhof in Vigevano südwestlich von Mailand gebucht. Für die bisherige Autobahn haben wir 30,90 bezahlt.
Jetzt stehen wir sehr schön auf dem Gelände eines Bauernhofes und Landgasthofes auf einer riesengroßen Wiese, dieser Stellplatz ist der größte, auf dem ich jemals gestanden habe:
Ich schätze mal, 8 Hektar, und wir sind ganz allein! 🥹😇😱. Also, wenn wir hier nicht nachts von Wegelagerern überfallen werden, dann weiß ich’s auch nicht.
Das Übernachten ist wie üblich auch hier kostenlos, es gibt einen Hofladen und eben ein sehr großes Restaurant; für heute 19:00h ist ein Tisch für zwei bestellt.
Gruß
Steuermann
Buon Giorno, vermutlich letzte, italienische Version
Nachdem wir gestern am späten Nachmittag schonmal mit dem Roller in San Giminiano „vorgefühlt“ hatten, war dann der Plan für heute, möglichst früh dort zu sein, bevor die Busse und Schiffsladungen über die Stadt herfallen. Hat nur so mittel geklappt
. San Giminiano ist Abends voll, mittags voll und morgens auch voll. Wir vermuten, der Ort ist selbst in einer kalten Winternacht noch besser besucht, als das Oktoberfest am Eröffnungstag
.
Da City-Info und die Museen erst um 10:00h öffnen, kommt man auch nicht früher an das lohnende Tagesticket heran. Wir haben dieses für 15,- pro Person genommen, da wir uns zum Abschluss noch mal die maximale Toskana-Etrusker-Medici-Renaissance Dröhnung geben wollten. Das haben wir auch getan und folgendes Programm abgespult:
Palazzo Comunale mit Dante- Saal, Sakralkunst und usw.
Torre Grossa (höchster Turm in SG, besteigbar und tolle Aussicht)
Duomo mit schönen Fresken von Genesis bis Crucification; harter Schnitt:
Safran- Eis und Schoko- Eis und Pistazien- Eis bei Dondoli
Ospedale Fina mit Archäologischen Sammlungen
Etrusker Museum und zeitgenössische Kunst (vernachlässigbar)
Chiesa San Lorenzo in Ponte, noch mehr Fresken, aber diesmal mit allen Qualen aus Fegefeuer und Hölle - sehr erheiternd
.
Stadtrundgang durch die kleinsten Nebengässchen - hier war es wirklich mal leer ![]()
Nach 4,5 Stunden und 8.000 Schritten laut Zähler wollten wir dann einkehren in die berühmte Bäckerei Boboli - und hier haben wir zum ersten und einzigen Mal einen Service-Gau erlebt. Zwei Sachen vorweg:
1. der Laden war nicht voll, nicht mal gut besucht
2. es lungerte ausreichend Personal herum
Das vorangeschickt, haben wir uns an einen der freien Tische im Inneren gesetzt, da niemand uns in Empfang nahm, oder an einen Tisch führte. Dort erstmal gewartet, ob jemand von der Bedienung freiwillig erscheint - nein. ![]()
Nach 10 Minuten aufgestanden und höflich an der Bedientheke gefragt, ob man Self-Service mache, oder doch jemand gelegentlich vorbeikäme: Ja, es kommt jemand!
Nochmal 5 Minuten später kommt einer der schwarzgekleideten Servicefachkräfte vorbei, legt wortlos zwei Speisekarten auf den Tisch und verschwindet wieder - und ward nicht mehr gesehen
Kleines Intermezzo: an einem der Nebentische 5 Damen, die zumindest schon mal etwas bestellen konnten, glaube ich, denn dort kam nach weiteren 10 Minuten ein erstes Getränk! Für eine Person!
Bei uns: Niente
Weitere 5 Minuten vergehen und auch unsere Versuche, durch Blickkontakt oder Handzeichen unserem Wunsch nach Konsum Ausdruck zu verleihen, scheitern kläglich an den komplett interesselosen Kellnern und Kellnerinnen. Zwei von Ihnen, offenbar Inhaber des staatlichen Diploms für Kunden-ignorieren, lehnen derweil lässig an der Theke und spechten auf ihren Mobiltelefonen rum.
Nach knapp 40 Minuten haben wir die Faxen dicke und verlassen das Etablissement.
