Beiträge von mnagel

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Feiertag?

    Hallo Hobby-Forum,


    ich wollte zu meinen Technik-Problemen nur eine kurze Meldung zum Stand der Dinge geben.
    Auf meiner Reklamationsliste zu unserem Neufahrzeug hat sich allerlei angesammelt. Nach einem weiteren Schriftwechsel mit Fristsetzung zur Mängelbeseitigung zu einem gravierenden Fehler, kommt mein Händler jetzt langsam in die Gänge. Das Fahrzeug ist zum Check-Up in der Werkstatt.


    Bei einem Testlauf in der Händler-Werkstatt wurden über ein Wochenende Temperatur-Werte mit einem Daten-Logger aufgezeichnet. Dabei sind Unregelmäßigkeiten im Temperaturverlauf erkannt worden, die meine Messwerte bestätigt haben. Nach Rücksprache mit Dometic wird jetzt die Brenner-Einheit des Kühlschranks getauscht. Das Ersatzteil soll nächste Woche eingebaut werden. Ein Justieren/Nachstellen des Brenners ist laut Werkstatt nicht möglich.


    Ich werde berichten, ob damit dann die Probleme gelöst sind.


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus

    Hallo Hobby-Forum,


    ich wollte zu meinen Technik-Problemen nur eine kurze Meldung zum Stand der Dinge geben.
    Auf meiner Reklamationsliste zu unserem Neufahrzeug hat sich allerlei angesammelt. Nach einem weiteren Schriftwechsel mit Fristsetzung zur Mängelbeseitigung zu einem gravierenden Fehler, kommt mein Händler jetzt langsam in die Gänge. Das Fahrzeug ist zum Check-Up in der Werkstatt.


    Den Fehler mit der Restlaufanzeige des Batterie-Computers habe ich mittlerweile selber gelöst. Ich bin die Bedienungsanleitung nochmals Stück für Stück durchgegangen und habe alle Parameter kontrolliert. Im Büttner MT 5000 iQ müssen Schaltschwellen für den internen Steuerungskontakt 12V programmiert werden. Ich habe für meine beiden 95 Ah AGMs folgendes festgelegt:


    OFF: 50% Restkapazität; ON:95% Restkapazität.


    Jetzt rechnet der Batteriecomputer auch und liefert eine Anzeige bei der Restlaufzeit


    Mit dem internen Steuerungskontakt soll ein Wechselrichter Büttner PL 1500 SI ferngestartet werden.


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus

    Hallo Peter,


    zu Aller erst: Ich bin kein Sachkundiger! Ich habe nur beruflich mit der Vorbehandlung von Aluminiumbauteilen für die Autoindustrie zu tun. Daher mein Interesse.


    Ich würde in Deiner Situation Ausschau halten nach einem Metallbaubetrieb, der die Qualifikation für Alu-Konstruktionen ) und insbesondere für die entsprechende Schweißtechnik besitzt und der diesen Umbau professionell umsetzen kann (z. B. Manufakturbetriebe für individuelle Fahrrad- und Motorradrahmen). Von Eigenkonstruktionen auf Hobby-Handwerker-Niveau mit Baumarkt-Mitteln würde ich die Finger lassen, wenn im Falle des Versagens eine erhebliche Gefährdung Dritter möglich ist. Ich möchte nicht hinter einem Hobby-WOMO herfahren und einen Strandsegler, der sich von der Halterung reißt, vor mein Fahrzeug bekommen. Das wäre der Worst-Case!


    Als Konstruktionsidee:
    Die Strebe an der für Dich erforderlichen Stelle sauber auftrennen und soweit einkürzen, dass man für die spätere kraftschlüssige Verbindung jeweils einen Flansch einschweißen kann. Durch die beiden Teile jedes Flansches entsprechend passend Bohrungen vorsehen, um jede Stoßstellen mit Muttern/Rändelschrauben (eventuell Sicherungssplinte) wieder sauber und kraftschlüssig verbinden zu können. Eventuell gibt es da auch geeignetere Schnellverbindungselemente, damit das nicht zu fummelig wird.Eventuell eine Seite als Scharnier ausführen. Zur Dauerfestigkeit der Schweissnaht eine entsprechende Wärmebehandlung/Wärmeauslagerung vorsehen. Das sollte für den Metallbauer dann klar sein.


    Da die Schweißung das Oberflächen-Finish im Bereich der Nahtstelle zerstört, wäre aus optischen Gründen dann ein Galvanisierbetrieb für das Oberflächenbeizen und ggfs. Neu-Anodisieren erforderlich, damit es richtig gut aussieht (sehr ähnlich der bisherige Oberfläche und gegen Korrosion geschützt ist; alternativ eine ordentliche Beschichtung vom Lackierer.


    Ich würde das mal mit entsprechenden Betrieben besprechen und mir Angebote einholen. Das wird allerdings etwas kosten, denn ordentliches Handwerk hat seinen Preis.


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus


    Weiß denn sonst keiner, wo sich diese Kiste befindet ? Sehr mysteriös das ...


    Hallo Peter,


    zum Anlernen eines zusätzlichen Sensors musste ich meine Thitronik WiPro III auch freilegen. Fahrzeug ist auch ein Ontour 2020. Die schwarze Box ist hinter dem Sicherungskasten zwischen den Kabeln versteckt. Um da ranzukommen musst Du den Sicherungskasten zumindest aushängen und nach vorne wegklappen.


