Gasherd - Flammwächter

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  • Hallo Lars,

    was die Versicherung betrifft:

    Relevant wird es erst, wenn gasführende Verbindungen gelöst oder verändert werden. Das ist hier nicht der Fall.

    Und zu deinem PS:
    Das mit den Pferden kenne ich tatsächlich – ich war viele Jahre derjenige, der den Reitern die „Rezepte“ überhaupt ausgestellt hat: als Ausbildungsleiter und IHK‑Prüfer für Gas‑/Wasserinstallateure, Heizungsbauer, Rohrnetzbauer, Hochdruckrohrschlosser und Anlagenmechaniker.

    Genau deshalb kann ich die Funktionsweise dieser Sicherheitseinrichtungen sehr gut einschätzen.


    Gruß Erich

  • Hallo Zusammen ,

    jeder muss wissen was er tut ! Wenn so etwas wie Arbeiten an einem Gasherd hier diskutiert wird, ist es immer gut und vernünftig auf die Grenzen hinzuweisen !

    Ich mache alles selber an allen meinen Fahrzeugen ( außer Lackierarbeiten !)

    Ich habe kürzlich sogar eine Anhängerdeichsel eines Doppelachser 2 to Anhänger geschweißt, alles vorher mit dem TÜV besprochen und geklärt - nachher wurde alles seitens der Dekra geprüft, dokumentiert- fertig ! Plakette !

    Mir ist es auch wohler wenn Leute im Zweifel es besser sein lassen - aber deshalb sind ja solche Foren so wichtig , denn man trifft ja auch Fachleute und kann mit denen prima diskutieren!

    @ Erich : IHK Prüfer bin ich auch , allerdings für Fachinformatiker Systemintegration 😁 war die Woche schon tätig 👍

  • Hallo Zusammen,

    gestern habe ich mir unseren Dometic Herd CE 51 BL-1797 vorgenommen, ich dachte zuerst es sind die Flammwächter , daher habe ich sie ausgebaut und durchgemessen - sie bringen die nach Vorgabe gewünschten 15-25 mVolt - also sind sie nicht die Übertäter und wurden sofort wieder eingebaut.


    Zur Funktion der Flammwächter, sie bestehen aus einem Material welches bei erhitzen eine Spannung abgibt - ähnlich einer Solarzelle , die bei Licht eine Spannung abgibt .

    Man prüft mit einem geeigneten Multimeter mit DC mV Spannungsbereich, schließt die Meßspitzen an den zwei Kontakten an - es sollte 0 mV erscheinen , dann erhitzt man die Spitze des Flammwächters mit einem Feuerzeug - die Spannung sollte in ca 3-5 sekunden auf mindestens 15 - 25 mV ansteigen - abkühlen dauert etwas länger , so 7 sek .


    Nach ein wenige weiterer Recherche im Netz wurde darauf hingewiesen das die Freigabe erst erfolgt wenn man den Gasregler eine Mindeststrecke heruntergedrückt hat und genau da lag der Hase im Pfeffer - die Ventile benötigen wohl mit dem Alter den vollen Weg um das Magnetventil vorzuspannen und einzurasten - dieser Weg ist zu einem Bruchteil eines Millimeters nicht mehr gegeben oder die Welle des Ventils hat sich ein ganz klein wenig in den Kunststoffknopf hineingearbeitet - quasi es fehlt ein winziges Stückchen Weg der Ventilwelle - ich habe jetzt in den Kunststoffknopf ein bisschen Alupapier eingelegt ( ca. 0,3-05 mm dick) und nun funktioniert das Ventil wie am ersten Tag - auch die Abschaltung wurde geprüft ( bevor es wieder zu Bedenken kommen sollte)


    Eventuell hilft das ja dem einen oder anderen von euch der sich eine solche Reparatur zutraut - ein Flammwächter kostet rund 50 € und da lohnt das genauere Prüfen schon :) und funktionierende Komponenten auszutauschen ist ja wertlos.


    P.S. ich habe alle Kontakte auch vorsorglich mit Kontaktspray behandelt , denn bei dieser geringen Spannung sind Kontaktprobleme ein K.O. Kriterium

  • Hallo H.Joachim,

    deine Lösung mit der eingelegten Alufolie ist für den Moment völlig nachvollziehbar und erklärt auch, warum der Kocher wieder funktioniert. Auf Dauer ist das aber eher eine provisorische Variante, weil die Folie sich mit der Zeit zusammendrücken oder verschieben kann. Dann hast du das gleiche Problem irgendwann wieder.

    Der eigentliche Auslöser ist der verschlissene Kunststoffzapfen im Bedienknopf. Das kommt bei den älteren Cramer/Dometic‑Kochern tatsächlich öfter vor. Wenn dort ein paar Zehntelmillimeter fehlen, rastet das Magnetventil nicht mehr zuverlässig ein, genau so, wie du es beschrieben hast.

    Ein neuer Knopf kostet nicht viel und stellt den korrekten Hubweg wieder her. Damit bist du langfristig auf der sicheren Seite und musst nicht weiter improvisieren.

    Gruß Erich

  • Hallo Erich, klar wird das mit den Knöpfen professioneller erledigt - es hat mich auf der letzten Tour geärgert und gestern war kurzfristig etwas Zeit um sich darum zu kümmern und den Fehler genauer zu analysieren - ich schau mir die Knöpfe dazu noch mal genau und und werde ggf. eine Einlage aus Kunststoff drehen oder wenn das nicht so einfach möglich ist ein paar Neue bestellen :)


    Mein Hauptanliegen dabei ist das nicht losgerannt wird und ohne Prüfung neue Flammwächter gekauft werden , denn diese finde ich relative teuer.


    Hallo Steuermann,

    leider habe ich keine Fotos gemacht, aber es war wirklich einfach

    - zuerst die Gasversorgung des Kochfelds am Gasverteile absperren ( nur zur Sicherheit)

    -die zwei Schrauben der Brennerabdeckung herausschrauben und den Brenner abheben

    - die Klammer des Flammwächters vorsichtig mit einem kleinen Schraubendreher noch oben ab hebeln und entfernen

    - die vier Schrauben der Edelstahlkochmulde herausdrehen und die Kochmulde vorsichtig anheben , bitte ganz vorsichtig ohne Gewalt , die Leitung hat etwas Spiel und das kann man nutzen - ich habe ein paar kleine Holzklötzchen zwischen Kochmulde und Anrichte geklemmt

    - der Flammwächter kann nach unten herausgenommen werden

    - das Kabel des Flammwächters ist mit einem runden Stecken einfach hinten auf das jeweilige Gasventil gesteckt - einfach nach hinten abziehen

    - dann hat man den Flammwächter in der Hand - für den Fall das man dann doch einen Neuen benötigt unbedingt die Länge des Anschlusskabels beachten

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