Frage an die Elektro- Experten hier bez. LiFePo4- Umrüstung

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  • Hallo in die Runde!


    Ich hätte die Gelegenheit, sehr günstig von einem Bekannten eine recht junge Liontron LiFePo4, 150 Ah ohne Heizung zu bekommen. Ich wollte ja schon länger umrüsten, hab aber noch damit gewartet, weil meine aktuelle 120Ah- Bleibatterie erst ca 3 Jahre alt ist und bisher noch gut funktioniert. Nun ist das Angebt schon sehr verlockend, ein echtes Schnäppchen, der Akku hat erst 55 Ladezyklen in 2 Jahren.


    In der Beschreibung steht auf der Seite des Herstellers, dass für diesen Akku die Ladeperipherie von der vorherigen Bleibatterie nicht geändert werden muss. Da ich als Laie hier nichts falsch machen möchte, frage ich Euch, ob man das so einfach glauben kann.

    Ich habe den Victron Solarregler MPPT 75 I 15 verbaut, den man wohl auf LiFePo umstellen kann. Ansonsten ist meines Wissens noch alles original, das Ladegerät, der Regler, usw. Kann es denn wirklich so einfach sein? Mit dem integriertem BMS hätte ich ja die volle Kontrolle über die Daten des Akkus.


    Einen Wechselrichter haben wir bisher nicht benötigt, und in Zukunft wohl auch nicht. Es läuft alles auf 12V.


    Ich wäre sehr dankbar für eine fachliche Aufklärung in speziell diesem Thema mit genau diesem Akku.

    Vielen Dank im Voraus! 👍🏼😉


    VG, Frank

    Hobby Toskana 615 GLFC, 2009, 130 PS

  • Hallo Frank,

    ich habe wirklich nur den alten Bleiakku raus und die Liontron eingebaut - das hat problemlos geklappt , maximaler Ladestrom von der Lima lag bei 25 Amp wenn die Liontron leer war - soweit unkritisch für Lima .

    Ich habe den gleicher Solarregler und diesen habe ich umgestellt .

    Leider hat mein uraltes Landstromladegerät (CB516) nicht lange durchgehalten weil der kleine Lüfter von Staub zugesetzt war - das habe ich durch ein Victron IP 22- 12/30/3 erstezt, an einen der drei Ausgänge habe ich die Kontroll LED für das vorhanden sein der Netzversorgung angeschlossen.

    Wer Rechtschreibefehler findet darf sie behalten :)
    Liebe Grüße aus Leverkusen
    H.Joachim

    Einmal editiert, zuletzt von saratoga ()

  • Hallo H. Joachim!


    Danke für die Info, das beruhigt mich etwas. Sind denn die Liontron Akkus tatsächlich komplett ausgerüstet, um1 zu 1 gegen einen Bleiakku getauscht zu werden? Also umgekehrt natürlich…

    Mein Landstromladegerät funktioniert bisher einwandfrei, die Lüfter sollte ich aber mal kontrollieren .👍🏼 Vielleicht wäre auch ein Neues machbar, welches für LiFePo geeignet ist.

    Ich muss sowieso einiges umpositionieren, weil jetzt noch alles unter dem Beifahrersitz liegt. Der 150Ah- Akku nimmt ja dort den gesamten Platz ein, also muss das Ladegerät weichen. Mal sehen, wie das alles passt….


    VG, Frank



    Hobby Toskana 615 GLFC, 2009, 130 PS

    Einmal editiert, zuletzt von Frank MK ()

  • Wenn du eine Bleibatterie hast, trifft das zu.

    Solltest du eine AGM haben ist die Ladespannung zu hoch.

    Einen Ladebooster würde ich in jedem Fall verbauen.

    Dann kannst du sicher sein das der Kabelqueschnitt ausreicht (sofern dieser zu dem Gewählten Booster passt).

    Und das die Batterie, in einer annehmbaren Zeit geladen wird.

    Ich habe bei mir einen von Ecitve verbaut, den gibt es gleich mit Solarregler zusammen.

    Das spart Platz und Instalationaufwand.



    Dazu das gleiche Victron wie oben schon erwähnt.


    saratoga das mit der Kontroll LED am Ladeausgang ist eine gute Idee, das werde ich nachmachen :thumbup:

    Grüße aus dem Rheingau-Taunus-Kreis oder von unterwegs im Hobby
    Optima Ontour A60 gf.

  • Hallo Frank,

    ich bin so frei mal Dein Augenmerk auf einen ähnlichen Thread zum Batterietausch zu legen und fasse ganz kurz die mir bekannten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) Punkte zur Abwägung zusammen.

    Deine Einbausituation und die Komponenten kommen mir sehr bekannt vor ;)
    Hat die neue Batterie die +/- in der gleichen Orientierung? Das erleichtert den Tausch ungemein; sonst musst Du Kabel verlängern und Kabelführungen ändern. Das ist mit den dicken Querschnitten und dem knappen Platz unterm Sitz einfach unangenehm.

    Im Prinzip solltest Du Dir jede zuführende Spannungsquelle (LiMa, Solar, Landstromlade) ansehen, ob Du da was umstellen kannst. Sollte das BMS den Ladestrom per LiMa von sich aus begrenzen: gut. Wenn nicht oder wenn unbekannt, ist der Einbau eines Ladeboosters sinnvoll. Bei Blei/AGM und verwandten sorgte der Booster für eine angemessen schnelle Ladung. Bei den Lithium-Schwestern ist es so, dass diese idR höhere Ladeströme locker aufnehmen können als normale LiMa regulär liefern. Das kann (muss aber nicht) zur Ermüdung der LiMa führen. Mit Booster bist Du auf der sicheren Seite.

    MPPT hast Du schon gecheckt. Beim Landstromladegerät hast Saratoga schon mal einen ganzen Post zu genau Deinem CBE 516 aufgemacht, an dem ich mich auch orientiert habe.

    Ich wünsche gutes Gelingen und teile gern Deine Erkenntnisse =D


    Martin


    und aus leidlicher Erfahrung: ich wog mich in Sicherheit, als ich die Aufbaubatterie abklemmte und bedachte nicht, dass ja die Starterbatterie auch dranhängt. Das kostete mich mehrere Nächte des Grübelns, warum mein Booster nicht ansprang. Die Sicherung an der Starterbatterie war frittiert...

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