    Google Dir mal im Internet eine Anleitung, wie man im Detail den Sicherungskasten ausbaut. Die Arbeitsschritt sind nicht schwer:


    Deckel vom Sicherungskasten lösen (4 x Kreuzschraube)
    Die umgebende untere Cockpitabdeckung abschrauben (ich glaube 5 Schrauben TX25 oder TX30)
    Halterung des Sicherunskastens lösen (3 Schrauben, ich glaube 10er Nuss)


    Die Kabelstecker musst Du nicht lösen; einfach den losen Kasten nach vorne etwas wegklappen.


    Eine Taschenlampe hilft Dir beim Suchen. Als übliche Montageposition ist die WiPro häufig hinter dem Sicherungskasten mit einem Klebepad befestigt. Bei mir haben die Monteure aus Fockbek die WiPro einfach lustlos nach hinten Richtung Spritzwand in den Eingeweiden des Kabelbaum geschoben. Die Box lag dort lose rum.


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus

    Warum allerdings Marcus nicht einmal den Limiter testet obwohl wir bereits 4 x darauf hingewiesen haben ist mir ein Rätsel.
    So funktioniert das nicht.......
    Kurt


    Hallo Kurt,


    vielen Dank für Deine umfangreichen Beiträge.


    Nichts für ungut, aber um auf Deinen Kommentar zu antworten (ist nicht böse gemeint):


    Ich kann momentan nichts testen, da sich das Fahrzeug seit letztem Freitag in der Werkstatt des Händlers befindet, somit einfach eine räumliche Distanz zwischen mir und der Problemsicherung herrscht. Ich habe eine umfangreiche Reklamationsliste zu dem Neufahrzeug bei meinem Händler zu Protokoll gegeben, die ich im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung erledigt haben möchte. Die Fristsetzung, den Sicherungsfehler innerhalb von 14 Tagen zu lösen, hat zumindest mal dafür gesorgt, dass ich innerhalb von 7 Tagen das Fahrzeug in die Werkstatt bringen durfte. Bei der Termin-Knappheit in den WOMO-Werkstätten war das ja schon mal der erste Schritt in Richtung Problemlösung.


    Ich bin elektrotechnisch Laie und nur so schlau, wie ich es mir aus den Foren-Beiträgen und anderen Internet-Quellen anlesen kann. Seit der Fehler mit der Sicherung aufgetreten ist, habe ich ein sehr ungutes Gefühl gehabt. Daher wurde das Fahrzeug von mir nur noch unter äußerster Vorsicht aus dem Urlaub Richtung Heimat bewegt und anschließend geparkt. Insgesamt ist der Fehler 3 x innerhalb kurzer Zeit aufgetreten. Von elektrotechnischen Prüfläufen habe ich vorerst die Finger gelassen, weil ich kein Fachmann bin. Da war ich zurückhaltend aus Angst, eventuell einen noch größeren Schaden zu provozieren. Wenn entsprechende Fehlern bekannt sind, ist man ja auch verpflichtet, für eine Schadensbegrenzung zu sorgen. Von daher habe ich erstmal nicht experimentiert und die Sache der zuständigen Stelle - sprich der Händler-Werkstatt - zur Erledigung gegeben. Außerdem möchte ich partout vermeiden, dem Händler eine Begründung zu liefern, dass der Fehler auf der Bedienerseite - also bei mir liegt - und er sich aus der Sache rausziehen kann.


    Die Rückmeldungen, die der Händler aus seinen bisherigen Maßnahmen an mich weitergegeben hat, habe ich hier zum "Fakten-Check" zu Diskussion gestellt. Da lieferst Du, Kurt, und Hartmut viele hilfreiche Gedanken, für die ich Euch nochmal danken möchte. Es sind ja bereits einige Merkwürdigkeiten aufgefallen....


    Ich werde jetzt gleich mal wieder versuchen, den Herrn Werkstatt-Meister ans Telefon zu bekommen, damit er mir weiter berichten kann. Vielleicht ist er ja mittlerweile schlauer geworden. Den Punkt mit der Vorgabe "60A-Sicherung bei unlimitierter Leistung laut Büttner-Bedienungsanleitung" ist mir auch bewusst; diesen werde ich gleich auch nochmal ansprechen.


    Jetzt noch eine Frage vom Laien:Habe ich es richtig verstanden, dass die Haupsicherung der Aufbaubatterie zu schwach ausgelegt ist. Ist es als Problemlösung zulässig, diese Sicherung von 50A gegen eine 60A auszutauschen? Die Leitungsabgänge am Sicherungssockel sehen nach 10 mm2 aus. Gemäß dieser Tabelle


    https://www.sab-kabel.de/kabel…elastbarkeit-tabelle.html


    wären ja Ströme bis 73A zulässig. Oder gilt diese Tabelle für meinen Anwendungsfall nicht? Hält der Toptron EL624 das aus? Oder habe ich Euch mißverstanden, und Ihr sprecht über eine andere Sicherung?


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus

    Hallo Marianne und Gerd,


    meint Ihr die 50A-Haupsicherung der Aufbaubatterie, die im Bedienungshandbuch erwähnt wird? Diese befindet sich unter dem Beifahrersitz neben dem Elektroblock mit den kleineren Verbraucher-Sicherungen. Im Fußraum kannst Du die vordere Klappe der Sitzkonsole öffnen. Neben dem Block in Richtung Fahrerseite sollte ein dicker Sicherungssockel zu sehen sein. Die Sicherung ist mit einer schwarzen Kapppe abgedeckt. Nach den Lösen der Veriegelung und Abnehmen der Kappe liegt darunter die rote 50A-Maxi-Sicherung. Der Strom des internen Ladegerätes geht wohl nicht über diese Sicherung, sondern direkt in die Aufbaubatterie.


    Das Trennrelais, das für die Verbindung von Starter- und Aufbaubatterie zuständig ist, ist ist auf der Schaltplatine des Elektroblocks verbaut.


