Beiträge von Griffon

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Feiertag?

    Hallo allerseits,

    ich bin kein Jurist, aber die Begründung der Werkstatt mit den angeblich hohen Versicherungskosten wegen der Standzeiten wirkt für mich nicht wirklich überzeugend. Aus meiner Sicht entsteht die Haftung einer Werkstatt nicht automatisch nur dadurch, dass ein Fahrzeug bei ihr steht. Entscheidend ist doch immer, ob eine Pflicht verletzt wurde und ob die Werkstatt das Fahrzeug so behandelt, wie es branchenüblich und zumutbar ist.

    Im Zusammenhang mit dieser Frage gibt es auch ein Urteil des OLG Hamm vom 06.12.2024 (9 U 196/23). Das zeigt, dass die Haftung einer Werkstatt nicht automatisch greift, sondern immer von den konkreten Umständen abhängt. Mehr lässt sich daraus aber nicht ableiten – vor allem nichts, was die Preisgestaltung oder Versicherungsbeiträge einer Werkstatt betrifft.

    Vielleicht können das die Juristen unter uns besser einordnen, ich lasse mich da gerne belehren.


    Gruß Erich

    Hallo allerseits,

    natürlich gibt es Fahrer, die mit ihrem rollenden Ferienhaus nicht so souverän umgehen, wie man es sich wünschen würde. Aber daraus gleich eine generelle Fahrtauglichkeitsprüfung für Wohnmobilisten abzuleiten, ist ungefähr so sinnvoll wie die Forderung, nach einem schief geparkten Einkaufswagen die gesamte Kundschaft auf Parklinien‑Schulung zu schicken. Unsichere Lenker gibt es überall – im Kleinwagen, im SUV, im Lieferwagen, quer durch alle Altersgruppen. Das Wohnmobil fällt nur stärker auf, weil es groß ist und jeder Schlenker wirkt, als hätte die Erdrotation kurz ausgesetzt.

    Dabei haben viele Wohnmobilfahrer längst ein Assistenzsystem, das jede Elektronik übertrifft. Ein älterer Wohnmobilfahrer kommt zur Fahrtauglichkeitsprüfung.
    Der Arzt fragt: „Haben Sie Probleme beim Lenken?“ Der Mann lächelt: „Nein, ich habe eine moderne Lenkhilfe.“ Der Arzt: „Welche denn?“ Der Mann: „Meine Frau. Sie ruft immer ‚Links! Rechts! Pass auf!‘ – da kann man gar nicht falsch lenken.“

    Bevor jetzt jemand eine neue Vorschrift daraus bastelt – duck und weg. ;)

    Gruß Erich

    Hallo Steffen,

    ich glaube, der Kern des Durcheinanders liegt an deiner Formulierung in der Eingangspost. Du hast dort „Blitzeinschlag“ erwähnt – und damit ein Thema angesprochen, das technisch überhaupt nichts mit einem PRCD‑Zwischenschalter zu tun hat.

    Der PRCD schützt bei Fehlerströmen, aber nicht bei Blitzschlag oder Überspannungen. Wenn du eigentlich etwas anderes gemeint hast, z. B. Schutz vor Netzfehlern am Campingplatz, dann wäre es gut, wenn du das klarstellst. So wie es formuliert war, konnte man nur verstehen, dass du den PRCD als Blitzschutz einordnest, und genau das hat die Diskussion in die falsche Richtung gezogen.


    Gruß Erich

    Wärmeabgabe der beiden Geräte ist

    Hallo Walter,

    bei deiner Box ist das Verhalten völlig normal. Diese thermoelektrischen Modelle laufen eben ständig und geben dabei kontinuierlich Wärme ab. In einer geschlossenen Garage merkt man das sofort, weil sich die warme Luft dort sammelt und nicht weg kann. Die Kompressorboxen arbeiten da ganz anders: Die schalten sich nur gelegentlich ein, kühlen effizienter und heizen die Umgebung nicht so stark auf. Genau deshalb wirkt deine Garage mit der jetzigen Box so warm.


    Gruß Erich

    Ich mag die italienische Denkweise. Und FIAT steht ja unter anderem auch für Fantastische Ideen aus Turin.

