Beiträge von Griffon

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Feiertag?

    Hallo Andreas,
    du liegst nicht falsch – aber es gibt ein paar aktuelle Punkte, die man nicht unter den Tisch fallen lassen sollte.

    Du sagst ja selbst, dass du dich seit einem halben Jahr vor dem Umtausch drückst – und genau das zeigt doch, warum das Thema jetzt wieder hochkommt. Die Regel ist alt, klar. Aber die Fristen laufen eben gerade aus, und für viele wird’s dadurch erst jetzt relevant.

    Dazu kommt, dass die EU 2024 nochmal an der Richtlinie gedreht hat. Nicht weltbewegend, aber genug, dass die Medien das Thema wieder aufgreifen. Unterm Strich ist es also nicht nur „alter Hut“, sondern gerade ziemlich aktuell.

    Gruß Erich

    Muster zur Datenerfassung (ausgefüllt als Beispiel)

    Beispiel: Ford Transit 2.2 TDCi – 130 PS / 96 kW – Baujahr 2008

    1. Basis‑Fahrzeugdaten

    Modell: Hobby (Aufbau) • Basisfahrzeug: Ford Transit • Baujahr: 2008 • Motor / Hubraum: 2.2 TDCi • Leistung: 130 PS / 96 kW • Motorcode: unbekannt / noch eintragen • Steuergerät‑Typ: Bosch EDC16 • DPF vorhanden: Ja

    2. Hobby‑Software‑Zuordnung

    Forscan: geeignet • IDS: nur bei Bedarf • Hersteller‑Tools: für Hobby nicht relevant

    3. Hobby‑Hardware (OBD‑Adapter)

    Empfohlen: OBDLink EX oder modifizierter ELM327 • Alternativ: OBDLink MX / MX+ • Nicht sinnvoll: Billig‑ELM327 ohne MS‑CAN‑Umschaltung


    Gruß Erich

    Hallo allerseits,

    ich möchte die Idee von H. Joachim aufgreifen und dafür einen eigenen Beitrag eröffnen, damit wir übersichtlich und nachvollziehbar herausarbeiten können, welche Diagnose‑ und Service‑Tools für unsere Hobby‑Fahrzeuge wirklich geeignet sind. Bevor wir die vielen vorhandenen Fahrzeugangaben auswerten, sollten wir festlegen, welche Daten wir überhaupt benötigen, um daraus klare und belastbare Empfehlungen ableiten zu können. Auch wenn über 600 Fahrzeuge eingetragen sind, basieren sie technisch gesehen nur auf etwa acht bis zehn Grundmodellen, die sich immer wiederholen.


    Damit wir diese sauber und vergleichbar erfassen können, schlage ich folgende Struktur vor:


    Matrize für die Erfassung der Fahrzeugdaten


    1. Basis‑Fahrzeugdaten


    • Modell • Basisfahrzeug • Baujahr • Motor / Hubraum • Leistung • Motorcode (falls bekannt) • Steuergerät‑Typ • DPF vorhanden: Ja/Nein


    2. Hobby‑Software‑Zuordnung


    (Forscan): geeignet / nicht geeignet • IDS: nur bei Bedarf • Hersteller‑Tools: nicht relevant für Hobby


    3. Hobby‑Hardware (OBD‑Adapter) • Empfohlen • Alternativ • Nicht sinnvoll


    Gruß Erich

    Hallo H. Joachim,

    da bin ich ganz bei dir. :thumbup: Genau deshalb hatte ich Rainer gefragt, denn bei Fiat/Stellantis ticken die Uhren eben wieder ganz anders wie bei Ford. Eine Übersicht über die verschiedenen Tools wäre für viele hier echt Gold wert. Ich bin mir sicher, dass das viele begrüßen würden.