    So sieht es in unserem V65GE Ontour Edition 2020 aus. In Der Aufbau in Eurem Fahrzeug sollte sehr ähnlich sein.


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus


    Guten Morgen Kurt,


    alle Ampere-Werte, die mir aus dem Testlauf der Werkstatt berichtet wurden, beruhen auf den Anzeigewerten des Batteriecomputers Büttner MT 5000 iQ. Diesen hat die gleiche Werstatt auch verkabelt. Es wurden keine Stromwerte an den Einzelleitungen gemessen.


    Das ein Ladebooster, der in den technischen Spezifikationen mit 50A angegeben wird, einen Strom von 60A liefert, klingt für mich auch nicht schlüssig. Derart versteckte Leistungsreserven machen ja bei der Planung und Geräte-Auswahl keinen Sinn. Zumal Büttner ja auch die Geräte mit 60A und 90A im Sortiment hat, wenn mehr Strom gewünscht ist.


    Verfügst Du über entsprechende Stromlaufpläne in den Hobby-Fahrzeugen oder woher stammen Deine Detail-Informationen über die Ströme im WOMO? Das Bedienungshandbuch gibt diese Information für mich nicht her; hier sind ja lediglich die Anschlüsse und Sicherungsstärken am ToptronEL624 grob beschrieben. An mehr Hintergrundwissen mit entsprechenden Quellen wäre ich sehr interessiert!


    Wenn dem so ist, dass das interne Ladegerät nicht über meine "Problemsicherung " läuft, dann sollte das die Fachwerkstatt ja eigentlich auch wissen. Und dann macht ein solcher Prüfablauf, bei dem einfach "Alles an Ladestrom" am Fahrzeug aktiviert wird, ja keinen Sinn und stresst nur die Aufbaubatterien. Wenn ein Gerät mit 50A-Spezifikation plötzlich mehr liefert, freue ich mich weniger über die kostenlose Mehrleistung. Eher wäre dies ein Grund, die ordnungsgemäße Funktion des Ladeboosters anzuzweifeln und einen Gerätedefekt zu vermuten.


    Einen Wackelkontakt mit Kurzschluss auf Masse könnte möglicherweise aus dem Anschluss des Mess-Shunt für den Büttner MT 5000 iQ resultieren. Dieser ist mit einem blanken Masseband an der Aufbaubatterie unter dem Beifahrersitz angeschlossen. Diese Art des Anschlusses ist von Büttner so standardmäßig vorgesehen und im Lieferumfang enthalten. Unter dem Feifahrersitz ist alles sehr vollgestopft und in der unübersichtlichen Verkabelung konnte ich ohne Demontage der beiden Sitze noch nicht viel erkennen.
    Wo der Fehler liegt ist für mich deshalb nur Vermutung....


    Das Testen geht erstmal weiter. Bin gespannt was die Werkstatt weiteres raus findet. Ob die Herrschaften mit "offenen Karten" spielen und bei einem Fehler ihrerseits diesen auch zugeben würden, steht auf einem anderen Blatt. Die ganze Prüferei findet ja nicht in meinem Beisein statt. Möglich wäre ja auch, dass die den Fehler durchaus gefunden haben und jetzt aus der Welt schaffen, sich aber mit Ihrer Minderleistung bei mir nicht blamieren möchten und mir daher einen vom Pferd erzählen.


    Ich bin noch unschlüssig, wie ich verfahren soll, wenn die Fehlerursache nicht gefunden wird, und ich das WOMO in gleichem Zustand zurückbekomme. Würde ein gelegentliches "Durchbrennen der Sicherung" Deiner Meinung nach ein Sicherheitsrisiko darstellen? Ich bin ja für's erste mit einem 10er-Pack an 50A-Sicherungen bevorratet. Im Internet habe ich diese Jumbo-Sicherungen auch in einer Ausführung als Sicherungsautomat entdeckt. Kopf drücken und der Strom fließt wieder.


    Den Reparaturversuch lasse ich mir jedenfalls in einer Protokollnotiz festhalten und vom Händler schriftlich geben. Für den Fall der Fälle.


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus

    Hallo an das Hobby-Wohnmobilforum,


    mein Problemfahrzeug war über das Wochenende in der Händlerwerkstatt. Um den Fehler mit der 50A-Sicherung nachzustellen haben sie folgendes Prozedere durchgeführt:


    Die beide Aufbaubatterien Exide EK 950 AGM 95Ah wurden auf 25% entladen. Dann wurde die geleerten Batterien mit dem Ladebooster Büttner MT LB50 nachgeladen. Ladestrom am Anfang bis zu 60A!. Die Sicherung hält. Als weitere Verschärfung wurde über Landstrom das interne Ladegerät Dometic SMP 439 noch dazu geschaltet. Ladestrom über 80A!. Sicherung hält. Alle möglichen Verbraucher bis auf den Kühlschrank dazugeschaltet. Sicherung hält. Der Ladestrom wurde über den Batteriecomputer Büttner MT 5000 iQ angezeigt. Es erfolgte keine Messung an den Kabeln über ein Zangenamperemeter.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Die Werkstatt findet den Fehler nicht.


    Ich habe dann nochmal den Hinweis gegeben, dass wir während der Fahrt als Verbraucher nur den Kühlschrank über 12V laufen hatten. Welchen Einfluss der Kühlschrank hat wurde noch nicht getestet und soll die nächsten Tage erfolgen.


    Macht die Prüfprozedur von der Werkstatt Sinn und hört sich das plausibel an? Ich dachte immer, dass man nicht gleichzeitig über die Lichtmaschine/Ladebooster und Landstrom/internen Ladegerät laden soll. Gibt ja dann auch laut Bedienungshandbuch eine Alarmmeldung.


