Blitzschlag, Gewitter

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  • Moin in die Runde.


    Gewitter, Blitzschlag.


    Bekanntlich hat der Hobby Optima Ontour ein GFK Dach, die restliche Aussenhülle Aluminium.


    Wie sicher ist der Hobby bei Blitzschlag, kennt sich da jemand mit aus.

    Gruß Roland

  • Hallo Roland,

    zum Thema Blitzschutz beim Hobby mit GFK‑Dach und Alu‑Außenhaut gab es schon einige gute Erklärungen. Der Aufbau ist durch das GFK‑Dach kein vollständiger Faradayscher Käfig, aber die Alu‑Seiten bringen trotzdem eine gewisse Abschirmung. Die Fahrerkabine des Jumper ist komplett Metall und bietet bei Gewitter den besten Schutz – dort ist man am sichersten, wenn es richtig losgeht.

    Im Prinzip deckt sich das auch mit dem, was im folgenden Thema schon ausführlich beschrieben wurde. Das passt ganz gut zu deiner Frage:

    Donner und Doria – Gewitter im Wohnmobil DONNER und DORIA

    Gruß Erich

  • Hallo Zusammen, bei einem Fahrzeug mit GFK Dach und Seitenwänden aus Alu kann schon ein Dachgepäckträger als Schutz/Überbrückung dienen , wichtig ist das er mit den Metallseiten elektrisch leitend verbunden ist . Die Maschenweite des Faradayschen Käfig beim Blitzschutz kann durchaus 1 Meter betragen - bei Gebäuden geht bis zu max 10 Metern.

  • Hallo allerseits, hallo H.Joachim,

    ein kleiner Einwand zu der Aussage von dir zur Maschenweite: Die genannten Werte sind technisch korrekt und beschreiben, welche Abstände in einem vollständig leitfähigen Blitzschutzsystem funktionieren können. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die gesamte Struktur elektrisch verbunden und durchgehend leitfähig ist.

    Beim Hobby Optima ist diese Voraussetzung nicht gegeben. Das GFK‑Dach unterbricht die metallische Struktur, und die Alu-Seitenwände bilden nur einzelne leitende Flächen, die nicht zu einem geschlossenen System gehören. Dadurch entsteht kein vollständiger Faradayscher Käfig, auch wenn einzelne Metallbereiche vorhanden sind.

    Ein Dachträger oder andere Metallteile können die leitenden Bereiche ergänzen, sofern sie elektrisch mit den Seitenwänden verbunden sind. Das verbessert die Ableitung etwas, ersetzt aber keinen geschlossenen Käfig.

    Für die praktische Gewittersituation bedeutet das: Die Fahrerkabine bietet den zuverlässigsten Schutz, weil sie als einzige vollständig metallisch geschlossen ist. Der Wohnmobilaufbau selbst bietet eine gewisse Abschirmung, aber keinen vollständigen Blitzschutz wie ein durchgehend metallisches Fahrzeug.


    Gruß Erich

  • Hallo Erich,

    du liegst vollkommen richtig , ich wollte lediglich darauf hinweisen das man einiges dafür tun kann um einen Käfig zu schließen , die Situation ist im Moment offen und bietet keinerlei sicheren Schutz , ausser in der Fahrkabine.

  • Hei Steuermann ,

    da hast du wohl absolut recht ! Da hier sind Diskussionen um des Kaisers Bart - aber wenn es mal jemanden von uns sehr böse mit einem Unwetter treffen sollte kann er zumindest mitnehmen das die Fahrerkabine des beste Platz ist um sorgenfrei durchzukommen.

  • Hallo allerseits,

    Steuermann hat recht: Es gibt keine bekannten Fälle, in denen jemand im Wohnmobil vom Blitz erwischt wurde.

    Das liegt aber nicht daran, dass der Aufbau ein Wunderwerk der Blitztechnik wäre. Sondern schlicht daran, dass GFK nicht leitet und der Blitz sich lieber ein besseres Ziel sucht.


    Die Elektrik kann’s trotzdem zerlegen, und der Aufbau kann auch Schaden nehmen. Für die Insassen ist das Risiko extrem gering – aber harmlos ist ein Gewitter natürlich trotzdem nicht.

    Gruß Erich

  • Hallo Stefan,
    ich glaube, unsere Beiträge haben sich ein wenig überschnitten.

    Zu deinem Punkt mit dem GFK‑Dach: Auch wenn das Dach der Fahrerkabine aus GFK besteht, bleibt die Kabine durch die metallischen Säulen, Rahmen und die restliche Struktur weiterhin der sicherste Bereich. Das GFK‑Dach selbst leitet zwar nicht, aber die metallische Umgebung übernimmt die Ableitung.
    Damit gilt die Aussage zum Schutz im Fahrerhaus weiterhin. Ich hoffe, das hilft dir weiter.

    Gruß Erich

  • Hallo zusammen,

    zu dem Thema Faradayscher Käfig beim Wohnmobil und der Frage, wie gefährlich ein Blitzeinschlag wirklich ist, passt dieses Video sehr gut:

    Blitzeinschlag im Camper – das passiert wirklich: https://youtu.be/1pK6NztDdpQ

    Der Clip zeigt sehr anschaulich, was bei einem Einschlag passiert und bestätigt vieles, was hier bereits gesagt wurde:

    • Ein Wohnmobil ist kein vollständiger Faradayscher Käfig, besonders wenn Dach oder Aufbau aus GFK bestehen.
    • Die Fahrerkabine bleibt der sicherste Bereich, weil dort die metallische Struktur den Blitz ableiten kann – selbst wenn das Dach teilweise aus GFK besteht.
    • Der Wohnaufbau kann Schaden nehmen, aber für die Insassen besteht kein hohes Risiko, solange man sich im Fahrerhaus aufhält und Metallteile meidet.

    Gruß Erich

  • nun schlimm ist ja das man sich mit einer Solaranlage den Strom ja direkt in den Käfig leitet - das hatte ich auch noch nicht so im Blick, ist aber total logisch - damit sind auch Aludächer kein Stück besser wir GFK wenn man eine Solaranlage drauf hat - ich hab was draus gelernt -Danke für die Info , ab sofort sitzen wir bei Gewitter mit Buch in der Fahrerkabine :) und lesen solange es dauert ...

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