... es geht nicht darum ob ich mich auskenne mit dem Thema ( als jahrelanger Instandhaltungsmechaniker) kann ich schon beurteilen, was geht oder nicht!
Es gibt für solche Fälle Fachkräfte und auch Bestimmungen. Klar, wir sind alle Fachkräfte, aber von machen Dingen sollte man die Finger lassen!...
Hallo Lars, hallo Erich,
Hmm, komische Stimmung hier...
Die Diskussion hier im Beitrag irritiert mich doch etwas. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass dieses Forum auch für den Austausch von "Fachwissen" KnowHow, Praxiserfahrungen und Lösungswegen gedacht ist (gerade wenn es um technische Problemen an den Womos geht). Der Forengründer Hartmut hat dies damals zum Start des Forums mit dem Zweck "gegenseitig Rat geben und helfen" beschrieben.
Ich habe ja selber auch bei etlichen technischen Herausforderungen von dem Schwarmwissen hier im Forum profitiert, Daher war es für mich auch immer selbstverständlich, etwas zurückzugeben und meine Erkenntnissen zu teilen, (wenn die Expertise sattelfest und belastbar ist) und anderen Forenmitgliedern hilfreich zur Seite zu stehen.
Ich hatte nicht den Eindruck, dass hier im Hobby-Wohnmobilforum in letzter Zeit besonders viele Probleme mit "Gas" diskutiert wurden. Nun entnehme ich den Beiträgen von Lars und Erich, dass nach deren Meinung Arbeiten an den Geräten mit Gas, wozu auch ein Absorberkühlschrank gehört, so sensibel sind, dass diese ausschließlich in einem Fachbetrieb ordnungsgemäß durchzuführen sind, Ist das erforderliche Fachwissen tatsächlich und ausschließlich dann verfügbar, wenn sich eine Werkstatt Fachbetrieb nennt und ein ensprechender Befähigungsnachweis der reparienden Person vorliegt? Ohne wenn und aber - und so absolut?
Als konkretes Beispiel:
Mit meinem Absorber-Kühlschrank hatte ich im Gasbetrieb am Anfang des Jahres Probleme. Das Problem wurde in diesem Beitrag diskutiert. Meinen Lösungsweg habe ich dort dokumentiert und so beschrieben, wie es für mich nachvollziehbar war.
@Lars:
Von Deiner fachlichen Perpektive als langjähriger Instandhaltungsmonteur, schau doch bitte mal über die Anleitung in dem o.g. Beitrag und gibt mir mal eine Rückmeldung, ob da fachlich etwas falsch beschrieben ist oder vom Schwierigkeitsgrad zu einfach dargestellt wurde? Oder ob eine Fachkraft die beschriebenen Arbeiten in einer anderen Art und Weise durchführen würde? Mit dieser Anleitung und Dokumentation haben zwei weitere Forenmitglieder Ihren baugleichen Kühlschrank mit gleichem Fehlerbild selber reparieren können. Alles läuft. Diese zwei Forenmitglieder haben dadurch einiges an Zeit und Geld gespart und mussten nicht auf Reparaturterrmine durch Fachwerkstätten warten. Oder einen neuen Kühlschrank kaufen, etc.
Mit meinem Womo und dem reparierten Kühlschrank bin ich einen Monat später zur Gasprüfung G-607 und habe anstandslos eine Prüfplakette bekommen. Alles ordnungsgemäß und ohne Beanstandungen. Der Prüfer war sehr zufrieden mit dem Zustand an der Kühlschrankrückwand. Das der Brenner niegel-nagel-neu war und es eine neu eingebaute Einheit war, ist natürlich sofort aufgefallen.
Dass Reinigen des Brenners, wo gegebenfalls die Düse ausgebaut werden muss ist nun wirklich keine Raketenwissenschaft. Das haben Generationen von Reisemobilbesitzern als regelmäßigen Handgriff selber durchführen können. Viel komplizierter ist der Austausch des Brenners bei dem Dometic-Kühlschrank auch nicht. Aber zur Absicherung gegen Regressforderungen bei stümperhaften Reparaturversuche könnte ich vor sämtliche Dokumentationen von mir immer einen erweiterten Disclaimer vorneweg anfügen:
"Achtung! Alle Arbeiten, die in dieser Dokumentation beschrieben sind, sind ausschließlich durchführbar von ausgebildeten Reisemobil- und Caravantechnikern mit IHK-Prüfzeugnis (Prüfergebisse mit Mindest-Punktzahl von 92% in Theorie und auch in Praxis) in Verbindung mit einem Meisterbrief und der goldenen Ehrennadel der Innung in Annerkennung für besonders langjährige Betriebszugehörigkeit und handwerkliche Arbeit auf höchsten Qualitätniveau und mit ganz viel Erfahrung. Denn nur diesen Personen ist vorbehalten, eine Bedienungs-, Montage- oder Reparaturanleitung so zu lesen, zu verstehen und technisch ordnungsgemäß umzusetzen und nur diese können das erforderliche Werkzeug entsprechend einsetzen. Für gewöhnliche Wohnmobil-Eigner ist diese Dokumentation viel zu kompliziert und nur zu Unterhaltungszwecken oder als Diskussionsgrundlage bei der Ansprache des Reisemobil- und Caravantechniker gedacht, nicht aber als Anleitung für selbst durchzuführende Reparaturen. Im Übrigen ist diese Dokumentation nur als Füllmaterial für ungenutzten Platz im Hobby-Wohnmobilforum zu verstehen."
(/kann Spuren von Sarkasmus enthalten )
Wenn alle Arbeiten an 12V, 230V und Gas nur durch Fachbetriebe durchgeführt werden sollen, dann kann man hier vermutlich die Hälfte der Forenbeiträge in den Giftschrank umziehen lassen. Die ganzen Beiträge mit Umbau auf LiFePO4s, Ladebooster, Kleben von Solarmodulen auf 's Dach, etc. - alles zu gefährlich und nur für die Fachbetriebe.
Zu meinen Erfahrungen mit meinem Hobby-Fachbetrieb und den dortigen Fachleuten:
Der Werkstattleiter hatte einen Meisterbrief in Stahlbau (irgendwie nicht so super-relevant für Reisemobil- und Caravantechnik); alle Monteure nur Hilfskräfte mit Learning-by-Doing-Erfahrung oder Autodidakten oder anders Begabte). Das ist dann der Fachbetrieb, der meinen Ladebooster nicht richtig einbauen konnte. Erst mit Unterstützung und KnowHow aus diesem Forum konnte ich denen dann ein Verdrahtungsschema vorgeben - seitdem habe ich keine Probleme mehr.
Ob ein Projekt am Womo ordnungsgemäß durchgeführt werden kann, liegt in der Kompetenz des Durchführenden. Der Fach- oder Meisterbrief garantiert dies auch nicht. Wenn Du es kannst, dann kannst Du es. wenn nicht, dann nicht. Wer realistisch auf sein handwerkliches Geschick und technisches Verständnis blickt und das passende Werkzeug zur Verfügung hat, der sollte schon für sich eigenverantwortlich entscheiden, was es selber erledigen kann oder wo Arbeiten die eigene Kompenz übersteigen, und woanders besser aufgehoben sind,