    Gruß Erich

    noch tiefer in ihre Eingeweide, wenn die rummeckert

    Hallo Rainer,

    mich würde mal interessieren, was man eigentlich braucht, um etwas tiefer ins Steuergerät reinzukommen. :/

    Also welche Hardware/Software‑Kombi wirklich Zugriff auf die erweiterten Service‑ und Aktorfunktionen erlaubt

    z. B. AdBlue‑Pumpentest, DPF‑Parameter‑Reset oder eine manuelle Regeneration.

    Viele Geräte hängen ja an der normalen OBD‑Diagnose fest. Nutzt du dein Tool nur zum Fehlerauslesen oder kommst du damit auch an die erweiterten Funktionen ran?


    Gruß Erich

    ich frage mich, was gewesen wäre, hätte man für 4000€ den DPF getauscht und der Fehler wäre immer noch da? Wer zahlt den Spaß?

    Hallo Peter,

    naja, stell dir mal vor, du hättest wirklich 4000 € für den DPF hingelegt und der Fehler wäre immer noch da. Dann hätte die Werkstatt ein echtes Erklärungsproblem. Wenn die Diagnose falsch war, ist das nicht dein Bier. Dann müssen die sich bewegen - entweder Kosten übernehmen oder dir zumindest ordentlich entgegenkommen.Genau deshalb ist es ja so wichtig, dass vorher sauber geprüft wird… wie man hier sieht, lag’s ja gar nicht am DPF, sondern am AdBlue‑System.

    Gruß Erich

    Hallo Rainer,

    dein Bauchgefühl hat dir hier wirklich eine Menge Geld erspart. Und es war absolut richtig, dass du das Thema hier im Forum eingestellt hast – genau dafür ist das Forum da: geballtes Wissen, echte Praxiserfahrung und Hinweise, die man in vielen Werkstätten so nicht bekommt.

    Die Diagnose der ersten Werkstatt war schlicht falsch. Ein DPF mit 4 g Ruß und 0 % Asche ist praktisch neu. Daraus einen „verschlissenen DPF“ zu machen und dir einen 4.000‑€‑Tausch vorzuschlagen, zeigt ziemlich deutlich, dass dort entweder die Grundlagen nicht sitzen oder man die Werte einfach nicht richtig gelesen hat.

    Noch deutlicher wird es, wenn man bedenkt, dass der Fehler P20E8 beim Jumper/Boxer/Ducato ein bekannter Serienfehler ist. Citroën/Stellantis führt das sogar offiziell – betroffen sind Fahrzeuge von 2014 bis 2020. In den meisten Fällen muss der komplette AdBlue‑Tank ersetzt werden, weil die Sensorik darin nicht einzeln tauschbar ist.

    Die Kosten liegen bei rund 1.300 € – also ein Bruchteil dessen, was man dir für den unnötigen DPF‑Tausch abnehmen wollte.

    Hier ist der Artikel, der das gut erklärt: https://clever-on-tour.de/citr…leme-mit-dem-adblue-tank/

    Die zweite Werkstatt hat das Problem korrekt erkannt: AdBlue‑Druck zu niedrig → Regeneration bricht ab → Steuergerät berechnet fälschlich eine DPF‑Alterung.

    Gut, dass du drangeblieben bist und das hier geteilt hast. Solche Fälle helfen vielen weiter.

    Gruß Erich

    Hallo Rainer,

    zu deiner Frage, warum der DPF als „verschlissen“ angezeigt wird, obwohl du nur 4 g Ruß und 0 % Asche hast: Das ist tatsächlich ein bekanntes Thema. Es gibt dazu eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung – die passt inhaltlich wirklich gut zu deinem Fall, ist aber leider kostenpflichtig.

    Hier der Link:

    Springer‑Studie (kostenpflichtig)

    Weibull Analysis of DPF Failure Events and Reliability of Diesel Particulate Filters Utilizing After-Sales Maintenance Data - Emission Control Science and Technology
    Diesel particulate filters (DPFs) are essential tools for controlling pollution emissions. However, some DPFs may encounter failures during operation, thereby…
    doi.org

    Damit du aber nicht auf eine Paywall angewiesen bist: Es gibt eine kostenlose wissenschaftliche Arbeit der Uni Stuttgart, die die gleichen Mechanismen sehr gut erklärt – vor allem, wie das Steuergerät die DPF‑Alterung nur rechnerisch bestimmt und warum es dabei zu Fehleinschätzungen kommen kann.