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus


    ++++
    Hinsichtlich des Ladestroms der Batterien ist es natürlich richtig, der Kühlschrank zieht ja vom Ladestrom einiges ab, wenn er denn auf 12V läuft. Wenn er aber ausgeschaltet ist, oder auf Gas steht, sieht das schon ein wenig anders aus.
    Zumindest sollte man das berücksichtigen.


    Hallo Hartmut,


    in meinem Fall lief der Kühlschrank während des Fahrbetriebes über 12V. Ich habe (noch) keinen Crash-Sensor in der Gasleitung verbaut, um auch während der Fahrt das Gas nutzen zu können. Ich glaube, dass kommt auch auf die Liste der technischen Ausstattung, die ich noch nachrüsten lassen sollte. Ist schon ein bisschen nervig, bei jeder Fahrzeugbewegung den Gasanschluss abdrehen und runterschrauben zu müssen.


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus


    2. Hast du schon mal keine Lithium Batterie verbauen lassen (sehr gut).


    Hallo Kurt,


    darf ich fragen womit Deine Ablehnung für LiFePO4-Technik begründet ist. Auch hier im Forum sind ja bereits einige Mitglieder mit LiFePO4 im Hobby-Wohnmobil unterwegs und sehr zufrieden damit. Wohnmobilisten, mit denen ich auf Stellplätzen ins Gespräch gekommen bin, waren immer des Lobes über ihren neuen Bordstromspeicher.


    Die Entscheidung für oder gegen LiFePO4 hat bei mir noch Zeit. Zuerst kommt jetzt die Nachrüstung mit dem 1500W-Wechselrichter, um auch mal außerhalb der Versorgung mit Landstrom einen E-Bike-Akku, einen Laptop, einen Wasserkocher, eine kleine Kaffeemaschine oder einen kleinen Föhn nutzen zu können. Dann sehe ich, wie gut die 2 x 95 Ah AGMs damit klarkommen. Die AGMs werde ich nutzen, so lange diese mitmachen. Wenn die Lebenszeit dieser Akkus dann am Ende ist und ein Austausch eh stattfinden muss, dann wird entschieden.


    Die Solarvorbereitung hatten wir ab Werk mitbestellt. Die Kabel liegen also bereits; allerdings enden die Kabel in den Oberschränken im rechten Schlafbereich neben der Toilette. Darüber ist auf dem Dach die Kathrein-SAT-Anlage installiert. Die Installationszone für Module ist auf der freien Dachseite rechts. D.h. es müssen Kabelkanäle quer auf dem Dach gezogen werden. Hätte Hobby die Kabel auf Seite der Küche in den Oberschränken rauskommen lassen, wäre bereits Alles auf der richtigen Seite verfügbar. Durch die Decke bohren und Kabelauslassdose setzen. Fertig. Da hat für meine Begriffe mal wieder jemand irgendwie um die falsche Ecke gedacht.


    Ich gebe Dir ja grundsätzlich recht, dass ein Wohnmobil für die Erholung gedacht ist. Wenn ich allerdings mit Fehlern an Bord unterwegs bin, die bei gewissenhafter Ausführung der Arbeiten, so nicht entstanden wären, dann ärgert mich dass ungemein.Das kann ich dann auch schwer verdrängen oder beiseite schieben. In bin halt von meinem Charakter eher der Typ, der bei Qualität auf 110% setzt und sich freut, wenn es richtig professionell erledigt wurde. Mit Schludrigkeit kann ich ganz schwer umgehen.


    Das WoMo habe ich heute zum Händler zur Durchsicht gebracht. Mal schauen was seine Werkstatt herausfindet und wo die Reise hingeht...


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land und ein schönes Wochenende


    Marcus

    Hallo Kurt,


    vielen lieben Dank für Deine ausführlichen und für mich als interessierten Elektro-Laien gut verständlichen Erklärungen. Kommt das Fachwissen von Deinem beruflichen Background oder beschäftigst Du Dich einfach gerne mit Elektrotechnik im Wohnmobil?


    Die Dip-Schalter Einstellung für die Begrenzung des Ausgangsstroms aus dem Ladebooster steht auf volle 50A. Ob die Sicherung auch durchraucht, wenn ich den Ausgang am Ladebooster auf 45A begrenze habe ich noch nicht getestet.


    Der Moderator Hartmut hat ja etwas weiter unten im Thread schon darauf hingewiesen, dass er den Ladestrom von 50A verteilt auf zwei AGM für zu hoch hält und empfiehlt nur einen Strom von 0,2C x 190 Ah = ca. 40A. Bei den derzeit verbauten AGMs wird sich aufgrund des Ladeverhaltens der Strom eh nach kurzer Zeit mit steigendem Ladezustand stark reduzieren. Von daher bringt es jetzt praktisch keinen Gewinn, ob bei mir der Ladestrom begrenzt 45A oder volle Power 50A hat. Bei einer später angedachten Umrüstung auf LiFePO4 wäre die volle Leistung dann schon was Feines.


