Aufbaubatterie wird im Fahrbetrieb nicht geladen

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  • Hallo Tolar,

    die Idee ständig den Messshunt zurückzusetzen ist keine soooo gute Idee.

    Aus den Foren und langer Diskussion mit einem FIAT Techniker weiß ich das für den Zeitraum in dem sich der Messshunt wieder die Werte holt das BMS sich quasi im Notlauf befindet und einige Funktionen dann ausbleiben.

    Dazu zählt z.B. die Regeneration des DPF.


    Der Ansatz ist im Grunde aber richtig falls du das BMS des Fahrzeugs beeinflussen möchtest was ich aber wiederum für eine schlechte Idee halte.


    Hier mal eine möglicher Änderungsvorschlag damit dein Umbau zuverlässig

    , ohne Irritation der Fahrzeugelektronik, funktioniert. Das geht nämlich auch ohne zurücksetzen des Shunt's.


    Du baust in die Plusleitung des Shunt's (dickere Leitung) eine Schottky Diode ein.

    An dieser Diode fallen 0,4V Spannung ab was dazu führt das der Messshunt anstatt z.B. 12,5V an der Starterbatterie nur 12,1V sieht und dem BMS damit mitteilt die Spannung um genau diese 0,4V anzuheben. Von diesen Dioden kannst du beliebig viele in Reihe schalten um die Spannungsdifferenz deinen Wünschen anzupassen.


    Der Vorteil dabei, deine StartStop funktioniert noch und das BMS geht nicht in Störung.


    Wir wissen aber alle das es immer 2 Seiten der Medaille gibt und sich man mit solchen Veränderungen meist andere Probleme einbaut.

    In diesem Fall wird die Spannung auf dem gesamten Regelbereich um diese Spannungsdifferenz angehoben was dazu führt das im Schubbetrieb die maximale Spannung anstatt auf 14,9V auf 15,3V steigt was wiederum schlecht für die Steuergeräte ist. Wenn du jetzt aber dein spannungsgeführtes Relais nimmst und die Diode ab 14V aufwärts überbrückst hättest du das Problem gelöst. So hättest du unter 14V,.... 0,4V mehr und über 14V den ursprünglichen Zustand.


    Das Relais sollte allerdings unter 14V ein öffner (NC) sein und die Schaltung muss an Zündungsplus angeschlossen werden. Das hat gleich mehrere Vorteile:

    1. Ohne Zündung wird die Diode überbrückt und es ändert sich nichts.

    2. Im Ruhezustand misst der Shunt unter ganz normalen Bedingungen den Zustand der Batterie.

    3. Sollte deine Schaltung defekt sein hast du den Normalzustand und somit kein Risiko für einen Defekt.

    4. Ab Start wird sofort der Spannungsabfall über die Diode gemessen.


    LG Kurt

    Optima Ontour Editon V65GQ 2020

  • Danke, Kurt!


    Das sind sehr wertvolle Hinweise. Ich bin gerade unterwegs und werde das zuhause durchdenken.

    Ich werde daheim auch mein Multiecuscan einmal parallel anschließen, um Fehlereinträge zu loggen. Aktuell startet mein System nur beim Start, nachdem erstmalig Zündungsplus anliegt. Wenn es das erste Mal geregelt hat (also 1x aus und dann wieder ein), wartet es auf den nächsten Neustart. Bisher hat es die weder Start-Stopp gestört - immer verfügbar - noch die MKL zum Leuchten gebracht.


    Insoweit hoffe ich beim derzeitigen Setting, dass auch der DPF noch kein Signal zur Regeneration bekommen würde, da wir ja in der Kaltstartphase arbeiten. Das von mir angedachte Takten könnte allerdings in der Tat toxisch sein, wenn ich es umsetze.


    Die Idee mit der Diode ist nicht schlecht - danke an der Stelle für Deine Gedanken zum Abfangen der Spannungsspitzen.


    LG Peter


    PS:


    Was für alle LIFePO4 Fahrer auch sinnvoll sein könnte - ich habe bei mit den Votronic-Standby Lader Pro zusätzlich verbaut. Der lädt in einem definierten Spannungsbereich der LiFePO (immer wenn Solarertrag & Batterie gut gefüllt) und schaufelt mit dann bis zu 8A in die Starter und lädt diese nach. Durch die Logik des StandBy regelt der den Strom ab, wenn die Starter voll wird. Ergebnis: Selbst wenn die Starter ein schwächelt, bekommt Sie bei Sonne und relativ voller LiFePO ihre Volladung.


    Das hatte ich schon vor der Modifikation am BMS eingebaut. Nun würde ich es vermutlich nicht mehr brauchen, gibt aber Sicherheit.

  • Hallo Peter,


    Das hatte ich schon vor der Modifikation am BMS eingebaut. Nun würde ich es vermutlich nicht mehr brauchen, gibt aber Sicherheit.