    Kostenlos einsehbar:

    Untersuchungen zur Durchströmung, Beladung und Regeneration eines Diesel‑Partikelfilters

    Untersuchungen zur Durchströmung, Beladung und Regeneration eines Diesel-Partikelfilters

    Die Arbeit zeigt sehr deutlich, dass der DPF‑„Verschleiß“ im Steuergerät nicht gemessen, sondern modelliert wird. Wenn Regenerationen abgebrochen werden (z. B. durch AdBlue‑Fehler), kann das Modell den Filter künstlich „altern“ lassen – auch wenn er physisch fast leer ist.


    Und genau das sieht man bei dir:

    • Ruß: 4 g → praktisch nichts
    • Asche: 0 % → wie neu
    • Regenerationen überwiegend passiv → sehr schonend
    • AdBlue‑Fehler → kann Regenerationen abbrechen
    • Restlebensdauer 0,79 % → reiner Softwarewert

    Kurz gesagt: Sehr wahrscheinlich ist dein DPF nicht wirklich verschlissen, sondern das Steuergerät hat sich durch die abgebrochenen Regenerationen „verrechnet“. Die Uni‑Stuttgart‑Arbeit beschreibt genau solche Fälle.


    Eine Werkstatt, die die DPF‑Parameter sauber zurücksetzt, ist hier der richtige Weg.


    Berichte gern, wie’s weitergeht.


    Gruß Erich

    Hallo Francois,

    Peter hatte damals erwähnt, dass er einen Plan von seinem Fahrzeug hat – hier:

    Da die Modelle 2007 und 2009 beim Hobby VAN T500 GFSC elektrisch praktisch identisch sind, könnte sein Plan gut passen.

    Am besten ihn direkt per PN anschreiben.


    Gruß Erich

    Hallo Helge,

    der Umbau auf die SafeDrive ist wirklich kein Hexenwerk. Flasche zudrehen, die Anlage über die vorgesehene Einrichtung drucklos machen und dann die beiden Hochdruckschläuche an den Überwurfmuttern lösen. Der alte Regler ist ja nur eingehängt, den kannst du danach einfach aus der Halterung nehmen. Die SafeDrive kommt direkt aufs Flaschenventil, die Dichtung ist schon drin – wichtig ist nur, dass die Dichtflächen sauber und unbeschädigt sind. Die Überwurfmutter erst handfest anziehen und dann mit Gefühl leicht nachziehen, nicht mit Gewalt. Die Niederdruckleitung passt ohne jede Änderung wieder dran, und wenn du die SafeControl nutzen willst, lässt sich das dünne Kabel problemlos durch die vorhandene Durchführung in den Innenraum ziehen. Danach die Flasche langsam öffnen, alle Verbindungen mit Lecksuchspray prüfen und kurz ein Gasgerät einschalten. Wenn alles dicht ist, bist du durch.

    Der Restdruck ist dabei kein Thema. Sobald die Flasche zu ist, bleibt nur im kurzen Hochdruckschlauch ein winziges Gasvolumen stehen – ein paar Milliliter, mehr ist das nicht. Beim Lösen der Überwurfmutter entweicht das automatisch, ein kurzes Zischen, fertig. Das ist völlig normal und so vorgesehen. Der Niederdruckbereich bleibt geschlossen und spielt beim Reglerwechsel keine Rolle.

    Warum damals im Thread niemand etwas von einer Gasprüfung geschrieben hat, lag einfach am Zeitpunkt. Zu der Zeit war die G 607 für Wohnmobile ausgesetzt, der TÜV hat sie nicht verlangt und viele – ich eingeschlossen – haben das so verstanden, dass generell keine Gasprüfung nötig sei. Ich hatte das dort auch so geschrieben, weil die reguläre Prüfung tatsächlich pausierte und deshalb in der Diskussion keiner mehr daran gedacht hat.