Bei Boboli ist offensichtlich wegen Reichtum geschlossen. Auch gut…
Die restlichen Kilometer sind dann aber wieder normal zu fahren und landschaftlich sehr schön. Und am Ende dieser Route erwartet einen dieser Anblick:
Und ja, das ist tatsächlich der Ausblick auf San Giminiano, den wir von unserem Stellplatz haben. Wir sind auf dem CP Camping Boschetto Di Piemma, 1,8 km vom Ort entfernt. Hier gönnen wir uns noch zwei Tage, um die Stadt und das Umland zu erkunden - diesmal wieder mit Hilfe unserer treuen, kleinen Bergziege aus chinesischer Serienproduktion 🛵.
Werde berichten.
Steuermann
Wir haben heute Morgen etwas umgeplant und sind nach dem Kaffee mit Sack und Pack und Bob nach Volterra reingefahren. Es gibt da einen großen, gebührenpflichtigen Womo Stellplatz direkt an der Porta e Fonti di Docciola. Von dort geht man vorbei an der alten Zisterne über eine altehrwürdige Treppe 253 Stufen hinauf und ist direkt im Zentrum.
Ein wunderschöner, sehr alter Ort, aus jeder Steinpore atmet einen hier wirklich uralte Geschichte an. Für mich bisher in der Toskana einer der schönsten und authentischsten Orte.
Die Kirchen haben wir nur kurz gestreift, wirklich beeindruckende Kunstwerke oder Deckenfresken waren nicht vorhanden, aber den Palast der Prioren lege ich euch ans Herz: seit dem 13. Jahrhundert und durchgehend bis zum heutigen Tage der Sitz der Stadtverwaltung, der Bürgermeister und ersten Familien. Man kann gegen Bezahlung alle historischen Räume besichtigen und das lohnt sich! Phantastische Wand- und Deckengemälde von namhaften Künstlern. Man hat sich damals nicht lumpen lassen!
![]()
Auch auf den Glockenturm kann man steigen und hat eine tolle Aussicht. Im Saal unter der Glocke befindet sich eine kleine Ausstellung der Handwerke und Künste, die in Volterra ansässig sind, wie traditionelle Schneiderei, Malerei, Eisenschmiede und vor allem Alabaster-Arbeiten.
Wir sind dann noch durch die Gassen der Stadt geschlendert, haben dies und das eingekauft, die eine eine oder andere Flasche Wein fiel noch in die Tasche und die beste Ehefrau von allen hat auch endlich den einzig wahren und echten Aceto Balsamico gefunden! Das, was Banausen wie ich als eine Mischung aus Essig und Motorenöl bezeichnen würden, ist natürlich hier in der Toskana das Nonplusultra der (ab)gehobenen Küche. Der Literpreis ist hoch dreistellig, zum Glück gibt es kleinere Gebindegrössen, aber die von mir gekauften Rotweine haben vor Neid ihre Farbe verloren 😢
Einen Bäcker haben wir in den engen Gassen auch noch gefunden und für Abends dunkles Pane Rustica mitgenommen. Jetzt noch Tomaten und Mozzarella, einen guten Chianti und fertig ist das abendliche Glück.
Im L´Incontro gab es noch Cappuccino, köstliche kleine Brötchen mit Kochschinken, sowie eine volterranische Focaccia Variante. ![]()
Solcherart geistig und gastronomisch erfüllt, sind wir zurück zum Bob, um unsere Reise fortzusetzen. Man kann auf dem genannten Womo-Stellplatz aber auch übernachten, es gibt Strom(gegen Münzeinwurf) und Entsorgung. Die Tageskarte kostet 15,- Euro.
