Hallo Bernd,
ich habe mal den Schaltplan im Anhang angefügt und versuche jetzt mal, auf dem Schaltplan aufbauend, die Fragen zu beantworten.
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Solange der Motor läuft, werden Zusatz- und Motorbatterie parallelgeschaltet und von der Lichtmaschine geladen. Das Parallelschalten erfolgt nur dann, wenn die Spannung der Motorbatterie eine Mindestspannung von 8 Volt aufweist. Im Fahrbetrieb können hohe Ausgleichsströme fließen, wenn der Ladungszustand der beiden Batterien sehr unterschiedlich ist. Dies kann dazu führen, dass eine der beiden 40 A Sicherungen, die die Batterien absichern, auslösen kann.
Das ist in soweit alles richtig. Eine Parallelschaltung von einer Tief entladenen mit einer vollen Batterie ist nie gut und führt über den geringen Innenwiderstand der Batterien fast immer zu einem unverträglichen Strom für die Sicherung. Das hat aber nichts mit dem Einbau des Ladeboosters zu tun. Der Ladebooster wird ja genau an den Pin (B1+) für die Fahrzeugbatterie angeschlossen (Anlage Schaltplan). D.h. der EBL hat nach Einbau keine direkte Verbindung zur Fahrzeugbatterie sondern nur zum Ladebooster. Der Ladebooster liefert aber einen max. Strom von 30A womit die Sicherung ab da nicht mehr überlastet werden kann.
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Da widersprichst Du dir selbst. Wenn das Relais nicht benötigt wird, muss man es ausser Betrieb nehmen weil sonst im Fahrbetrieb "+B1" und "+B2" zusammengeschaltet werden. Dies möchte man aber nicht, weil der Ladebooster diese Funktion übernehmen soll, bzw. sich den Ladestrom für die Aufbaubatterie von der Starterbatterie holen soll. Dies hat mir ein Techniker der Fa. Toptron auch so bestätigt.
Na ja, das kann man jetzt sehen wie man will. Das Relais sorgt dafür das sich die Fahrzeugbatterie, ohne Lichtmaschine, nicht über die Aufbaubatterie entladen kann. Da in diese Leitung aber der Ladebooster gehört, der diese Funktion ja bereits hat, macht das Relais tatsächlich keinen Sinn mehr. Aber,...es schadet ja auch nicht da beide Funktionen gleichzeitig durchgeführt werden und die eine die andere ersetzen kann.
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Nein, der Ladebooster kann nach dem Entfernen von der Diode D21 direkt am EBL angeschlossen werden. Der Ausgang "+B1" ist im Fahrbetrieb "ausser Betrieb", weil das Parallelschaltrelais nicht anzieht.Hier kommt der Ladebooster ins Spiel, der nun am "+B1" angeschlossen, eine Verbindung zur Starterbatterie hat und sich über diese Leitung den Ladestrom holt, welchen er auf 14,4V hochtransformiert und per Ladekennlinie auf die Aufbaubatterie schickt.
Soweit so gut. Nur beschickst du jetzt dein EBL mit 2 unterschiedlichen Potentialen. Zum einen mit der Spannung von der Lichtmaschine an +B1, zum anderen mit der Spannung vom Ladebooster an +B2. Demnach müssten ohne galvanische Trennung nun irgendwo im EBL Ausgleichsströme fließen. Immerhin liegen da im Betrieb Spannungsdifferenzen bis zu 2V zwischen.
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Wird der Motor ausgeschaltet, bekommt EBL und Ladebooster kein "D+" mehr, d. h. Der EBL läd die Starterbatterie über das 220V-Ladegerät, das diese ja am EBL angeschlossen ist.
Das kann sein. Bei unserem GQ ist das anders.
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Würde man das Relais nicht stilllegen, würde im Fahrbetrieb die Starterbatterie den Ladestrom des Ladeboosters über die Aufbaubatterie wieder "zurückbekommen", welchen sich der Ladebooster vorher aus der Starterbatterie "geholt" hat. Weil diese ja über den EBL parallel geschaltet sind.
Richtig, bei deiner Anschlussvariante wäre das so, würdest du das nach Schaltplan des Herstellers Verkabel dann nicht.
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Was meinst Du mit "Rückstrom" und welche Versorgungsleitung meinst Du? In der Bedienungsanleitung für den 1212-30 sind 5 Anschlussschematas gezeigt. Welches meinst Du? Ich habe Anschlussschema "2" verwendet
Mit Rückstrom meinte ich den 1A Erhaltungsstrom für die Fahrzeugbatterie bei Ladung mit dem Ladegerät. Bei deiner Anschlussvariante spielt das keine Rolle. Der Schaltplan ist angefügt.
Zum Abschluss: Deine Version mag ja funktionieren zumal du den Vorteil hast das der Kühlschrank weiterhin von der Lichtmaschine und nicht vom Ladebooster gespeist wird. Der Verkabelungsaufwand ist aber definitiv höher, eine Diode auslöten kann auch nicht Jeder und notwendig ist das lt. Herstellerangaben auch nicht. Über die Potentialdifferenz mag ich gar nicht nachdenken. Ich hätte den Schaltplan des Herstellers umgesetzt und, falls nötig, den Kühlschrank am EBL vorbeigeführt. Aber solange wie es funktioniert......
Gruß Kurt