    Was dabei aber leicht untergeht: Die Aussetzung betraf nur die wiederkehrende G 607‑Prüfung. Die Pflicht zur Prüfung nach Arbeiten an der Hochdruckseite – also auch beim Tausch des Reglers – war nie aufgehoben. Nach TRF musste die Anlage auch damals nach so einem Eingriff geprüft werden, unabhängig davon, ob die reguläre G 607 gerade fällig war oder nicht.


    Gruß Erich

    Dein Beitrag vermischt persönliche Erfahrungen mit abwertenden Kommentaren und verzerrt damit die sachliche, sicherheitsbezogene Einordnung, die ich gegeben habe. Auf diese Mischung im Detail einzugehen ist mühsam, weil sie am Kern des Themas vorbeiführt.


    Kopfschüttelnder Gruß Erich

    Die Diskussion hier hat sich sehr weit vom eigentlichen Ursprungsthema entfernt und ist dermaßen off-topic.

    Hallo Marcus,

    Hmm, komisches Anschreiben hier, hallo Lars, hallo Erich.

    Beide angesprochen, obwohl Lars und ich zwei völlig unterschiedliche Grundhaltungen vertreten. Unsere Aussagen bezogen sich ausschließlich auf die Sicherheit einer Gasanlage.

    Die Kernaussage von Lars: Er warnt grundsätzlich vor jeglichen Arbeiten an Gasgeräten durch Laien. Meine Aussage: Ich unterscheide klar zwischen Diagnose (erlaubt) und Eingriff (Fachbetriebspflicht) und habe Peter damit eine Hilfestellung zu seiner konkreten Frage gegeben:

    „Spricht etwas dagegen, den Brenner zum Testen mit einem Feuerzeug zu zünden?“


    Wir waren uns einig, und H. Joachim hat beide Positionen korrekt verstanden und bestätigt.

    Und dann kommt von dir, Marcus, plötzlich eine Grundsatzdebatte über Fachbetriebe und deren Kompetenz – obwohl das weder Peters Thema war noch etwas, das Lars oder ich angesprochen hätten.


    Beim Durchsehen älterer Beiträge bin ich dann auf deine eigene frühere Empfehlung gestoßen, in der du selbst geschrieben hast, man könne den Brenner „als Erste-Hilfe“ manuell mit Feuerzeug, Streichholz oder USB‑Feuerzeug zünden.

    Genau diese Handlung ist sicherheitsrelevant, weil dabei eine offene Flamme an einer Gasinstallation eingesetzt wird.

    Und genau das zeigt, dass solche Arbeiten eben nicht in den Bereich von Laien gehören, sondern in den eines Fachbetriebs.

    Mit deiner eigenen Empfehlung bestätigst du also ungewollt genau das, was du jetzt kritisierst: dass bestimmte Arbeiten an Gasgeräten Fachwissen und Fachbetriebspflicht erfordern.

    Mir geht es nicht darum, dir etwas vorzuhalten, sondern darum, das Missverständnis aufzulösen.

    Unsere Hinweise zielten nicht darauf ab, „alles zu verbieten“, sondern darauf, zwischen erlaubter Diagnose und sicherheitsrelevantem Eingriff zu unterscheiden.

    Deshalb wäre es sinnvoll, zuerst zu klären, wie du aus unseren sachlichen Hinweisen herausliest, wir würden pauschal alles dem Fachbetrieb überlassen wollen – obwohl deine eigene frühere Empfehlung genau das Gegenteil zeigt.

    Mir geht es einzig darum, beim Thema zu bleiben und dem Fragesteller Peter eine sichere und fachlich korrekte Orientierung zu geben.