Eine Anmerkung noch zur Route: sowohl Sygic, als auch Google führen einen durch den Stadtrand und über den Berg, wenn man auf die SP 68 Richtung San Giminiano will - aber das ist der Killer! Auf halber Strecke und ganz oben im Ort, da, wo die üblichen Serpentinen sind, kommt eine steile Spitzkehre, die selbst mit einem 6-Meter Womo nicht in einem Zug zu schaffen ist
. Und die Fahrbahn ist so schmal und steil, dass man auch nicht ausholen kann. Wir sind im fließenden Verkehr und mit durchdrehenden Vorderrädern stecken geblieben. Ich musste zweimal mit viel scusi und perdone zurücksetzen und die Hofeinfahrt eines Anwohners missbrauchen, um genug Anschwung zu erzeugen. Wir haben mit beiden Vorderrädern Lange Donut-Streifen in den Asphalt gemalt mit Gummiqualm und allem, was dazu gehört 🏎️🚨🚧⚙️🌚
Das ist mir so noch nie passiert 😔. Für die dortigen Anwohner scheint das aber Alltag zu sein, deren Reaktion auf meinen Stunt war auffallend gelassen 😒
Was mich doch sehr verwundert, ist, das sowohl Google, als auch Sygic diesen Weg angezeigt haben und auch in diversen Foren und Facebook Accounts niemand dieses Hindernis nicht erwähnt. Vielleicht sind wir doch falsch gefahren? Eine andere Ausschilderung haben wir nicht gesehen 🫠👺
Gruß mit 3 mm Restprofil auf den Vorderschlappen
Steuermann
Wir haben heute Morgen bei CP Le Calanchiole ausgecheckt, für 4 Übernachtungen haben wir 220,- Euro bezahlt. Dann gemütlich nach Piombino auf die Fähre, sehr lustige Fährüberfahrt, da es auch diesmal wieder ein Pieps- und Hupkonzert gab von den Alarmanlagen unerfahrener Pkw-Besitzer, die nicht wissen, wie man diese Diebstahlwarnanlage abschaltet, diese Systeme aber jede Schiffsbewegung als Täterzugriff interpretieren und dann das tun, was sie sollen.
Unser Tagesziel nach der Ausschiffung war Massa Marittima, ca 45 Minuten ins Landesinnere. Sehr schöne, mittelalterliche Stadt in der Maremma mit einer grandiosen Piazza Garibaldi und einer romanischen Kirche aus dem elften Jahrhundert.
Auch dieses Städtchen ist recht schnell erkundet, die Museen haben wir ausgelassen, stattdessen ein kleines Mittagessen im Tre Arche, siehe die hellen Sonnenschirme auf obigem Foto.
Es gab Zuppa di Contadino, ein traditioneller Gemüsetopf - sehr lecker. Und eine ganz normale Pizza Salame, auch überraschend gut. Überraschend war auch die ausgesprochen moderate Preisgestaltung. Die große Flasche Frizzante kostete 2,50, die Pizza 6 Euro. Und das auf dem zentralen Platz einer nicht ganz touristenfreien Stadt ![]()
In der Marina von Portoferraio haben wir noch ein dezentes, zweites Frühstück genommen, bestehend aus einem Obst-Smoothie und Porchetta-Tapas. Zusammen mit Aqua Frizzante und einem normgerechten Cappuccino genau die richtige Kleinigkeit, um dabei Luxusyachten beim Einparken zuzusehen.
Dann wieder zurück zu Bob, Klamotten aus und den Rest des Sonnentages an die Spiaggia. Dort erschallt etwas später ein Muschelhorn und aus der Nachbarbucht taucht ein umgebautes Tretboot auf, das von einem Einheimischen gerudert wird. Heißen die Einheimischen eigentlich Elbaner? Oder Elbanesen? Oder Elben?
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Auf jeden Fall setzt der recht betagte Zausel sein eigenartiges Gefährt gekonnt auf den Strand und klappt seine Auslagen auf: er ist ein Schmuckhändler, der aus allem, was er auf und unter dem Meer findet, Schmuck bastelt und nun der weiblichen Strandbevölkerung anbietet. Eine clevere Geschäftsidee, finden wir beide.
Der Tag geht zu Ende mit der Sichtung und Verarbeitung von Resten aus Kühlschrank und Vorratskammer. Dazu der mittlere Rosso di Montepulciano aus Post #41 dieses Blogs
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Ein guter Tropfen, der nicht in der Kehle schwefelt und den Bauch schön warm macht
. Das Wärmegefühl wird noch durch die Nachricht verstärkt, dass bei uns daheim 17 Grad bei anhaltendem Regen vorherrschen.
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Gute Ruh
wünsche ich euch
Steuermann
Heute war unser letzter Tag auf der Insel, morgen bringt uns die BluNavy Fähre wieder aufs Festland. Da ein Elba Trip unvollständig ist, wenn man dem Grand Empereur nicht seine Aufwartung gemacht hat, fuhren wir nach einem frugalen Frühstück zur Villa San Martino, der Residenz des Exkaisers , der für 100 Tage Regent oder König oder Generaldirektor-Präsidentenvorsitzender war. Für einen wie Bonaparte natürlich viel zu wenig, wie man auch am popeligen Zweitwohnsitz erkennen kann
Das Beste an dieser Geschichte ist, dass er in diese Übergangsbude nicht etwa Josefine, oder zwei scharfe Inselbräute mitgenommen hat
, sondern zwei seiner loyalsten Generäle
. Wie war der denn drauf? Da gönnt man ihm schon mal hundert Tage Fronturlaub und er weiß nix besseres damit anzufangen, als mit seinen Ordens-Homies neue Sandkasten-Feldzüge auszuhecken ![]()
Aber Ehre, wem Ehre gebührt, nebenbei hat er auch noch auf die Schnelle die ganze Insel renoviert, neue Orgastrukturen eingezogen und eine bis heute funktionierende Verwaltung installiert. Unter anderem deshalb sieht Portoferraio heute so aus, wie es aussieht. Da kann man sich schon mal das eigene Standbild auf den eigenen Fussspüler stellen
Moin, Lutz,
Verstehe ich das richtig? Nach weniger als drei Jahren sind die Beleuchtungen an eurem Siesta marode? Wäre das nicht noch ein Thema für Gewährleistung oder Kulanz?
