Reich Achswaage

Feiertag?
  • Moin ihr Lieben,


    gibt es denn hier Erfahrungen mit dieser Reich Waage für die Reifen? Ich bin am überlegen, diese überteuerte Teil zu kaufen, aber die Rezensionen sind nicht wirklich dolle. Und ja, ich habe auch schon gesehen, dass jemand sich so eine Rampe gebaut hat, sogar für beide Reifen, aber ich habe keine Werkstatt zum basteln.


    Wie ist da so die Erfahrung? Vor allem auch mit den Toleranzen?
    Macht das Teil Sinn oder ist Däumchendrücken etwa genauso präzise wie die Messungen?


    Oder gibt es irgendwo noch einen anderen Hersteller, der nicht das Monopol an Achswaagen besitzt? Ich habe nix gefunden.

    Gruß von
    Peter!


    Hobby A65 KM von Febr. 2022, 4m Thule Markise nachträglich angebaut, 5G-Antenne mit Router auf dem Dach.

  • Moin Peter,


    ich besitze die Reich Achswaage 1500 kg. Die Wiegerei ist ein wenig figelinsch. Mit einer selbst gebastelten Rampe aus einem Alublech und zwei abgeschrägten Holzbrettern funktioniert es aber ganz gut. Ich fahre mehrmals ganz langsam über die Waage und nehme dann den höchsten Wert. Der Vergleich mit dem Wiegeergebnis auf einer Waage bei uns im Wertstoffhof zeigt nur leichte Abweichungen von max. 20-30 kg. Ich bin zufrieden.


    Gruß Karsten

  • Hallo Peter,
    wir haben so ein Teil. Ich kann mal ein paar Punkte (ohne Wertung) anführen :
    - Die Genauigkeit ist mit 3% angegeben, bezogen auf unser WoMo wären das bis zu ca. 100 kg - sollte man in die Kalkulation einrechnen
    - Die Meßgenauigkeit hängt etwas damit zusammen, wie man drüberfährt. Speziell zu schnell gibt ungenaue Werte.
    - Der Untergrund muß plan sein und es sollten keine Steinchen o.ä. unter der Waage liegen (z.B. Beton oder Asphalt, am besten plus Handfeger)
    - Man mißt alle 4 Reifen durch und bekommt Gesamtgewicht, Achsgewicht und Einzelgewichte.
    Soweit Aussagen, die auch aus der Anleitung stammen könnten.


    Unsere Vorgehensweise :
    Wir messen jedes Rad dreimal, daraus berechnen wir den Mittelwert, um Einzelschwankungen zu mindern. Zudem fällt sofort auf, wenn ein Wert ein 'Ausreißer' ist, also zu weit von den anderen beiden weg ist (dann halt nochmal messen).
    Das Drüberfahren habe ich verbessert, indem ich eine Art Rampe aus Holz gefertigt habe : ein rechteckiges Brett, etwas dünner als die Waage, damit sich der Reifen nicht auf dem Holz abstützen kann. In der Mitte ist ein Freiraum, in den die Waage kommt. Nach rechts und links läuft das Brett zu den Seiten auf Null aus (Bild könnte ich ggf. nachliefern)
    Wir haben das von Hobby angegebene Leergewicht (im nicht modifizierten Auslieferungszustand) mit der Waage auf diese Weise gemessen und es hat gepaßt. Und nein, wir waren nicht auf einer LKW-Waage zum checken. Erstens wäre die nächste -zig km von uns weg und zweitens haben die auch Toleranzen - welchem sollte ich glauben ?
    Wir notieren die Werte, ein kleines Excel-Sheet rechnet Mittelwerte, Achslast und Rechts-Links-Gewicht aus.


    persönlicher Kommentar :
    zufrieden damit ? Ja, das Teil tut das, wofür es bei uns gedacht ist
    würde ich wieder kaufen ? Vermutlich ja, es gibt etwas Vertrauen, daß man die 3.5t noch nicht 'gerissen' hat, ohne lange Wege zu irgendwelchen LKW-Waagen zu fahren
    anderen den Kauf empfehlen ? Nö - das muß jeder für sich entscheiden Jeder hat andere Prioritäten, und ich will nicht Schuld sein, wenns dann später doch nich so dolle ist ....


    Gruß,
    Horst

  • Moin zusammen,


    bei einer Ungenauigkeit von 3% ist das Teil dann ja für die Fraktion der 3,5t Fahrer eigentlich Unsinn.
    Denn da geht es um die letzten Reserven und wenn theoretisch eine Fehlmessung von 105kg besteht, dann bringt das definitiv gar nichts.