    Zu dem Thema WCS ja oder nein:
    Die Youtube-Videos sind für mich ganz unterhaltsam. Momentan "reiben" sich ja wohl WCS und GNS in Mönchengladbach auf dieser Plattform ziemlich heftig um die Frage, wer wessen Arbeit schlecht redet oder zu viel rummlabert, ohne jeweils konkret den Namen des Konkurrenten zu nennen. Labern tun sie beide auf Youtube. Das brauche ich Alles nicht. Was ich halt als Installationsbeispiel immer ganz nett finde sind die saubere Verlegung aller Komponenten und Kabel sowie die Qualität an Kabelschuh-Crimpungen. Dass hat schon schon was. Soweit ich bei meinem V65GE unter die Sitzkonsolen blicken kann, sieht es eher nach einem "Teller Spagetti beim Kindergeburtstag" aus. Die Empfehlung der Leitungsquerschnitte aus der Büttner-Beschreibung sind wohl alle eingehalten. Mit einem alternativen Kalkulationstool auf


    https://www.crosli.de/kabelque…t-berechnen-kabelrechner/


    gerechnet, kommen allerdings immer leicht höhere Querschnitte heraus. Die Kabelschuhe sind bei mir von der einfachen Sorte. Bei den Messleitungen wurde auf Aderendhülsen verzichtet und die dicken Leitungen mit ordentlich Last sind nicht in einem Schutzrohr gegen Durchscheuern gesichert. Gewisse Kabel-Anstückelungen sind auch schwer verbesserungsfähig. So einen richtigen Voll-Scheiß habe ich allerdings noch nicht aufgedeckt. Was davon Serien-Installation von Hobby ist und was die Werkstatt verbrochen hat, gilt es jetzt zu klären. Ich denke, ein "Qualitätsgrad" der Verkabelung und Installation so in der in der Mitte zwischen meinem jetzigen Zustand und einem WCS-Ergebnis wäre ein ordentlicher Kompromiss. Oberstes Kriterium ist mich, dass die verbaute Technik die Funktion hat, wie sie zugesagt oder beworben wurde, und dass dort keine Abstriche gemacht werden, was Fahrzeugsicherheit angeht. Ob jede Leitung raus muss und mit dem Lineal gezogen dann erneuert wird, ist nicht die Frage. Dass hat dann auch damit zu tun, wie viel einem letztendlich das Wohnmobil wert ist. Ich möchte zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls nicht meine freien Finanzmittel in ein WCS-All-inclusive-Upgrade stecken. Ist ja irre, was sich die Leute alles bei WCS oder GNS auf ihre Morrellos und Concords drauf- und reinbauen lassen. Mein Lottogewinn steht leider noch aus. Bis zur Rente muss noch ca. 20 Jahre das Geld mühsam verdient werden.


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus

    Hallo Marcus,


    ich denke mal nicht das der Ladebooster falsch verbaut wurde. Der Hintergrund warum deine 50A sich jedes mal verabschiedet ist folgender: Der Ladebooster liefert 14,5V/50A das sind nach P=U*I, 725W. Deine "intelligente" Lichtmaschine liefert aber nur 12,5V was dazu führt das auf der Primärseite dann nach P/U=I, 58A benötigt werden. Zusätzlich rechnet man bei Volllast mit 10% Verlust. Demnach werden bei dir auf der Primärseite ca. 64A fließen. Das kannst du ganz einfach mit einem Zangenamperemeter überprüfen. Das dann die 50A Sicherung anspricht muss so sein und ist auch gut so.


    Gruß Kurt


    Hallo Kurt,


    um nicht für Verwirrung zu sorgen, nochmal folgende Informationen:
    Der Ladebooster holt sich seinen Strom doch über die Anschlussleitung an der Starterbatterie und schiebt diesen mit einer gewandelten, höheren Spannung in die beiden Aufbaubatterien. Die Anschlussleitung Starterbatterie -> Ladebooster ist mit einer 80A-Sicherung direkt im Batteriekasten im Fussraum verbaut. An dieser Sicherung ist alles O.K.. Wenn der Ladebooster für einen entsprechenden Spannungsabfall in der Starterbatterie gesorgt hat, schiebt die "intelligente Lichtmaschine" wieder Strom in die Starterbatterie. Dass der Ladebooster sich dem Strom direkt von der Lichtmaschine holt wäre mir neu.


    Bei einer schnellen Google-Suche habe ich zur Stärke der im Citroen Jumper II Grundfahrzeug Model 2020 mit 2.2 HDI und 140 PS nichts finden können. Im Teile-Handel habe ich nur Pre-EURO6dtemp-Lichtmaschinen mit 150 Ampere Ladestrom gefunden. Ich meine mal gelesen zu haben, dass der Citroen sogar eine 220A-Lichtmaschine hätte, finde dazu aber gerade nicht die Quelle.


    Meine Problemsicherung ist der 50A-Riegel neben der Toptron-Zentralsteuerung unter dem Beifahrersitz. Soweit ich es bis jetzt verstanden habe liegt diese zwischen der Toptron und den Aufbaubatterien und hat keine direkte Verbindung zur Lichtmaschine.


    Diesen Freitag habe ich einen Werkstatt-Termin bei meinem Händler. Dieser hat den Ladebooster auch eingebaut und steht in der Gewährleistungspflicht und muss den Fehler beheben.


    Nach Austausch mit dem Forumsmitglied THA alias Thomas deutet für mich halt viel darauf hin, dass auf eine Modifikation der Trennrelais-Schaltung im Toptron verzichtet wurde und die Sicherung jetzt sowohl vom Ladebooster als auch nochmal von der Starterbatterie Feuer bekommt und dann aufgrund von Überlastung durchbrennt. Leider ist der Technik-Abteilung bei Toptron keine Information zu entlocken, welche Fehlerbilder woher stammen, oder wie man gezielt das Trennrelais umgehen kann oder wieviel Strom die Leiterbahnen auf der Platine der Toptron 624 verträgt. Die Toptron 624 wird exklusiv für Hobby gebaut und ist technisch so abgenommen. Alle technischen Dinge muss der Kunde mit Hobby zu klären. Es gab da wohl auch schon einen Garantiefall mit einer Toptron-Modfikation, bei dem ein WoMo einen Schaden von 40.000 EUR hatte. Auf diesem sind die Toptrons wohl sitzengeblieben und gehen jetzt bei der Herausgabe von Technik-Infos auf Nummer sicher; sprich: Die sagen nix!