    Das ist umgekehrt. Wenn du den Stanbylader richtig konfigurierst benötigst du die Modifikation am BMS nicht mehr.

    Im Moment lädst du mit dem Standbylader und wahrscheinlich auch noch mit Landstrom und Solar deine Starterbatterie ständig auf die dann natürlich immer gut gefüllt ist.


    Wenn du nun dein Fahrzeug startest überträgt der Messshunt genau diese Daten (die letzten 5 Tage). Das bedeutet dein BMS bekommt immer die Meldung das die Starterbatterie bereits gut gefüllt ist und stellt somit die Ladung über die Lichtmaschine ein.


    Da das BMS dem PID Algoritmus folgt wird dann sogar die Ladekurve nach unten optiemiert da die Starterbatterie ja voll ist ohne das das BMS etwas dazu beigetragen hätte. Das sind immer nur ganz kleine Optimierungen die aber sein müssen da das BMS unterschiedliche Umstände wie z.B. Sommer/Winter berücksichtigen muss.


    Das sorgt dann dafür das eure Fahrzeuge die Ladespannung auf bis zu 12,2V abregeln.


    Lösung: Alle Fremdspannungsquellen wie z.B. Solar und Landstrom auf die Starterbatterie verhindern. Dann dein Standbylader am Ausgang auf 12,5V einstellen. Das sorgt dafür das die Starterbatterie immer genug Leistung hat und nicht in der Sulfatierungszone landet. da das BMS für die Starterbatterie ein Zielwert von 12,8V hat würde beim Startvorgang immer die Meldung übermittelt werden das die Starterbatterie geladen werden muss. Damit wäre das Problem dann gelöst. Du wirst dann auch während der Fahrt keine Spannungen mehr unter 12,8 - 13.0V sehen.


    Allerdings korrigiert sich das BMS sehr langsam. D.h. den Erfolg wirst du erst

    nach ca. 20 Betriebsstunden sehen. Du brauchst also ein wenig Geduld.


    Ich selber habe das Problem nicht da meine Starterbatterie weder mit Landstrom noch mit Solar geladen wird. Unser WOMO kann 6 Wochen stehen ohne das es nicht mehr anspringt. Allerdings ist unsere Starterbatterie beim abstellen auch immer mit 12,8V auf 100% geladen.


    Gruss Kurt

    Optima Ontour Editon V65GQ 2020

  • Danke Kurt für diese Hinweise. Sie klingen sehr logisch. Die Starter wird nur über den StandBy geladen. Den kann ich in der Ausgangsspannung einstellen. Mir scheinen 12,5 Volt dafür relativ wenig. Eigentl. möchte ich da 12,8 in Ruhe sehen. Damit könnte ich leben.


    Ich bin in der Batteriechemie nicht gut bewandert, aber wird die Starter als AGM nicht nur mit 14,7 die 100% erreichen?


    LG Peter

  • Hallo Peter,


    Ich bin in der Batteriechemie nicht gut bewandert, aber wird die Starter als AGM nicht nur mit 14,7 die 100% erreichen?


    Dafür ist das BMS des Fahrzeugs zuständig. Bei uns sehe nach Motorstart in der Regel irgendwas mit 14V+. Umso voller die Batterie wird umso weiter sinkt dann die Spannung bis auf ca.12,8-13.0V (Batterie voll). Dein Standbylader soll nur verhindern das die Batteriespannung soweit sinkt das du das Fahrzeug nicht mehr starten kannst und die Batterien durch Sulfatierung nicht schneller altert. In der Regel ist bei unseren Fahrzeugen auch keine AGM sondern eine EFB Batterie verbaut. Diese hat in Ruhe ein anderes Spannungsniveau als AGM.


    Hier mal der Link zu Wiki zum schmökern:


    Wenn dir 12,5V zu wenig sind dann stell den Stanbylader auf 12,6V.

    Ich würde ihn sowieso schaltbar machen damit er nicht ständig in Betrieb ist.

    Du kannst das ja ausprobieren und hier danach mal deine Erfahrungen mitteilen.


    Wie gesagt. wir haben sowas nicht und werden es wahrscheinlich auch nicht brauchen. Länger als 4 Wochen steht das Teil eh nicht ohne es zu bewegen.


    Gruss Kurt

    Optima Ontour Editon V65GQ 2020

  • Danke :)

    Ja, schaltbar ist er schon verbaut, im Stand habe ich die Kontrolle, während der Fahrt wird er über D+ abgeschaltet.

    Ich habe den jetzt mal so eingestellt wie vorgeschlagen und die Ladeschaltung von mir auch deaktiviert. Morgen fahren wir weiter, bin gespannt.

    Freue mich sehr über den Austausch!

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