Braunes Wasser aus dem Boiler

Partner:
Feiertag?
  • Moin zusammen, wir haben während unserer Märztour in Spanien gegen Ende das Problem gehabt, dass bei Nutzung von Warmwasser, z.B. zum Abwaschen aber ich duschen, anfangs immer erst etwas braunes Wasser kam. Nur kurz, dann war es wieder klar. Ein wenig wie rostiges Wasser, aber eben nur kurz.

    Kennt jemand das Problem bzw. weiß, was das sein kann?


    Danke und Gruß schon einmal.

    Grüße von Beate & Christoph


    Wir sind unterwegs mit einem Hobby Optima Premium T65 GE Silverline. 2 x 100 W Solarpanels, MPPT-Laderegler, 2000W Wechselrichter, Lithium Aufbaubatterie 2 x 100 AH, Duo-Control, Luftfederung an der HA, Heki mit Lüfter, ALUGas.

  • Hallo Beate und Christoph,

    hab ihr einen Fremdkörper im Tank? Es ist doch alles Kunststoff und der Boiler ist aus Alu. Habt ihr mal schlechtes Wasser getankt? Braunes Wasser kommt üblicherweise von eisenhaltigem Wasser, wenn Sauerstoff dazu kommt.

    Wasser ablassen, nach Fremdkörpern suchen, mit frischem Wasser spülen und dann auffüllen und beobachten.

    Gruß Schorsch

  • Der Boiler ist Edelstahl, kein Aluminium ;).

    Liebe Grüße aus Dresden
    Katrin, Ulf und Wuff Bodo


    Unterwegs mit Hobby 600 690 GES auf FIAT Ducato 244 2.8 JTD 107 kW. Seit dem 27.10 2020 mit einem Concorde 840L, seit dem 18.10.2022 mit einem Concorde Charisma 900 LS.

  • Hallo Beate, hallo Christoph,

    das klingt ganz stark nach dem üblichen Kram, der sich im Warmwasserboiler sammelt, wenn man unterwegs überall mal anderes Wasser tankt. Gerade in Spanien ist das Wasser je nach Ecke ziemlich mineralhaltig, und das setzt sich dann im Boiler schön ab. Wenn man später Warmwasser aufdreht, spült es die Brühe einmal kurz raus und danach ist wieder alles tipp topp. Solange das Kaltwasser sauber bleibt, ist das ein ziemlich sicheres Zeichen, dass es wirklich nur der Boiler ist und nichts Ernstes.

    Ich würde den Boiler einfach einmal komplett leer machen, ordentlich durchspülen und vielleicht mal eine Runde mit Zitronensäure reinigen, je nachdem was bei euch verbaut ist. Danach ist das Thema meistens gegessen und das Wasser bleibt wieder klar. Ist also eher ein

    „Boiler braucht mal Wellness  ;) Problem als ein richtiger Defekt.


    Gruß Erich

  • Erst einmal vielen Dank. Ja, es ist nur beim warmen Wasser. Der Tank ist sauber, aber nun sind wir wieder zu Hause, dann werde ich mal „neues“ Wasser einfüllen und testen.

    Grüße von Beate & Christoph


    Wir sind unterwegs mit einem Hobby Optima Premium T65 GE Silverline. 2 x 100 W Solarpanels, MPPT-Laderegler, 2000W Wechselrichter, Lithium Aufbaubatterie 2 x 100 AH, Duo-Control, Luftfederung an der HA, Heki mit Lüfter, ALUGas.

  • und der Boiler ist aus Alu

    Hallo Schorch,hallo allerseits,

    Aluminium wirkt auf den ersten Blick wie ein praktisches Material, aber im Warmwasserbereich zeigt es ein paar Eigenschaften, die es weniger geeignet machen. Es schützt sich zwar durch eine dünne Oxidschicht, doch diese Schicht hält nur zuverlässig, solange das Wasser kalt und chemisch neutral ist. Wird das Wasser warm oder leicht sauer, kann diese Schutzschicht instabil werden, und dann gibt das Metall kleine Mengen Aluminium an das Wasser ab. Das ist nicht unmittelbar gefährlich, aber es ist auch nichts, was man dauerhaft im Trinkwasser haben möchte. Zusätzlich verträgt Aluminium die üblichen Entkalkungsmittel, die man im Wohnmobil verwendet, nur sehr schlecht. Zitronensäure, Essig oder klassische Entkalker greifen das Material an, was zu Korrosion und einem schnelleren Verschleiß führt. In einem Wohnmobil kommen außerdem verschiedene Metalle zusammen, etwa Edelstahl, Messing oder Kupfer, und in diesem Zusammenspiel ist Aluminium das anfälligste. Über das Wasser kann es zu galvanischer Korrosion kommen, bei der Aluminium als erstes nachgibt. Und schließlich gibt es auch aus hygienischer Sicht klare Grenzen, denn für Aluminium im Trinkwasser existieren Grenzwerte, die man nicht überschreiten möchte. All diese Punkte zusammen machen Aluminium im Warmwasserbereich zu einer eher ungünstigen Wahl, weshalb Hersteller bei Boilern konsequent auf Edelstahl setzen, weil es stabiler, langlebiger und hygienisch unproblematischer ist.

