Ja genauso wie der vorher prognostizierte eiskalte letzte Winter... War wohl nix.
Wir haben hier aktuell -2°. Bis jetzt nicht so ungewöhnlich, aber Hauptsache schonmal die Paniksirene angeworfen.
Hallo Wolf,
von einem besonders kalten Winter war definitiv nicht die Rede.
Allerdings gibt es Menschen, welche eine normale Wettervorhersage mit Schnee und Frost gleich als Panikmache bezeichnen und sich darüber aufregen, dass es Menschen gibt, die sich dafür interessieren.
Die Niederschlagsmenge seit Jahresanfang ist gegenüber Vorjahren durchschnittlich schon wieder gesunken. Da nützt es nichts, wenn jemand aus Hinter-Kleinbuckelsdorf empfindet, dass es nicht wärmer als früher wäre oder weniger geregnet hätte. Gefühltes Wetter hat nichts mit Klima zu tun.
Und wenn man jetzt sagt, dass es doch keinen Unterschied macht, ob es in Zukunft 2-3 Grad wärmer als 1980 war, der sollte mal überlegen, wo die Durchschnittstemperaturen während der letzten Eiszeit lagen.
Nur 6 Grad weniger als heute und doch war ganz Nordeuropa mit Eis bedeckt. Niemand hätte nördlich der Alpen leben können.
Das sollte ausreichen um zu verdeutlichen, was für Auswirkungen die nun steigenden Temperaturen haben werden. Letztendlich werden in Folge südlich der Alpen irgendwann keine Menschen mehr leben können.
Nur 2 Grad kälter als 1980 wiederum würde bedeuten, dass in der Schweiz aufgrund Schnee und Eis kein normales Leben möglich wäre.
Und ja ich weiß, es gibt viele Menschen denen ist das völlig Schnuppe. In 2050 wächst eh schon Gras über mir….
Die zukünftigen Generationen werden sich dann im Nachruf definitiv nicht bedanken.
Der Klimawandel ist nichts, was man mit „war schon immer so“, wir befinden uns am Ende einer Eiszeit“, und sonstige wissenschaftsfeindlichen Argumentationen weg reden kann.
Ich finde es auch immer irritierend wie man Wissenschaftlern unterstellen möchte, die tun das aus reiner Panikmache oder wären womöglich von Regierungen oder Industrie bezahlt, damit diese dann Geld verdienen könnten.
Wissenschaftler arbeiten in vielen Bereichen an den Auswirkungen und den Möglichkeiten, wie wir uns langfristig darauf einstellen können. Dazu gehört die Versorgung der Menschen genauso wie die Themen, welche die Industrie betreffen. Wie wir bei solchen Temperaturen leben und überleben können. Das alles ist höchst komplex aber dringend notwendig.
Wissenschaftliche Evidenz entsteht dadurch, dass sich tausende von Wissenschaftlern einig sind. Und es ändert sich auch nichts daran, wenn 50 Wissenschaftler vielleicht etwas anderes sagen. Besonders dann nicht, wenn unter diesen welche sind, die sich auch sonstigen Realitäten verweigern.
Es steht außer Zweifel, dass die Menschheit durch einen erhöhten CO2 Ausstoß den Klimawandel extrem beschleunigt und es liegt an allen das zu realisieren. Denn die Folgen sind jetzt schon sehr genau zu beobachten und wir stehen erst am Anfang.
Die Versicherer regulierten im ersten Halbjahr Schäden durch Hochwasser in Höhe von 2,4 Milliarden Euro, Tendenz weiter steigend.
Es nützt leider nichts dem Klimawandel dadurch zu begegnen, in dem man den Kopf in den Sand steckt. Wie weit jeder einzelne dazu beiträgt, sich damit auseinandersetzt, sich im kleinen heute schon vorbereitet, ist jedem selbst überlassen.
Nur sollten wir uns im klaren sein, dass es zB auch nichts nützt ein paar Polizisten an die Grenzen zu stellen, und den Menschen aus südlichen Ländern den Zutritt zu verweigern. Denn fast alle Völkerwanderungen der Menschheit haben etwas mit dem Klimawandel zu tun. Da sind die paar Kriegsflüchtlinge oder Asylsuchenden noch nicht einmal ein Vorgeschmack dessen, was in 50-80 Jahren passiert
Fakt ist, dass wir vermehrt Extremwetterlagen haben werden. Und da sind plötzliches Hochwasser oder extrem heiße Sommermonate nicht das einzige Problem.
Und auch diese Worte sind keine Panikmache. Panik hat derjenige, welcher etwas nicht verstehen kann oder verstehen will. Wenn man die Veränderungen des Klimawandels akzeptiert, dann gibt es keinen Grund zur Panik, sondern nur zum Handeln.
Panik können wir dann bekommen, wenn sich Wissenschafts-Feindlichkeit durchsetzt und wir dadurch blind ins Verderben laufen.
Gruß
Olaf
P.S.: Und ohne Wissenschaft und Forschung hätte ich das jetzt gar nicht in ein Smartphone tippen können. Genauso wenig, wie alle diese YouTube und Tiktok Studierten mit Dummer cum Laber Abschluss, welche jeden Tag aufs Neue den gleichen Stuss verbreiten.