    Ein Zangenamperemeter mit Multimeter-Funktion habe ich mir für die kommenden Stromprobleme schon mal angeschafft. Ich habe den Eindruck, so etwas ist beim Bordwerkzeug des Hobby gut aufgehoben.


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus


    Hallo Thomas (aka THA),


    ich habe einen V65GE Ontour Edition 2020 in dem auch die TOPTRON 624 verbaut ist. Hast Du eine technische Dokumentation von dieser Zentralsteuerung oder konntest Du Dir die Funktion der verschiedenen Bauelemente auf der Platine aufgrund von Elektro-KnowHow selber ableiten?


    Wir haben uns von Händler direkt einen Büttner-Ladebooster MT LB-50 mit 50A-Ladestrom einbauen lassen. Nun hatten wir bei unserer ersten großen Sommerausfahrt das Riesenproblem, dass während der Fahrt die 50A-Sicherung (verbaut unter den Beifahrersitz neben der TOPTRON 624) mehrmals durchgebrannt ist. Meine starke Vermutung ist, dass im Anschluss des Ladeboosters der Fehler liegt. Der Händler hat bereits ein dickes Reklamationsschreiben dazu.


    Kannst Du mir kurz erläutern, welche Fehler auftreten würden, wenn bei einer Ladebooster-Nachrüstung auf die Modifizierung des internen Trennrelais verzichtet wird? Wäre ein Fehler, wie in meinem Fahrzeug damit erklärbar?


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus


    Hallo Hartmut,


    Danke für Deine Einschätzung der Situation,
    ich hatte beim meinem theoretischen Einlesen in das Thema Bordstrom einen maximalen Ladestrom von 0,25C bis 0,3C bei AGMs aufgeschnappt. Bei der Auftragsdurchsprache hieß es dann von der Werkstattseite auch: "50 Ampere - Geht! Das Ergebnis dieser Aussage habe ich jetzt als dicken Sack Probleme an den Hacken. :angry:


    Von Deiner fachlichen Meinung ist also eine Leistungsreduzierung dringend angeraten. Den Ladebooster mit 50A hatten wir uns ausgesucht, damit wir für eine spätere Umrüstung auf LiFePO4 (zwischen 100Ah und 200Ah) schon mal eine performante Ladetechnik an Bord haben. Ein kleiner Ladebooster hätte ja dann wieder etwas von der schönen Schnell-Lademöglichkeit im Fahrbetrieb eingebüßt.
    Der Büttner MT LB-50 hat eine Limiter-Funktion, um diesen auf 45A zu begrenzen. Das wäre dann möglicherweise der Weg, diesen mit den beiden AGMs in der bisherigen Form weiter zu betreiben. Aber auf jeden Fall muss die Werkstatt das jetzt erstmal durchschauen.


    Ich bin mit meinem Hobby-Händler kreuzunglücklich - aber er und seine Mannschaft haben den Bockmist nun mal verzapft und sind dafür in die Gewährleistung zu nehmen. Nun bekommt er die ihm rechtlich zustehende Möglichkeit, eine Fehlerbehebung durchzuführen. Ich werde das mit ihm aber auch nochmal besprechen, ob es von seiner Seite nicht die Möglichkeit gibt, die Fehlerbeseitigung an eine andere Werkstatt zu übergeben, die in Wohnmobil-Elektrik fitter ist. Natürlich auf seine Kosten. Sonst befürchte ich, dass das eine "Never-Ending-Story wird.


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus

    Hallo Walter,


    an einem gemieteten T65GE mit Premiumheck hatten wir damals auch einen Schaden: Rechte und mittlere Blende in unteren Bereich eingedrückt. Risse auf beiden Elementen im Gelcoat und eine sichtbare Lücke im Bereich zur Garagentür. Laut erster Aussage des Vermieters bei Rückgabe: "Oh, das wird teuer. Da ist die Kaution von 1.500 EUR auf jeden Fall weg! So war es bei der Schadensbegleichung über die Versicherung auch: Über 2 Mille hat der kleine Rempler an Schaden verursacht.
    Offizielle Aussage: Laut Werkstatt ist der gesamte Verkleidungsbereich im Heck geklebt und ohne Beschädigung nicht demontierbar!
    Dass der Vermieter kein Interesse hat, den Reparaturaufwand zu minimieren, ist ja klar. Ich gehe sogar mal soweit, dass ich bezweifel, dass das Fahrzeug während seines Daseins als Leihfahrzeug tatsächlich in dem Umfang repariert wurde, wie mit der Versicherung letztendlich abgerechnet. Der Schaden war ja recht unauffällig.


    Zum Glück hatten wir vor der Fahrt eine Kautionsversicherung abgeschlossen. So blieb nur ein kleiner Selbstbehalt von 200 EUR für uns übrig.


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus



    Hallo Olaf,


    ich habe auch nicht eine Sekunde an den Gedanken verschwendet, so eine stark ausgelegte Sicherung mit einem Draht zu überbrücken. Das wäre ja vielleicht ein prima Strandfeuer auf dem Sandparkplatz in Sankt Peter Ording geworden. ;)
    Mir ist natürlich auch klar, dass dieser Mangel von Grund auf behoben werden muss, und dass ein Verbrauchsvorrat von 50A-Sicherungen keine dauerhafte Option ist. Bei unserer Urlaubsausfahrt ging es halt erstmal darum, mit einen funktionierenden Wohnaufbau die nächsten 3 Tage nach Haus zu kommen. Ansonsten hätten wir den Urlaub abbrechen müssen.