    Gruß Erich

    Hallo allerseits,

    als Ergänzung zu meiner vorherigen Erklärung zur Düse möchte ich noch einen Punkt einbringen, der zeigt, warum diese Baugruppe vom Hersteller so ausgeführt ist, wie sie ist.

    Die Düse am Kühlschrank ist nicht ohne Grund durch den konischen Sitz und den Sicherungslack gegen Verdrehen und Verstellen geschützt. Sie bestimmt die Gasmenge und damit das Flammenbild, und schon kleine Abweichungen können die Verbrennung beeinflussen. Das ist ein sicherheitsrelevanter Bereich.

    Dass das nicht theoretisch ist, zeigt ein Fall, der von der Kriminalpolizei Güstrow dokumentiert wurde. Dort wurde ein Wohnmobilbrand untersucht, bei dem die Brandursache im Bereich des gasbetriebenen Kühlschranks lag.

    Der Bericht ist hier einsehbar:

    „Brandursache: gasbetriebener Kühlschrank im Wohnmobil“ – Brand‑Feuer.de


    In diesem Fall führte eine Fehlfunktion im Brennerbereich zu einer Überhitzung, die letztlich das gesamte Fahrzeug zerstört hat. Die Ermittler beschreiben sehr deutlich, wie sensibel die Brennereinheit ist und wie schnell Abweichungen im Gasweg oder im Flammenbild zu Problemen führen können.


    Der Bericht richtet sich nicht speziell auf die Düse, aber er zeigt, warum Bauteile wie die Düse so konstruiert sind, dass man sie nicht ohne Weiteres lösen oder verstellen kann. Es geht nicht darum, jemandem etwas „abzusprechen“, sondern darum, dass bestimmte Einstellungen im Brennerbereich fachgerecht erfolgen müssen, weil sie sicherheitsrelevant sind.


    Gruß Erich

    Hallo allerseits,

    die Gasdüse eines Absorberkühlschranks dichtet nicht über das Gewinde ab, sondern über einen präzise gefertigten konischen Metall‑auf‑Metall‑Sitz. Das Gewinde dient lediglich dazu, die Düse in diesen Sitz zu ziehen, damit die Dichtflächen sauber aneinanderliegen und der Gasdurchfluss exakt definiert bleibt. Weil dieser Dichtsitz nur zuverlässig funktioniert, wenn die Düse sich nicht verdreht oder lockert, wird sie zusätzlich mit rotem Sicherungslack fixiert. Dieser Lack hat keinerlei abdichtende Funktion, sondern wirkt wie eine niedrigfeste Schraubensicherung, die verhindert, dass sich die Düse durch die Vibrationen während der Fahrt löst.

    Im Wohnmobil ist diese Sicherung besonders wichtig, weil der Kühlschrank dort unter deutlich ungünstigeren Bedingungen arbeitet als ein stationäres Gasgerät. Die Kombination aus ständigen Erschütterungen, engen Brennkammern, kleinen Düsenbohrungen und einer offenen Flamme macht die Position der Düse sicherheitsrelevant. Schon minimale Veränderungen können das Flammenbild, die Verbrennung und die Abgasqualität beeinflussen. Der rote Lack sorgt deshalb nicht nur für Vibrationssicherheit, sondern dient gleichzeitig als Plombe. Wird die Düse gelöst, reißt der Lack, und ein Prüfer erkennt sofort, dass ein Eingriff stattgefunden hat – was für Garantie, Gasprüfung und Haftung entscheidend ist.

    Gruß Erich

    Hallo Markus,

    dein Beitrag liest sich schon so, als würdest du Lars und mir ein bisschen ans Bein pinkeln. Nicht böse gemeint, aber der Ton kommt halt so rüber, gerade wenn du schreibst, du seist irritiert und stellst in Frage, ob Fachbetriebe überhaupt mehr Kompetenz haben als irgendwer mit Werkzeugkoffer.

