Fahrwerksoptimierung bei Hobby Prestige T 710 GE

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  • moin moin an alle Forumsmitglieder und ein frohes Neues Jahr 2026.

    Ich beabsichtige für meinen neuen Hobby Prestige nach der Wintereinlagerung das Fahrwerk wieder zu optimieren.

    Bei meinem verkauften Hobby Siesta V65 GE Edition hatte ich Luftfederung hinten und 17" Niederquerschnittsreifen drauf und konnte so mit erheblich geringerem Luftdruck und der Luftfederung sehr komfortabel durch Europa reisen. Im Vergleich zum Serienfahrwerk wie VW Käfer zu Mercedes Benz.

    Bei meinem jetzigen Modell mit 4,4 to bin ich mir nicht sicher was hier zur Optimierung angebracht ist, da hier ja eine Doppelblattfederung vorhanden ist.

    1. Reicht eine neue Federung hinten mit Kuhn - oder Goldschmittfedern. Gibt es dazu Erfahrungen ?

    Wird das Fahrwerk noch härter oder ist es ausgewogener ?

    2. Ist der Einbau einer GFK Blattfeder empfehlenswert oder überhaupt möglich ?

    3 . Sollte an der Vorderachse eine andere Feder oder sogar das komplette Federbein incl. Dämpfer gewechselt werden (z.b. Bilstein B6 o.ä. ) ?

    4. Bringt der Einbau einer Luftfederung im Vergleich zu 1. neben der möglichen Nivellierung weiteren Komfortgewinn oder ist das vergleichbar (bei meinem 4,4 to ?)

    Es ist wie bei allem natürlich immer eine Preisfrage, aber auch ich möchte kein Geld unnütz investieren.


    Welche Erfahrungen gibt's bei der o.a. Konfiguration in der Comunity ?


    Mit freundlichem Gruss

    Manfred

    Liebe Grüsse aus dem schönen Flensburg
    Sonja und Manfred



    ich bin dann mal wech .......🤗


    Von 2014 bis November 2025 Hobby Siesta V65 GE Edition mit Sawiko Träger Velo III, LifPO4, 2x 110 W Solar, Luftfederung hinten, 17" Felgen,

    Seit Dezember 2025 Hobby Prestige T 710 GE, Sawiko Träger Velo III, Heckstützen, Duo Control CS, LifePO 4 150 Ah, Campernet TV LTE/WLAN

  • Moin Manfred, das sind komplexe Fragen. Ich würde die Fragen z.B. an Goldschmidt richten. Die kennen die verschiedenen Modelle und können Antworten.

    Gruß Schorsch

  • Hallo Manfred,

    da wir mit dem T70GE (auch 4,4 t) ein wahrscheinlich vergleichbares Fahrzeug haben möchte ich unsere Erfahrungen mitteilen: ab Auslieferung mit Zusatzluftfeder (E&P) hinten.


    Anfangs noch mit Irrsinnsfülldruck von (vorgeschrieben) 5,5 bar in allen Reifen (Werksauslieferung) unterwegs bringt das wenig bix Nichts, außer die Nivellierung des Fahrzeugs bei ungleichmäßiger Beladung.

    Nach der Umrüstung auf AllWeather, die bei gleicher Dimension einen um 2 Punkte höheren LI aufweisen mit dem jetzt rechnerisch passenden Fülldruck von 4.0/4.75 bar unterwegs ergibt sich ein fast limousinenhafter Abrollkomfort; mit der Luftfeder hinten stelle ich da Auto waagrecht und beobachte Reifendruck- und Temperaturanstieg (tiremoni) während der Fahrt; die jeweils stärker belastete Seite wird aufgepumpt oder auf der anderen Seite wird die Luft abgelassen. Funktioniert leidlich gut; mit 4 Bälgen wäre das sicher optimal.

    Sinngemäß wird das im Motorsport (vor der Veranstaltung) auch gemacht und nennt sich "Auswiegen".

    Nach meinem Kenntnisstand funktioniert die GFK-Feder nur beim Light-Chassis (resp. ist nur dort aus Gewichtsgründen) verbaut; ich lass mich wie immer gern eines Besseren beleeren.


    Unser Fazit: Reifen mit höherem LI bringen deutlichst Komfort; Zusatzluftfedern hinten bringen mehr Fahrstabilität, gerne auch bei Spurrilen. Mein Hallennachbar Alkoven) hat vorne Komfortstoßdämpfer montiert und ist eher enttäuscht; die scheinen wohl am Besten bei Intergrierten zu funktionieren.

