Solar Überproduktion fließt per Micro-Wechselrichter ins 230 Volt Netz vom Haus

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  • Hallo,

    ich habe eine Frage an euch. In der Überschrift hat ihr schon erfahren, worüber ich nachdenke.


    Im Sommer gibt es mindestens 5 Monate in dem die Sonne relativ oft scheint und per Solar ein guter Ertrag möglich ist. Die meisten Wohnmobile stehen möglicherweise irgendwo und haben eine enorme Überproduktion, sodass der Solar-Regler irgendwann abgeregelt, weil die Batterie voll ist. Voraussetzung ist natürlich, man hat Solar und die Anlage hat auch genügend Leistung.


    Es wäre doch sehr vorteilhaft, wenn die überschüssige Energie der Solarpanele genutzt wird, um diese per Microwechselrichter ins Haus fließt.


    Selbstverständlich macht das am meisten Sinn, wenn das WoMo unmittelbar an deiner Wohnung oder am Haus steht.

    Man könnte die 12 Volt Leitung anzapfen.


    Hat da jemand von euch schon drüber nachgedacht. Das verhält sich ja ähnlich wie ein Balkonkraftwerk.


    Viele Grüße!

    Thomas

    Hobby Maxia Van ET

    Geht nicht, gibt´s nicht.

    Nachgerüstet: Dimmbare Außenbeleuchtung, Gasdruckdämpfer Bettgestell, CAN-Bus-Alarm, Solar, Booster, DC-DC Wandler, Victron Cerbo mit Touch Display, 1600VA Wechselrichter, 2x100A Lithium (mit Heizung), Autom. Abwasserventil mit Kamera und Funk, Android Auto PC, LED Kennzeichenbeleuchtung, LED-Scheinwerfer, LTE mit WLAN, SmartTV, 18Zoll Borbet, SOG, Victron, Alcantara Lenkrad

  • Moin, Thomas,


    unser Womo steht direkt neben unserem Haus, wir haben diesen Gedanken etwas anders umgesetzt: Die große Aufbau-Batterie wird ja auch im Winter über die PV Anlage geladen. Ich habe über den verbauten Wechselrichter eine 230V Schuko-Leitung ins Wohnzimmer des Hauses geführt und darüber eine 600 Watt Infrarotheizung als zusätzliche Wärmequelle an kalten Tagen betrieben.


    Technisch ging das problemlos, die Schwierigkeit besteht in der Überwachung der Aufbau-Batterie: ist die voll geladen? Wie viel Energie kann ich problemlos abziehen? Wann muss ich abschalten, um Tiefentladung zu vermeiden?


    Gelöst hatte ich das mit einer Zeitschaltuhr an der IR-Heizung, die Stromentnahme war auf max. 3 Stunden begrenzt.


    Die IR-Heizung im Wohnzimmer ist übrigens ein schönes Posterbild mit Alurahmen. Fällt überhaupt nicht auf, dass das eine Heizung ist. Und mit 600 W Leistungsaufnahme auch unproblematisch für den WR.


    Gruß

    Steuermann

  • Hallo Thomas,


    das Problem wird sein das der Microwechselrichter je nach Hersteller mind.16V Eingangsspannung hat, gibt auch Hersteller mit 22V. Wenn du an der Aufbaubatterie anschließt willst wirst du einen step up Wandler brauchen, ansonsten vor dem mppt die Spannung nehmen, bis 60V sollte das ohne Probleme funktionieren.

    saludos Christian

  • Hallo irgendwer ohne Namen,

    Vielen Dank für deinen Hinweis.

    Man kann mit einem DC/DC Wandler eine höhere Spannung mit niedriger Leistung umwandeln. Also zum Beispiel 80 Volt mit 10 Ampere.

    Viele Grüße!

    Thomas

    Hobby Maxia Van ET

    Geht nicht, gibt´s nicht.

    Nachgerüstet: Dimmbare Außenbeleuchtung, Gasdruckdämpfer Bettgestell, CAN-Bus-Alarm, Solar, Booster, DC-DC Wandler, Victron Cerbo mit Touch Display, 1600VA Wechselrichter, 2x100A Lithium (mit Heizung), Autom. Abwasserventil mit Kamera und Funk, Android Auto PC, LED Kennzeichenbeleuchtung, LED-Scheinwerfer, LTE mit WLAN, SmartTV, 18Zoll Borbet, SOG, Victron, Alcantara Lenkrad

  • Hallo Thomas,


    Um wieviel Wp Solar geht es denn?

    Ich meine, von wegen Peanuts und so. Viele haben nur 100 oder 200 W drauf. Wenn man dann bedenkt, dass wegen der praktisch immer schlechten Ausrichtung im Schnitt max. die Hälfte raus kommt, lohnt es doch kaum, da irgendwas zu investieren.