    Lass mich deshalb kurz erklären, worum es mir eigentlich geht und warum das nichts mit „Kompetenz absprechen“ zu tun hat, sondern schlicht mit den Regeln, die im Caravan‑Gasbereich gelten.


    1.) Flaschentausch‑Regel:

    Als Nutzer darf ich nur die leere Flasche gegen eine volle tauschen und den Druckminderer per Hand am Linksgewinde anschrauben. Punkt. Alles, was darüber hinausgeht – z. B. den Gasschlauch von einer festen Rohrleitung lösen – gilt rechtlich schon als Eingriff in die Gasanlage. Und so ein Eingriff braucht eine Fachabnahme, sonst ist die Betriebserlaubnis futsch.


    2.) 30‑mbar‑Caravan‑Regel:

    In Wohnmobilen müssen alle Bauteile, Leitungen, Regler, Düsen und Geräte für 30 mbar zugelassen sein. Sobald man an Düsen, Leitungen oder Ventilen schraubt, ist man automatisch im Bereich der fachbetriebspflichtigen Arbeiten. Da geht’s nicht um Können, sondern um Zulassung, Haftung und Sicherheit.


    3.) 10‑Jahres‑Ablaufregel: Bestimmte Bauteile wie Hochdruckschläuche, Druckminderer oder Crash‑Sensor‑Regler müssen nach zehn Jahren raus – egal wie gut sie aussehen. Das ist Teil der G‑607‑Sicherheitsvorgaben.


    Deshalb hat das nichts mit „sensibel sein“ zu tun, wie du es formulierst, sondern damit, dass wir regel‑ und gesetzeskonform handeln und das auch klar so benennen. Diagnose – klar, das darf jeder. Aber sobald man eine Schraube löst, eine Düse rausdreht oder ein Ventil öffnet, ist das eben kein „bisschen Basteln“ mehr, sondern ein regelrelevanter Eingriff.

    Ich finde es super, wenn Leute ihr Wissen teilen – das mache ich ja selbst. Aber wir müssen sauber trennen zwischen Fehleranalyse und Eingriff in die Gasanlage. Und genau da lagen wir in der Diskussion auseinander.


    In einem anderen Thread hast du meine Aussagen zu den geltenden Regeln nicht „geraderückt“, sondern eher auseinandergezogen und mit KI‑Texten aufgeblasen, die am Ende gar nicht mehr zum Thema passten. Wenn man mich schon kritisiert, dann bitte wenigstens auf Basis dessen, was ich wirklich geschrieben habe und nicht auf Grundlage von KI‑Interpretationen, die sich selbst widersprechen.

    Man sollte schon wissen das eine KI keinen Zugriff auf urheberrechtlich geschützte Originaldokumente, und viele technische Regelwerke sind nur über spezialisierte oder kostenpflichtige Quellen verfügbar. KI‑Antworten beruhen daher zwangsläufig auf frei zugänglichen Sekundärinformationen. In komplexen Themenfeldern führt das schnell zu fachlichen Fehlern und falschen Schlussfolgerungen.Wer KI‑Ergebnisse weitergibt, sollte sich bewusst sein, dass sie einer eigenen Prüfung bedürfen.

    Gruß Erich

    Hallo Stefan,

    ich musste beim Lesen wirklich schmunzeln .

    Die Formulierung klang im ersten Moment so, als hätte der Kollege einen sehr endgültigen Karrierewechsel hingelegt. Ich gehe aber stark davon aus, dass er lediglich ins Friedhofsamt versetzt wurde und nicht gleich persönlich dort geblieben ist.


    Duck und weg … ;)


    Gruß Erich

    Hallo Stefan,

    du schaust da halt aus der juristischen Ecke drauf. Ich dagegen eher technisch. Für mich war das nur eine kleine Zustandsprüfung, kein Eingriff in die Gasanlage.

    Sowas ändert ja nichts am Gerät und haut weder Garantie noch Gewährleistung kaputt.

    Reparieren soll natürlich trotzdem der Händler – da sind wir uns einig.

    Gruß, Erich