Hallo Heiner,
mit geht es mit dieser Aussage darum, dass die Impfbereitschaft in der Bevölkerung sinkt - nicht nur aufgrund der Infos zu Astra und Johnson. Ich kenne persönlich eine Menge Leute, die sich nicht impfen lassen wollen, zudem sind in nicht wenige Impfzentren Termine offen oder werden nicht wahrgenommen. In Sachsen verfallen tausende Termine mit Astra, da die Menschen nicht hingehen. Impfzentren schalten über die Medien Aufrufe. Erleichterungen für Geimpfte sollten sich positiv auf die Impfbereitschaft auswirken - das ist meine Ansicht. Es gibt genügend Aluhutträger und Verschwörungstheoretiker in deutschen Wohnzimmern, die sich darauf verlassen, dass "die anderen" sich schon impfen lassen und dann ein Schutz für die Gesellschaft entsteht. Mittlerweile steht immer mehr Impfstoff zur Verfügung, also sollten derartige "Vergünstigungen" - z.B. Verzicht auf Tests für Geimpfte - zügig umgesetzt werden (wie in manchen Großstädten bereits der Fall).
Dies ist meine subjektive Sicht und ich weiß, dass es genügend Leute gibt, die sich gern impfen lassen würden. Warum also hält man an diesem starren "Impfplan" fest? Die Hochpriorisierten sollten langsam durch sein. Aber viele warten auf einen Termin beim Hausarzt, "der wird das schon machen und wissen". Wenn ich für meine Eltern/Schwiegereltern die Online-Anmeldung und Terminsuche nicht übernommen hätte, würden die noch immer auf den Hausarzttermin warten. So werden wir die Prioritäten-Gruppen nie abarbeiten. Die Medien tragen auch nicht positiv bei.
Im Übrigen, ich kenne ebenso einige Leute, die selbst aktiv geworden sind und sich mittels Restdosen impfen lassen haben. Einfach abends am Imfpzentrum nachfragen. Genauso existiert die Möglichkeit, sich als Kontaktperson von über 70-jährigen impfen zu lassen - sicher in den Bundesländern unterschiedlich, aber funktioniert.
VG
Torsten