    Das Womo steht nun erstmal bei uns vor der Tür und in diesem geparkten Zustand ist bisher nichts weiter passiert. Der Fehler tritt halt nur während der Fahrt auf. Bei der Fahrt haben wir die 50A-Sicherung auch gezogen; den Weg nach Hause haben wir auch ohne Navi gefunden. :)


    Ich habe jetzt das Reklamationsschreiben mit Fristsetzung an den Händler und seine Werkstatt verfasst. Leider habe ich bereits eine lange Liste an Mängeln, manche nur optischer Natur ohne Funktionsverlust, manche halt von der nervigen Sorte - und nun dieser dicke Knaller.:(


    Dass die Händler bei derlei Erweiterungen echten Mist abliefern, ist in der Tat ein riesiges Ärgernis. Ich verstehe auch nicht, warum sich der Händler und seine Werkstatt diesen Ärger, den sie nun mit mir bekommen werden, antut. Ich bin jetzt voll auf AGRO :evil:!!!


    Die Branche boomt so dermaßen, dass alle Händlerwerkstätten mit den anfallenden Garantieabwicklungen und dem üblichen Caravan-Kram völlig ausgelastet sind, wenn Sie diesen vernünftig durchführen. Wenn solche Nachrüstung wie Ladebooster und Batterie-Computer die technischen Fähigkeiten der Werkstatt übersteigen und das Ergebnis dann nicht hinhaut, dann sollte man diese ehrlicherweise auch nicht anbieten. Dann muss man solche Arbeiten halt an eine begabtere Hand auslagern. Ich bin ja mittlerweile froh, dass ich beim einem Händler nicht dass große Erweiterungspaket mit Solar-LiFePO4-Wechselrichter dazugeordert habe. Das hätte ja vermutlich einen gegeben. "So viele Kabel, neh, neh, neh!"


    Zwischendurch habe ich auch mal überlegt, ob ich nicht bei WCS alle Elektroproblemefixen lasse, aber dann bekommt der Händler und sein Werkstattmeister den "Persil-Schein" und ist aus der Gewährleistung was Elektro angeht raus. Außerdem bleiben die Kosten dann an mir hängen. Denn Gefallen tue ich meinen "Hobby-Partnern" nicht.


    Da Du WCS erwähnt hast, noch eine kleine Nachfrage: Hast Du selber Erfahrungen mit denen oder sind Dir lediglich die Videos auf YouTube bekannt? Von der Montagequalität; Verkabelung, etc. sieht dass für mein Auge immer top aus. Der Weg von zuhause bis zu deren Werkstatt in Goch ist jetzt auch keine Weltreise für mich.


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus

    Hallo Marcus,


    vielen Dank für die gute Anleitung. Mir ist das Gleiche passiert, allerdings nicht die Original Karte, nur eine kopierte Karte. Die fliegt jetzt noch im Radio rum. Ja, das ist halt Hồ Chí Minh - Technik. :woohoo: . Vielleicht pule ich die Karte im Winter mal raus. ;)


    Gruß Uwe


    Hallo Uwe,


    hattest Du Deine kopierte Micro-SD-Card in den linken Slot geschoben?. Soweit ich hier im Forum mitgelesen habe, ich die Karte mit den Navi-Dateien durch Digital-Rights-Management gegen Kopieren geschützt bzw. auf der kopierten Karten fehlen irgendwelche versteckten Daten und nix läuft.


    Oder hattest Du das gleiche Malheur auch mit dem rechten Slot?


    Gruß aus dem Bergischen Land


    Marcus

    Hallo Hobby-Forum,


    auch in unserem V65GE Ontour Editition werkelt serienmäßig das Blaupunkt Series 690 DAB Camper. Ich habe bereits einmal erfolgreich das Kartenmaterial über die Naviextra-APP kostenlos aktualisiert. Beim Aktualisieren der Blaupunkt-Firmware ist mir aus Unachtsamkeit ein großes Malheur passiert.


    Ich habe die SD-Card falsch herum mit den Kontakten zur linken Seite in den linken Slot gesteckt.


    Da blieb Sie dann stecken und ich bekam Sie nicht mehr heraus. Alles Stochern mit Pinzetten und Nadeln half nicht; die Karte wanderte immer tiefer in das Gerät und fiel irgendwann ins Innere des Gerätes. In welcher Ausrichtung die Micro-SD-Card in den Slot zu schieben ist, wird übrigens in der Bedienungsanleitung auch nochmal extra erwähnt. Das der Slot nicht idiotensicher ist weiss ich nun zu gut.
    Nach der ersten Panik-Attacke und reichlich Ärgern über die eigene Blödheit, habe ich dann am nächsten Tag in aller Ruhe das Radio ausgebaut und die Micro-SD-Card wieder aus dem Radio befördert.


    Ich habe bei meinem Rettungsversuch und die Operation am Blaupunkt einige Fotos gemacht, die Euch bei ähnlichen Problemen weiterhelfen könnten. Das erspart den teuren Gang zum Hobby-Händler oder Blaupunkt-Service. Ich empfehle dringend das Gerät nur auf einem gut ausgeleuchteten Arbeitsbereich daheim zu zerlegen und dies nicht im Wohnmobil zu wagen. Die Schrauben und die Micro-SD-Cards haben ein Eigenleben und wandern munter umher. Im Fahrzeug findet Ihr die NIEMALS WIEDER.......