    Ich empfehle jedem die Waagen zu nutzen, welche auch von den Behörden genutzt werden.
    Da kann man gegen einen kleinen Betrag sein Fahrzeug wiegen lassen. Wo man diese Waagen in der Nähe seines Wohnortes findet, lässt sich im Netz einfach recherchieren.


    Wenn man das ab und an macht, hat man nach einer Zeit auch en Gefühl dafür, was man mitschleppen kann und was nicht.


    Am besten ist, dass Fahrzeug inkl. den üblichen Dingen zu messen, Eine Gesamtmessung und dann die Achsen einzeln. Alles was man dann zusätzlich reinpackt mit einer normalen Personwaage wiegen und entsprechend addieren.


    Was die Achslast angeht, so gilt die Faustregel: Schwere Dinge soweit wie möglich nach vorne.


    Gruß
    Olaf

    1985 - VW T2 "Bulli"
    1991 - CI Autohome MK III auf FORD Transit "Free Willy"
    1997 - IVECO TurboDaily Kasten hoch/lang "Le Petit Prince"
    2006 - Hobby 700 FMC auf Ducato 230 / 2,8JTD "Frodo"
    2017 - Hobby Toskana Exclusive 750 H FLC/ 3.0 Multijet "Frodo II"


    Einmal Womo Sapiens immer Womo Sapiens

  • Ich habe auch so ein Teil und hatte mir damals dazu auch eine Stahlrampe gebaut. Beim Wohnwagen hatte ich im Vergleich zu einer "richtigen" Waage eine Abweichung von ca. 80kg.
    Wie schon von meinen Vorschreibern erwähnt, gibt es leider viele Punkte, die bei einer richtigen Nutzung zu beachten sind. Ich glaube damals war sogar wichtig, ob volle oder halb volle Batterien im gerät sind.


    Wer möchte, kann sich meine Rampe + Waage zum Testen gerne ausleihen (natürlich bei Selbstabholung!).

  • Moin,
    wir haben uns die Reich Waage bis 1500 kg gekauft, und haben festgestellt, dass im Vergleich zu der Waage vom Ortlichen Entsorger nur eine kleine Differenz besteht.
    Auf der öffentlichen Waage wurde 3600 kg gemessen.
    Gleich im Anschluss haben wir mit der Reich 3550 kg gemessen.
    VL = 776kg
    VR = 759kg
    HL = 965kg
    HR = 1060kg
    Vorderachse = 1525 kg
    Hinterachse = 2025 kg
    Es ist wichtig, beide Räder auf gleiche Höhe zu bekommen, um verlässliche Werte zu bekommen.
    Ebenso sollte der Untergrund einigermaßen in der Waagerechten sein.
    Und ganz wichtig, langsam über die Waage zu fahren ( max. Schrittgeschindigkeit).
    Wir sind um Falschmessungen auszuschließen mit jedem Rad ca. 5 bis 6 mal rübergefahren.


    Ich habe eine Überfahrhilfe gebaut.



    Ich würde sie nochmals kaufen.
    Wer mag kann sie mal ausprobieren in Hamburg Nord.


    Gruß Dirk

    Gruß Dirk


    Planlos geht der Plan los 🫣😘
    DIGGA=Optima Ontour Edition V65GE 2021, 165 🐎, AHK, Solar 240W, 2x 100A Lithium, Ladebooster 1212-30A, Ectiv 20 SI Wechselrichter, Zentralverriegelung an der Aufbautür, Alarmanlage, Regal in der Heckgarage, Hohlraumversiegelung, Unterbodenschutz mit MS, usw.


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  • Hi Dirk,
    das mit dem „ Probieren in Hamburg“ ist super Cool! Ich habe auch eine, mit der Originalplatte aus schwarzem Riffelblech! Könnt ihr bei mir in Baunatal ggf. auch ausprobieren! Allerdings bin ich nicht so zufrieden…ca. 100kg Differenz zur Autowaage! Mal viel mehr, mal viel weniger🤢 Wurde ja hier auch schon beschrieben!
    Wir sind in 10Minuten an einer Waage! Das Schwitzen hat damit vor Drakonischen Strafen, bei Unfall/Überladungsstrafen im Ausland ein Ende! Deutschland hat ja grosszügige Überladungsgrenzen! Aber immer an die Versicherung bei einem Unfall denken!
    Allseits gute Fahrt wünsche ich aus der Mitte Deutschlands!
    VG
    Joachim
    PS: Es gibt daher nur auf den richtigen Waagen die nötige und nicht trügerische Sicherheit!

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