    Hallo Steuermann,

    beim Ducato merkt man sofort, wofür FIAT eigentlich steht: Für Italiener Ausreichende Technik. Nicht überperfektioniert, nicht überkonstruiert, sondern genau so viel, wie es braucht, damit alles läuft. Und genau so ist auch die ASR‑Geschichte gestrickt.

    Der Knopf leuchtet, wenn man etwas deaktiviert hat, das Tacho‑Symbol meldet sich nur, wenn wirklich etwas passiert, und der Rest funktioniert nach dem Motto La Vita è Bella. Wir Deutschen würden wahrscheinlich noch drei zusätzliche Kontrolllampen und ein Diagnosemenü erwarten – aber der Ducato bleibt entspannt und macht’s auf seine typisch italienische Art.

    Am Ende funktioniert alles genauso, wie FIAT – Für Italiener Ausreichende Technik – es vorgesehen hat. Nicht wie wir’s erwarten, aber genau dieser pragmatische Charme macht den Ducato aus. ;)


    Gruß Erich

    Hallo zusammen,

    zu dem Thema Faradayscher Käfig beim Wohnmobil und der Frage, wie gefährlich ein Blitzeinschlag wirklich ist, passt dieses Video sehr gut:

    Blitzeinschlag im Camper – das passiert wirklich: https://youtu.be/1pK6NztDdpQ

    Der Clip zeigt sehr anschaulich, was bei einem Einschlag passiert und bestätigt vieles, was hier bereits gesagt wurde:

    • Ein Wohnmobil ist kein vollständiger Faradayscher Käfig, besonders wenn Dach oder Aufbau aus GFK bestehen.
    • Die Fahrerkabine bleibt der sicherste Bereich, weil dort die metallische Struktur den Blitz ableiten kann – selbst wenn das Dach teilweise aus GFK besteht.
    • Der Wohnaufbau kann Schaden nehmen, aber für die Insassen besteht kein hohes Risiko, solange man sich im Fahrerhaus aufhält und Metallteile meidet.

    Gruß Erich

    Hallo Stefan,
    ich glaube, unsere Beiträge haben sich ein wenig überschnitten.

    Zu deinem Punkt mit dem GFK‑Dach: Auch wenn das Dach der Fahrerkabine aus GFK besteht, bleibt die Kabine durch die metallischen Säulen, Rahmen und die restliche Struktur weiterhin der sicherste Bereich. Das GFK‑Dach selbst leitet zwar nicht, aber die metallische Umgebung übernimmt die Ableitung.
    Damit gilt die Aussage zum Schutz im Fahrerhaus weiterhin. Ich hoffe, das hilft dir weiter.

    Gruß Erich

    Hallo allerseits,

    Steuermann hat recht: Es gibt keine bekannten Fälle, in denen jemand im Wohnmobil vom Blitz erwischt wurde.

    Das liegt aber nicht daran, dass der Aufbau ein Wunderwerk der Blitztechnik wäre. Sondern schlicht daran, dass GFK nicht leitet und der Blitz sich lieber ein besseres Ziel sucht.


    Die Elektrik kann’s trotzdem zerlegen, und der Aufbau kann auch Schaden nehmen. Für die Insassen ist das Risiko extrem gering – aber harmlos ist ein Gewitter natürlich trotzdem nicht.

    Gruß Erich

    Hallo allerseits, hallo H.Joachim,

    ein kleiner Einwand zu der Aussage von dir zur Maschenweite: Die genannten Werte sind technisch korrekt und beschreiben, welche Abstände in einem vollständig leitfähigen Blitzschutzsystem funktionieren können. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die gesamte Struktur elektrisch verbunden und durchgehend leitfähig ist.

    Beim Hobby Optima ist diese Voraussetzung nicht gegeben. Das GFK‑Dach unterbricht die metallische Struktur, und die Alu-Seitenwände bilden nur einzelne leitende Flächen, die nicht zu einem geschlossenen System gehören. Dadurch entsteht kein vollständiger Faradayscher Käfig, auch wenn einzelne Metallbereiche vorhanden sind.

    Ein Dachträger oder andere Metallteile können die leitenden Bereiche ergänzen, sofern sie elektrisch mit den Seitenwänden verbunden sind. Das verbessert die Ableitung etwas, ersetzt aber keinen geschlossenen Käfig.

