Das Entscheidende ist die Bausubstanz hat man ein relativ gut gedämmtes Haus zB aus 2005 mit Fußbodenheizung, kann eine WP funktionieren. Den sie muss nur geringen Vorlauf bringen und arbeitet damit ohne elektrische Zuheizung und nicht im Maximalbereich. Faszinierend muss sie aber richtig eingestellt sein, was oft nicht bei Montage passiert. Dann bleibt es bei den Standardwerten der Hersteller und nicht bei den Individualwerten des Hauses. Das kostet Energie - mindestens.
Derzeit sind die WP durch die Förderpolitik völlig überteuert.
Dazu kommt ggf. die Dämmung des Hauses und der Umbau der Heizungsanlage auf mindestens mehrlagige und große Radiatoren, damit der Vorlauf nach unten kommt. Wirtschaftlich ist da unter Einbezug von Lebensdauer, AfA, Finanzierung kaum noch. Zudem ist der Strom aktuell noch teuer. Und: Im Winter ist auch wenig mit PV … und wann braucht man die WP?
Gasheizung ist viel günstiger beim Einbau. Geringere AfA und Finanzierung, kein Umbau des Objektes, 1:1 Tausch. Sicher irgendwann wird Gas teurer und es kommt ein Kippunkt bei den Kosten. Aber wir mit 60 Lenzen auf der Uhr werden das vermutlich nur noch am Rande erleben. Die Kinder wollen/brauchen das Haus nicht. Also Zukunft = zu vernachlässigen.
Ergo: es ist und bleibt eine sehr individuelle Entscheidung, die von vielen Dingen abhängt. Jemanden zu finden, der aus den ganzen Parametern die beste Entscheidung ableitet, ist schwer.