Und Hella (du meinst vermutlich Hella?) vertreibt keine Leuchten mehr, die noch vor drei Jahren ab Werk verbaut worden sind??
Ich würde mal mit Hobby und Hella, bzw. Deinem Händler Kontakt aufnehmen.
Gruß
Steuermann
Capoliveri selbst lohnt sich sehr und kann zu Fuß erwandert werden, wenn man es geschafft hat, ohne den Verlust von Körperteilen oben anzukommen. Mit dem Roller haben wir dann auch hier wieder die Möglichkeit, bis in den Ortskern hinein zu fahren, die Pkw müssen weiter unten die Parkplätze aufsuchen. Capoliveri ist ein sehr schönes, kleines, steiles, enges Bergdorf, das aber mittlerweile auch sehr vom Massentourismus lebt - und auch darunter leidet.
Wer eine liebevolle Beschreibung dieses Ortes und seiner Geschichte lesen möchte, dem empfehle ich das Buch „ Ein Haus für viele Sommer“ von Axel Hacke.
Wir sind nach einem Stadtrundgang und dem obligatorischen Cappuccino mit dem Roller die andere Bergseite heruntergefahren nach Straccoligno, dort gibt es am Strand ein Restaurant namens Bel Mare. Das Bel steht für die Aussicht, das Mare für den 🐟. War ein Tipp aus Trip Advisor. Nach einer geteilten Vorspeise hatte wir einen Thunfisch in krossem 🥓 porchetta Mantel und einen ausgezeichneten Branzino, also einen gegrillten und filetierten Wolfsbarsch. Deliziös! Da wir beide unsere Portionen nicht ganz geschafft hatten, musste noch ein Nachtisch her. Es gab hausgemachtes Tiramisu für seine Lordschaft und Pannacotta mit Karamellsosse for her Ladyship. Das Essen war weiß Gott nicht billig, aber sehr, sehr gut. Fischessen hätten wir somit auch von der Toskana- Todo-Liste gestrichen
.
Da wir in der Hitze des Nachmittags losgezogen sind und nicht die geistige Transferleistung erbracht hatten, dass es beim Verlassen des Restaurants bereits dunkel und kühl sein würde, standen wir mit vollgeschlagenem Bauch, aber ohne angemessene Oberbekleidung vor dem Roller, bzw. der Rückfahrt. Und es war dunkel. Und es war kühl. So hat der Steuermann sich von seinem Oberhemd getrennt und es der besten Ehefrau von allen angezogen, welche nur „das kleine, schwarze“ anhatte 🥶 🥶
Das muss ein ebenso großartiger, wie verstörender Anblick für den entgegenkommenden Verkehr gewesen sein: zwei halbnackte Bekloppte, die auf einem feuerroten Roller den Berg herunterrasen, er im Piraten-Feinripp und sie in einem flatternden, offenkundig gestohlenen Herrenoberhemd. Als wenn ein Pirat eine Nonne mit einer Vespa entführt. Fertige Szene aus einem Louis de Funés Streifen ![]()
Nur leicht schaudernd sind wir am Bob angekommen, bei den Backzutaten in der Womoküche haben wir noch eine kleine Flasche Chantré gefunden, die schraube ich mir jetzt in den Hals und dann wird mir wieder warm
.
Gute Nacht
Wünscht sich und Euch der
Steuermann
Heute wieder gutes Wetter und ein wunderbarer Tag!
Wir sind heute vor dem Frühstück schnorcheln gegangen und haben beide Buchten und „ Kaps“ abgetaucht. Da wir am Vorabend auch nicht im Fischrestaurant waren, hatten auch ausreichend viele Riffbewohner überlebt und konnten von uns beäugt werden.