    Gruß Erich

  • Hallo Zusammen,

    als Ergänzung zu Erichs ausführlichen Beschreibungen zu Aluminium sollte aber auch gesagt werden das der Edelstahl den Truma verwendet sehr empfindlich gegenüber Salzen und Chlor ist - ein Freund hatte schon 2 Boiler durch ein auf Salzen basierendem Frostschutzmittel verloren , das frisst binnen kurzer Zeit ein Loch in den Edelstahl, besonders die Schweißnähte sind betroffen !

    Also bitte Vorsicht wenn ihr starkt Chlorhaltiges Wasser im Boiler habt (gerne in Spanien verwendet) - wir haben diese Information direkt von einem Truma -Techniker .

    Warum ist Chlor so aggressiv?

    • Chloride durchbrechen die schützende Chromoxid-Schicht des Edelstahls.
    • Dadurch entstehen lokale Korrosionsherde, die sich schnell vertiefen.

    Wer Rechtschreibefehler findet darf sie behalten :)
    Liebe Grüße aus Leverkusen
    H.Joachim

  • Hallo allerseits,
    ich möchte noch ergänzen, zu H.Joachim Ausführungen, dass der Truma‑Boiler vollständig zum Trinkwassersystem gehört. Deshalb dürfen dort nur Mittel hinein, die ausdrücklich für Trinkwasseranlagen zugelassen sind. In diesen zugelassenen Produkten sind keine korrosiven Chloride oder Salze enthalten, weil solche Stoffe tatsächlich die Chromoxid-Schutzschicht des Edelstahls angreifen würden. Genau das passiert bei vielen herkömmlichen Frostschutzmitteln, besonders bei denen auf Salz- oder Chloridbasis. Sie können innerhalb kurzer Zeit Lochfraß verursachen, vor allem an den Schweißnähten.

    Wichtig ist außerdem, dass Chloride Edelstahl nicht erst bei Hitze angreifen. Der Prozess beginnt auch im kalten Zustand, wird aber durch Wärme deutlich beschleunigt. Wenn also chloridbelastetes Wasser im Boiler steht, sollte man ihn nicht unnötig aufheizen oder warm halten, weil das die Korrosion stark fördert. Das erklärt auch, warum manche Boiler schneller Schaden nehmen, wenn ungeeignete Frostschutzmittel verwendet wurden oder das Wasser stark gechlort ist.


    Gruß Erich

  • Hallo Ulf, hallo Erich, danke für eure Richtigstellung. Es ist einleuchtend wie du die Materialeigenschaften ausführlich beschrieben hast. Asche auf mein Haupt…

    Gruß Schorsch :/

  • Hallo Beate und Christioph,


    ich hatte das anfangs als unser Womo ganz neu war, und immer wenn es mal 2-3 wochen stand und Startklar mit wasser ect war.

    ich habe später seperate Absperrhähne für die Außendusche eingebaut, und die nur dann geöffnet wenn ich sie wirklich mal gebraucht hatte (das sinnloseste am ganhzen womo für michj im nachhinein) ... die Dusche wurde ab Händler oder Werk, das weiß ich nciht so schlecht verbaut das der schlauch siphonartig eine gammel kurve hatte.

    Seit ich den strank abretennen kann habe ich das Problem nich tmehr gehabt.

    ggf ein Ansatz für die Suche ...

    Grüße Sebi
    °°LazyDaisy°° Hobby A55GS deluxe 130PS2,3L, Beiboot 50ccm, Kühlschrank voll Bier, und immer einen guten SingelMalt mit an Bord.

  • Vielleicht erst mal die Therme mit Wasser füllen und 24 Stunden stehen lassen. Unterm Frostventil eine Schüssel platzieren und das Ventil öffnen, jetzt kann man viel besser erkennen ob das trübe Wasser wirklich vom Boiler kommt oder irgendwo in der Leitung entsteht. Wenn es sich aber wirklich um Verunreinigung durch Rost in der Therme handelt, hilft auch kein Spülen mehr.

    Frohe Ostern, Teo


    PS: ich kann Sebi nur Recht geben, eine Außendusche und bei mir noch auf der falschen Fahrzeugseite, alles andere als sinnvoll.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!