    Gruß
    Peter


    Hobby Optima Ontour Edition V65 GE, 2020er Modell, 140 PS, 310 Wp Solar Victron MPPT 100/30, 250 Ah LiFePo4, Ladebooster VCC 1212-30, 1,5 kW Ective Wechselrichter, Votronic Smartshunt 200 S

  • Hallo Thomas,


    Um wieviel Wp Solar geht es denn?

    Ich meine, von wegen Peanuts und so. Viele haben nur 100 oder 200 W drauf. Wenn man dann bedenkt, dass wegen der praktisch immer schlechten Ausrichtung im Schnitt max. die Hälfte raus kommt, lohnt es doch kaum, da irgendwas zu investieren.

    Hallo Thomas,

    das könnte man dann auch von den Balkonkraftwerken sagen, die Lösung ist in jedem Fall günstiger als jedes Balkonkraftwerk. :)

    saludos Christian

  • Ich habe mir hierzu auch schonmal Gedanken gemacht Aber im Winter kommt da echt nicht soviel.

    Ich denke das das direkte Nutzen von diesem Strom über eine separate Leitung das beste ist.

    Ein Kumpel Steckt immer die Gartenwihnachsbeleuchtung In die Außensteckdose.

    Sowas in der Art halte ich für sinnvoll.

    Da ich bislang noch keine feste Solaranlage habe kann ich aus eigener Erfahrung nichts sagen.

    Für den Sommer würde mir bei mir noch der Mähroboter einfallen.

    Grüße aus dem Rheingau-Taunus-Kreis oder von unterwegs im Hobby
    Optima Ontour A60 gf.

  • Hallo Thomas,

    mal eine Frage an dich, da du dich intensiv mit dem Thema beschäftigst:

    Hast du deine Solaranlage schon einmal durchgerechnet?

    Konkret interessiert mich :/ :

    Wie viel Watt sind insgesamt verbaut?

    Wie lange bist du typischerweise mit dem Wohnmobil unterwegs?

    Und wie lange steht das Fahrzeug zuhause, idealerweise mit guter Ausrichtung zur Sonne?

    Was ergibt sich daraus bei optimaler Ausrichtung für einen durchschnittlichen Tagesertrag? Ich fände es spannend, das einmal überschlägig zu betrachten, gerade im Hinblick auf die Eigenversorgung und mögliche Einspeisung.


    Gruß Erich

  • Hallo Erich,

    ich habe 4x125 WattP Marinemodule von Wattstunde verklebt. Die Module sind nicht unterbelüftet und sind im Sommer daher nicht so leistungsstark, aufgrund der Temperatur, wie aufgeständerte Module. Dafür hat man beim waschen und begehen keine Probleme. Und man sieht auch nicht das Module verbaut sind.

    Das sind dann insgesamt 500 Watt Peak. Dieser Wert ist hübsch anzusehen und im Labor kommt man bestimmt auf diese Leistung.

    Ich habe zwei Module in Reihe und zwei Module parallel angeschlossen, sodass ich dann auf Max. 80 Volt komme. Ich nutze den Vitron 100 Volt mit 30 Ampere Solar-Regler. Das Kabel das Hobby verlegte hat einen Querschnitt von 6mm2.

    Da man keinen Einfluss auf die Sonne hat, wird dir auch niemand einen genauen Ertrag mitteilen können, weil es zu viele Störeinflüsse gibt. Daher sind alle nachfolgenden Angaben ungefähre Richtwerte.

    Ich habe zwei selbstheizende 100A LiFePo4 verbaut. Außerdem einen Victron Mess-Shunt, sowie Temeraturfühler an beiden Batterien. Damit fängt man Dich wichtigsten Werte ein.

    Im Sommer, dann wenn die Sonne am höchsten steht und idealerweise senkrecht auf die Module strahlt, dann sind durchschnittlich 20 Ampere und mehr zu erreichen. Die Batterieladung schwankt dann zwischen 80-100%. Das bedeutet das man eigentlich unendlich lange stehen kann. Steht man ungünstig, sodass Module verschaltet sind, dann kann man bis zu 5 Tage durchhalten. Auch im Schatten wird Strom produziert.

    Unser Strom wird zum einen in den Standby Betrieb (Victron Cerbo) verbraucht, also TV, Receiver, Kompressorkühlschrank, Router, Beleuchtung, DC/DC Ladung der Starterbatterie und den 1600er Victron Wechselrichter und angeschlossene USB Geräte. Im Durchschnitt werden dann ca. 2-3 Ampere dauerhaft gezogen.


    Die Ausrichtung zur Sonne ist immer schlecht. Und im Winter macht sich das um so mehr bemerkbar. Trotzdem habe ich bei Sonnenschein bis zu 10 Ampere Leistung, sodass der Strom der über Nacht verloren geht, wieder zurück in die Batterien geladen wird.