Für den Nachmittag hatten wir eine Stadtbesichtigung in Capoliveri geplant, wir mussten nur noch entscheiden, ob per Fahrrad, oder zu Fuß. Ein genaues Studium des Höhenprofils gab dann den Ausschlag: wir nehmen den 🛵
![]()
Der Weg hoch in den Ort hat eindrücklich gezeigt, wie richtig diese Entscheidung war. Wirklich steile Serpentinen, es gibt nur diese eine Straße und die müssen sich alle Verkehrsteilnehmer teilen
. Da es in Italien allgemein und auf Elba im Besonderen wirklich nichts gibt, was sich auch mit viel Wohlwollen als Radweg bezeichnen liesse, halte ich es für schlichtweg lebensgefährlich, hier als Biobiker den rechten Schlagloch-Rand zu bevölkern. Die Strecken sind teilweise so steil, das Du schieben musst und dann wirst Du unweigerlich die Beute von Ernesto, dem Lancia-Treiber, oder Luigi, dem Müllwagen-Fittipaldi. ![]()
Das dies nur leicht übertrieben ist, kann ich dadurch beweisen, dass man hier locker 5 bis 8 mal am Tag das Didadiidaa der hiesigen Notarztwagen und sonstigen Schandkarren hören kann. Und ich gehe jede Wette, das in deren Innerem keine Herzinfarkte und Lebensmittelvergiftungen liegen, sondern Verkehrsopfer vom Asphaltpeeling bis zum Polytrauma.
Also lieber unauffällig im Verkehr mitschwimmen, sich dem italienischen „Fluid Drive“ anpassen während die Sozia mit geschlossenen Augen Gebete in den azurblauen Himmel schickt ![]()
Moin, zusammen, liebe Foristen und Admins,
Ich habe seit 2-3 Tagen ein Einwahl- oder Einlogg-Problem, von dem ich nicht weiß, ob es selbst gemacht ist ( meine Einstellungen am IPad), oder ob es die Website ist: wenn ich auf den hinterlegten Startbildschirm vom Forum gehe und auf Anmelden klicke, rauscht der Login einmal durch und es passiert nichts. Die Felder für Name und Passwort werden nicht angezeigt.
Scrolle ich weiter runter bis zu den letzten Beiträgen, kann ich einen davon anwählen. Erst, wenn ich einen solchen, alten Beitrag angewählt habe, wird die Anmeldefunktion oben rechts aktiviert und es erscheint auch das Feld mit Name und Passwort .
Woran könnte das liegen?
Gruß und Dankeschön
Steuermann
Heute war ein schöner Tag und wir haben tatsächlich so gut wie nichts gemacht
.
Erst mal frühschwimmen, dann Espresso, dann extra langsam mental aufs Frühstück vorbereitet - Yogastellung „ sitzender, älterer Herr“👴
Ohne Hektik habe ich dann der besten Ehefrau von allen den Strandgang bewilligt und bin dann mit angemessener Verzögerung nachgekommen - Schnorchelsachen allerdings anbei, denn das haben wir heute doch noch unternommen: einmal die Felsenriffe und eine Höhle am Kap zwischen unserem CP und dem angrenzenden Lido di Capoliveri abschnorcheln.
Und das hat sich überraschenderweise sehr gelohnt ! Erstaunlich viele große und kleine 🐠 🐟 verschiedener Arten. Damit hatten wir an einem so belebten und beliebten Badeplatz nicht gerechnet
Nach geziemender, gegenseitiger Bestaunung haben wir uns von den Fischen verabschiedet und noch etwas in die Septembersonne gelegt.
Wir hatten dann zunächst geplant, in einem Restaurant in Capoliveri die Verwandten der zuvor besuchten Fische zu verspeisen. Die Fahrt nach Capoliveri dauert mit dem 🛵 fünf Minuten, mit dem 🚲 20 und uns wegen des angekündigten Wetters (Gewitter) zu lange.
Also den Hinterausgang zum Nachbarstrand genommen, dort in die Strandbar und ein gepflegtes Forst vom Fass genossen und dann bei langsam einsetzenden Regen unter der Bob Markise Wurst vom Markt geschnitten, Pecchorino-Käse vom fahrenden Händler ( kommt hier auf den Campingplatz) und warmes Brot 🥖 mit etwas Salat und weiteren Morettis verspiesen.
Alles in allem haben wir unser Ziel, möglichst nichts zu tun, eingehalten, finde ich
.
Gruß
Steuermann
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