    Grüßle


    Charly



    Optima de Luxe T70GE, Mj. 2019, Fiat Ducato, Multijet 2,3l, 177 PS, 2 x 100Wp Solar, 2 x Aufbaubatterie, 2 x Alphatronics-TV, Blaupunkt Naviceiver, Dometic Klima, Dieselstandheizung umschaltbar, AHK, elektr.hydr. Hubstützen, Zusatzluftfeder hinten

  • Hallo Charly,

    Vielen Dank für Deine Stellungnahme. Ich werde sicher auch je nach Achslast den Reifendruck als aller erstes anpassen. Mit der Luftfederung an der Hinterachse liebäugele ich natürlich auch und hatte sehr gute Erfahrung damit bei meinem alten Hobby.

    Frage: Wird das Fahrwerk aufgrund der vorhandenen doppelten Blattfeder in Verbindung mit der Luftfeder (oder auch Spiralfeder) eigentlich nicht noch härter ?

    Man hört und liest aber immer das es damit viel ausgewogener und komfortabler ist. Hat jemand dazu Erfahrungen gesammelt ?

    Gruss

    Manfred

    Liebe Grüsse aus dem schönen Flensburg
    Sonja und Manfred



    ich bin dann mal wech .......🤗


    Von 2014 bis November 2025 Hobby Siesta V65 GE Edition mit Sawiko Träger Velo III, LifPO4, 2x 110 W Solar, Luftfederung hinten, 17" Felgen,

    Seit Dezember 2025 Hobby Prestige T 710 GE, Sawiko Träger Velo III, Heckstützen, Duo Control CS, LifePO 4 150 Ah, Campernet TV LTE/WLAN

  • Hallo Manfred,


    es führt jetzt viel zu weit, im bester Ingenieursmanier technisch zu erklären, was es bedeutet, zusätzliche Federelemente an einer Achse zu verbauen. Ich versuche es, möglichst einfach:


    der Sinn liegt bei Nutzfahrzeugen (was unsere Basisfahrzeuge ja eigentlich sind) darin, den Aufbau wieder in die Konstruktionslage (0-Lage) zu bringen. Damit bekommt man den ursprünglich konstruierten Federweg zurück. Dadurch kann beim Einfedern wieder ein grösserer (idealerweise der volle) Federweg genutzt werden. Das ist entscheidend für das Federverhalten.


    Um das zu verdeutlichen stellen wir jetzt mal eine progressive Schraubenfeder vor, die nicht vorgespannt vor uns auf dem Tisch steht. Wenn wir diese mit der Hand auf den Tisch drücken merken wir eine Gegenkraft die mit dem Weg immer weiter zunimmt. Das bedeutet: im absoluten Leerzustand werden die Federn nur durch das Fahrzeuggewicht belastet. Je mehr geladen wird umso mehr verringert sich die Länge der Feder und umso höher wird die Gegenkraft. Die Achse "verhärtet".


    Die gern genannte "Härte" wird dabei durch die einzelnen Federaten und die Dämpferrate bestimmt.


    Das heißt zusammengefasst: alles, was da an zusätzlich Federelementen eingebaut wird hilft den serienmäßigen Federn, wieder näher an ihre Konstruktionseigenschaften zu kommen.


    Wollte man das komplett wieder auf 0 setzen müsste man eine neue Feder-/Dämopfereinheit für den individuellen Lastfall konstruieren. In der Praxis geht das am Einfachsten mit der Verwendung von Luftfedern, die sich selbsttätig und dynamisch (bei Fahrt) an die jeweilige Last anpassen (siehe grosse LKW).

    Grüßle


    Charly



    Optima de Luxe T70GE, Mj. 2019, Fiat Ducato, Multijet 2,3l, 177 PS, 2 x 100Wp Solar, 2 x Aufbaubatterie, 2 x Alphatronics-TV, Blaupunkt Naviceiver, Dometic Klima, Dieselstandheizung umschaltbar, AHK, elektr.hydr. Hubstützen, Zusatzluftfeder hinten

  • Moin moin Charly,

    Danke für Deine ausführliche Einlassung.

    Ich werde nach der Einlagerung erstmal das Fahrzeug mit dem "Urlaubsgewicht" ausmessen und dann entsprechen nachsteuern mit Federelement oder Luftfederung, wie bei meinem letzten WoMo auch. Dieses hatte aber mit 3,5 to arge Lastprobleme wo die Luftfederung schon super unterstützte. Wie sich das jetzt mit dem 4,4 to darstellt muss ich erst noch im wahrsten Sinne des Wortes erfahren....

    Gruss und nochmals Danke

    Manfred

    Liebe Grüsse aus dem schönen Flensburg
    Sonja und Manfred



    ich bin dann mal wech .......🤗


    Von 2014 bis November 2025 Hobby Siesta V65 GE Edition mit Sawiko Träger Velo III, LifPO4, 2x 110 W Solar, Luftfederung hinten, 17" Felgen,

    Seit Dezember 2025 Hobby Prestige T 710 GE, Sawiko Träger Velo III, Heckstützen, Duo Control CS, LifePO 4 150 Ah, Campernet TV LTE/WLAN

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