    Wichtiger Hinweis:
    Wer die Rettung seines Gerätes wagt, tut dies auf eigenes Risiko. Ich übernehme keine Verantwortung, wenn Ihr bei einer solchen Oparation Eurer Blaupunkt schrottet. Die Garantiesiegel blieben bei meiner Aktion übrigens völlig unbeschädigt, so dass es bei der Geräte-Gewährleistung in Falle des Falles keinen Stress mit dem Händler gibt.


    Beschreibung des Ausbau des Radios aus dem Cockpit:


    1. Zündung aus, Radio aus


    2. Den glänzenden Einbaurahmen mit dem Blaupunkt-Logo kann man vorsichtig mit einem Kunststoff-Spatel oder langen Fingernägeln lösen. Dieser ist nur gesteckt.


    3. Kreuzschrauben lösen mit mittlerem und kleinen Schraubendreher Phillipps-Kopf PH1.


    4. Radio aus dem Schacht ziehen. Dabei vorsichtig darauf achten, die Kabel nicht zu beschädigen


    5. Hintere Kabelstecker, Antenne etc. lösen.


    6. Erster Teil geschafft: Das Radio ist raus.



    Zerlegung des Gerätes in einer gut ausgeleuchteten Werkstatt / Küchenarbeitsplatte / Esszimmertisch
    (Ich nenne es mal "Operations-Saal"):


    1. Seitliche Blechwinkel abschrauben, jede Seite jeweils 4 dicke Schrauben.


    2. Am schwarzen Display-Rahmen (glänzender, schwarzer Kunststoff) die seitlichen kleinen schwarzen Schrauben mit kleinem Schraubendreher (ganz feine Spitze) herausdrehen.Sind insgesamt 6 Schrauben: 4 x länger, 2 x kürzer


    3. Auf der langen Gehäuseseite ist der Elektronik/Display-Teil nochmals mit einer mittigen, kleinen Schraube am Blechgehäuse fixiert.


    4. Seitliche Haltelaschen aus schwarzem Kunststoff vorsichtig aushängen.


    5. Runden, silbernen Bedienungsknopf an der Vorderseite von der Welle ziehen; der ist nur gesteckt.


    6. Eventuell USB-Stick mit Mediendateien entfernen


    7. Der Kunststoffrahmen kann jetzt auf einer Seite vorsichtig etwas vom Elektronik/Display-Teil abgehebelt werden, so dass ein Spalt ensteht.


    8. Gerät kopfüber ausschütteln, bis die verschluckte Micro-SD-Card herausfällt.


    9. Ggfs. sitzt die Micro-SD-Card noch im Slot im hinteren Teil fest. Dann mit einer weiteren Micro-SD-Card (diese dient als Stempel-Werkzeug) die verschluckte Karte komplett durch den Slot schieben. Der Slot ist in sich ist nicht geschlossen und die Problemkarte hat keinen Anschlag nach hinten; diese kann nach hinten oder seitlich durchfallen und sollte dann frei im demontierten Bedienteil liegen.


    10. Falls die Karte im noch Slot hängt: Die Slot-Einheit ist auf eine kleinen Platine verbaut und diese ist auf einer Steckbrücke aufgeschoben. Man kann die Slot-Einheit teilweise oder auch ganz abziehen Dann sollte die "Problemkarte" zugänglich sein. Die Slot-Einheit anschließend wieder korrekt auf die Steckbrücke aufschieben. Diese Slot-Einheit verhindert leider, dass man den schwarzen Kunststoffrahmen vom Elektronik/Display-Teil lösen kann.


    11. Zusammenbau des Radios und Einbau in umgekehrter Reihenfolge wie oben.


    Fertig!


    Optional:


    12. Bier / Wein / Schampuss trinken und die erfolgreiche Rettung feiern.


    13 .Feierlich schwören, immer, immer, immer die Bedienungsanleitung zu lesen, um nicht durch falsche Handhabung solche Rettungsaktionen zu verursachen.


    Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land


    Marcus


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    Hallo Micha,


    ich bin wie Du auch der Meinung, dass da ein Profi ran muss. Die klitze-kleine Herausforderung dabei ist, dass mein Hobby-Händler mit seiner Wohnmobil-Werkstatt wohl nicht den "Professionalisierungsgrad" oder die Motivation hat, den ich mir wünsche. Dieser hat die ganze Umbauerei verbrochen und vermutlich, aufgrund der mit Terminen übervollen Werkstatt, geschludert. Leider bin ich wegen der Gewährleistungsansprüche, die ich gegen ihn habe, noch mindestens 22 Monate an diese Firma gebunden. Danach kann ich mir dann einen "Profi" suchen. Wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt bereits einen anderen "Profi" an das Fahrzeug ranlasse, dann stelle ich dem Händler einen Persilschein aus, und er kann bei weiteren Fehlern immer die andere Werkstatt als Verursacher bezeichnen und sich selber aus der Gewährleistung nehmen. Diesen Gefallen werde ich ihm nicht erweisen.


    Das bei Eurem Optima mit werks-eingebauter, zweiter Aufbaubatterie ohne weitere elektrische Zusatzeinbauten die 50A-Sicherung fliegt und dann von mehreren, unglücklichen Umständen gesprochen wird, zeigt mir, dass bei Hobby oder Deinem Hobby-Händler nicht transparent mit dem Kunden umgegangen wird. Das bei meinem Fahrzeug aus dem aktuellen Jahrgang so ein Fehler wiederholt auftritt, deutet auf fehlenden Willen hin, solche Fehler in der Technik dauerhaft zu eliminieren, z.B. durch Verbesserung der Montagequalität, Planung, Auswahl der Komponeten..


    Dies sind jetzt alles Vermutungen von mir, aber ich reime mir aus den Informationen, die ich so sammeln kann, mein Bild zusammen.


    Gruß aus dem Bergischen Land


    Marcus