    Für die praktische Gewittersituation bedeutet das: Die Fahrerkabine bietet den zuverlässigsten Schutz, weil sie als einzige vollständig metallisch geschlossen ist. Der Wohnmobilaufbau selbst bietet eine gewisse Abschirmung, aber keinen vollständigen Blitzschutz wie ein durchgehend metallisches Fahrzeug.


    Gruß Erich

    Hallo Steuermann,

    bei den Ducatos aus deiner Bauzeit – also auch bei deinem 2006er – ist die ASR noch ein recht einfaches System, das man per Knopf zu- oder abschalten kann. Viele lassen sie im Alltag eher aus, weil die Regelung damals noch recht deutlich eingegriffen hat und auf losem Untergrund schnell Leistung weggenommen hat. Das ist bei diesen älteren Modellen völlig normal und auch so vorgesehen.

    Bei den neueren Basisfahrzeugen sieht das inzwischen anders aus. Dort ist ASR fest ins komplette ESP‑Paket eingebunden und läuft praktisch immer mit. Abschalten ist entweder gar nicht mehr möglich oder nur in speziellen Fahrmodi. Die Systeme arbeiten heute deutlich feiner und fallen im normalen Fahrbetrieb kaum noch auf.

    Für deinen 2006er gilt aber weiterhin: ASR nutzt man je nach Situation. Auf nasser oder glatter Straße ist es sinnvoll, sie einzuschalten, weil sie das Durchdrehen der Räder verhindert. Auf losem Untergrund – Sand, Schotter, tiefer Schnee oder auch weichem Campingplatzboden – kann es dagegen hilfreich sein, ASR auszuschalten, damit man etwas mehr Schlupf bekommt und nicht sofort Leistung weggenommen wird.

    Kurz gesagt: Bei deinem Ducato ist es absolut in Ordnung, ASR nicht dauerhaft aktiv zu haben. Die modernen Fahrzeuge regeln anders, aber bei den älteren Modellen ist die manuelle Wahl je nach Fahrsituation genau das, was der Hersteller damals vorgesehen hat.

    Gruß Erich

    Hallo zusammen,

    ich greife die bisherigen Antworten mal auf, weil hier zwei Dinge durcheinandergeraten: Überspannungsschutz und Blitzschutz. Das sind zwei komplett unterschiedliche Baustellen.

    Der von Hamburger Hobby‑Schrauber verlinkte Eaton‑Stecker ist ein ganz normaler Schuko‑Überspannungsschutz. Der kann kleine Netzfehler abfangen oder Spannungsspitzen, die durch Schaltvorgänge entstehen. Für CEE ist der aber nicht gedacht und mit Blitzschutz hat das nichts zu tun.

    Zur Aussage „Damit stellst du sicher, dass kein Blitz über die 230V‑Leitung ins Womo gelangt“: Das klingt logisch, ist aber technisch leider nicht haltbar. Ein Blitz hat so extreme Energie, dass ein mobiler Zwischenstecker – egal ob Schuko oder CEE – überhaupt keine Chance hätte. Blitzschutz funktioniert nur über fest installierte Systeme mit Erdung, Ableitwegen und Potentialausgleich. Das gibt es weder an der Camping‑Säule noch im CEE‑Kabel und schon gar nicht in einem kleinen Adapter, den man zwischensteckt. So ein Gerät würde bei einem Einschlag schlicht sofort zerstört werden, bevor es irgendetwas „verhindern“ könnte.

    Was tatsächlich möglich ist: Im Wohnmobil fest verbaute Module, die vor Unterspannung, Überspannung durch Netzfehler oder Neutralleiter‑Problemen schützen. Die sind sinnvoll – aber auch die schützen nicht vor Blitzschlag.

    Unterm Strich: Einen mobilen „CEE‑Blitzschutz‑Adapter“ gibt es nicht, weil er technisch nicht machbar ist. Deshalb findet man auch keinen Hersteller, der sowas anbietet. Überspannungsschutz ja – Blitzschutz nein.

