Hallo zusammen,
da gehen sehr viele Faktoren in die Betrachtung ein. Ich bin selbst jahrzehntelang Schrauber, fast genauso lange war ich bei der technischen Prüfung tätig.
Im einfachsten Fall hat die zuerst beaufragte Werkstatt keine Möglichkeit der Erledigung; das kann sehr viel sein!!!! Fehlende Kapazität, Stammkundenbetreuung hat Vorrang, finanzielle Schieflage (heute gar keine Seltenheit mehr) etc. Hier kann jeder seine eigenen Erfarungen einsetzen.
Wenn´s eine Vertragswerkstatt war muss man immer dagegen halten, welcher Kategorie sie angehört: das Topteam muss alles vorrätig halten (und verlangt meist auch die höchsten Stundensätze; irgendwo muss das volle Programm ja bezahlt werden); nach unten wird´s dann entsprechend weniger (und günstiger).
Dann gibt´s noch die einer anderen Organisation zugeordneten (meist ehemalige Vertragswerkstätten) und die "echten" freien.
So weit so gut. Bei allen steht und fällt das Ergebnis (und damit natürlich auch der dazugehörige Kostenvoranschlag) mit dem Können und vor allem dem Spaß an und während der Arbeit. Wenn ich nicht verstehen will oder kann,warum etwas nicht oder nicht richtig funktioniert und im Nachgang anfange (gemäß Rep.-Anl. oder auf gut Glück) irgendwelche Teile zu tauschen braucht sich niemand über das Ergebnis und die Rechnung zu wundern.
Mein Fazit also: Zweitmeinung einholen! Und mit ein klein bißchen Einfühlungsvermögen und Menschenverstand kann hier jeder schnell den Weizen von der Spreu trennen. Plötzlich ist dann nämlich der Geselle, der gerade im Ölsumpf gesteckt ist und die Lösung gefunden hat besser als der Meister, der mit Krawatte und weißem Hemd am teuren Arbeitsplatz die noch teurere Rechnung erklärt.
Anders gesagt: sollte ich eine (womöglich komplizierte oder gar lebensbedrohliche) Operation (also eher etwas handwerkliches) vor mir haben, würde ich lieber den Operateur wählen, der das jeden Tag macht als den hochbezahlten Chefarzt, der das vielleicht im Studium theoretisch mal behandelt hat.