    Gruß Erich

    Hallo Roland,

    zum Thema Blitzschutz beim Hobby mit GFK‑Dach und Alu‑Außenhaut gab es schon einige gute Erklärungen. Der Aufbau ist durch das GFK‑Dach kein vollständiger Faradayscher Käfig, aber die Alu‑Seiten bringen trotzdem eine gewisse Abschirmung. Die Fahrerkabine des Jumper ist komplett Metall und bietet bei Gewitter den besten Schutz – dort ist man am sichersten, wenn es richtig losgeht.

    Im Prinzip deckt sich das auch mit dem, was im folgenden Thema schon ausführlich beschrieben wurde. Das passt ganz gut zu deiner Frage:

    Donner und Doria – Gewitter im Wohnmobil DONNER und DORIA

    Gruß Erich

    Hallo H. Jochaim

    die Schadensschilderung von Alexander liefert bereits den entscheidenden technischen Hinweis. Das gezeigte Schadensbild entspricht sehr typisch dem Denso‑System, sodass sich die Einordnung daraus gut ableiten lässt. Danke auch an Alexander für die aussagekräftigen Bilder – die helfen enorm bei der Einschätzung. Sollte ich mich täuschen, lasse ich mich natürlich gern korrigieren.


    Gruß Erich

    Hallo Thomas,
    aus dem Madonnenländchen (Badisch Franken) ein herzliches Willkommen hier im Hobby Forum.

    Wünsche dir allzeit erlebnisreiche und sichere Fahrten.


    Gruß Erich

    Hallo rschmidh,

    bei dir ist eigentlich nichts richtig kaputt. Der Kühlschrank läuft ja sofort auf Gas, sobald du entweder manuell umstellst oder die Fehlermeldung wegdrückst. Das zeigt: Gas kommt an, die Flamme brennt, der Brenner funktioniert.

    Der einzige, der rumzickt, ist der AUTO‑Modus. Der ist nämlich ziemlich empfindlich. Wenn er von 12 V auf Gas umschalten soll und in genau diesem Moment irgendetwas nicht perfekt passt – vielleicht braucht das Gas einen kleinen Augenblick, bis es sauber anliegt oder die Flamme steht nicht sofort ganz stabil – dann sagt die Elektronik direkt „Fehler“.

    Das heißt aber nicht, dass wirklich ein Defekt da ist. Das ist eher eine kleine Macke vom automatischen Umschalten. Viele Dometic‑Kühlschränke machen das so. Manuell läuft alles problemlos, also ist technisch alles in Ordnung.

    Reparatur nötig? Ehrlich gesagt: meistens nicht. Solange der Kühlschrank im Gasbetrieb sauber läuft, ist das kein richtiger Schaden. Wenn es dich nervt, kann ein Händler mal draufschauen, aber es ist nichts Dringendes oder Gefährliches. Viele nutzen einfach den manuellen Gasmodus, wenn sie stehen, und gut ist.

    Gruß Erich

    Hallo Thomas,
    aus dem Madonnenländchen (Badisch Franken) ein herzliches Willkommen hier im Hobby Forum.

    Wünsche dir allzeit erlebnisreiche und sichere Fahrten.

    Gruß Erich

    Hallo H.Joachim,

    ich frage mich, ob das nicht etwas wäre, das unser Forenpartner POIbase vielleicht mal aufgreifen könnte. Die sind ja nah an der Materie und reagieren oft auf Nutzerwünsche. Könnte ja ein Ansatz für eine zukünftige Erweiterung sein – oder zumindest mal ein Thema zum Diskutieren.

    Gruß Erich

    Hallo Alois,

    das Zusatzbett gibt’s leider nicht einfach irgendwo als Zubehörteil zu kaufen , das wird von Hobby nicht frei im Handel angeboten. Wenn du ein neues, unbenutztes Bett suchst, bleibt dir eigentlich nur der Weg über einen offiziellen Hobby‑Händler oder Servicepartner. Die können dir sagen, ob das Teil für deinen V65 GE 2022 noch lieferbar ist und was es kostet.

    Gebraucht taucht sowas ab und zu mal im Marktplatz oder bei Kleinanzeigen auf, aber neu bekommst du’s wirklich nur über Hobby direkt bzw. deren Partner.

    Viel Erfolg beim Finden!
    Gruß Erich