    Ich denke das man im Winter kaum eine Möglichkeit hat, über einen Microwechselrichter ausreichend Leistung zu erzeugen, um daraus 230 Volt zu machen. Im Sommer sehe ich das aber anders. Wenn die Akkus im Sommer schon vor der Mittagszeit voll sind, dann könnten daraus für mindestens 5 Monate, ab Mai, 230 Volt gemacht werden.

    Ein Beispiel:

    Wenn ich die 80 Volt anzapfe, dann könnte man ungefähr 100 Watt ins Haus einspeisen, über einen Zeitraum von 6 Stunden.


    Aus diesem Grund habe ich nachgefragt, ob darüber schon jemand nachgedacht hat. Und ganz offenbar gibt es ja Überlegungen dazu. Das war sehr interessant zu lesen.


    Viele Grüße!

    Thomas

    Hobby Maxia Van ET

    Geht nicht, gibt´s nicht.

    Nachgerüstet: Dimmbare Außenbeleuchtung, Gasdruckdämpfer Bettgestell, CAN-Bus-Alarm, Solar, Booster, DC-DC Wandler, Victron Cerbo mit Touch Display, 1600VA Wechselrichter, 2x100A Lithium (mit Heizung), Autom. Abwasserventil mit Kamera und Funk, Android Auto PC, LED Kennzeichenbeleuchtung, LED-Scheinwerfer, LTE mit WLAN, SmartTV, 18Zoll Borbet, SOG, Victron, Alcantara Lenkrad

  • dann könnte man ungefähr 100 Watt ins Haus einspeisen, über einen Zeitraum von 6 Stunden


    Hallo,


    das meinte ich mit Peanuts, wobei du mit 500 Wp schon überdurchschnittlich ausgestattet bist. Es geht also um 0,6 kWh, wenn dann die Sonne scheint. Aus den 5 Monaten, also 150 Tagen, werden dann vielleicht im günstigsten Fall 75 mit Sonne. Also 75x0,6 kWh ergeben 45 kWh. Die kWh sagen wir mal 30 Cent, macht dann 13,50 € pro Jahr. Lass es 20 € sein, aber ganz ehrlich, dafür würde ich keinen Finger krumm machen, zumal die Investitionen ja auch noch abgezogen werden müssen.

    Gruß
    Peter


    Hobby Optima Ontour Edition V65 GE, 2020er Modell, 140 PS, 310 Wp Solar Victron MPPT 100/30, 250 Ah LiFePo4, Ladebooster VCC 1212-30, 1,5 kW Ective Wechselrichter, Votronic Smartshunt 200 S

  • Hallo Thomas,

    bin ganz bei Peter. Der Aufwand ist schlichtweg unverhältnismäßig zum Ertrag.

    Was du hineinstecken musst, steht in keinem Verhältnis zu dem, was am Ende dabei herauskommt.


    Gruß Erich



    Einmal editiert, zuletzt von Griffon ()

  • Und müsste man theoretisch dass dann im Marktstammdatenregister melden oder nicht? Also ich käme nicht auf die Idee muß ich sagen aber so rein rechtlich? Mancher hat ja seltsame Nachbarn?

    Grüße Wolf(ram) 8o

  • So sehe ich das auch. Bei guter Ausrichtung wie auf meinem Hausdach

    ( richtung Süden ca 45grad Dachneigung) ist Ist die Jahresleistung ungefähr die peakleistung der Anlage.

    Selbst da bist du bei 500kwh im Jahr.

    Deshalb mein Vorschlag such dir was draußen, das Stromverbraucht und nutze die Außensteckdose.

    Akkuschrauber Ebike kann man auch wunderbar laden.

    Grüße aus dem Rheingau-Taunus-Kreis oder von unterwegs im Hobby
    Optima Ontour A60 gf.

  • Hallo Wolfram,

    ich habe das das mal ziemlich klein gerechnet und zumindest mal zu einer Diskussion angeregt. Das ist schon interessant was dabei raus kommt. Meine Anlage habe ich dafür ja auch nicht geplant.


    Und ja, du hast recht, wie verhält es sich, wenn ich, sozusagen, ein Balkonkraftwerk auf ein Wohnmobil baue? Das ist ja ein mobiles Solarkraftwerk. Kann man das überhaupt anmelden?


    Was ist, wenn man nun einer größere Fläche zur Verfügung hat, also auf einem Dach des teil- oder vollintegriertes Wohnmobils, mit 1500 WattPeak? Dann verhält es sich wie ein handelsübliches Balkonkraftwerk.
    Es würde im Übrigen gar nicht als Balkonkraftwerk auffallen, weil niemand damit rechnet, das man die Solarleistung vom Wohnmobil in Wechselstrom umwandeln würde.


    Mein Dach ist zu klein, und mein WP liegt im Sommer bei ca. 350 Watt, wenn die Sonne gnädig ist. Die Dimension ist aber perfekt für den Verbrauch und die Leistung der Akkus.


    Viele Grüße!

    Thomas

    Hobby Maxia Van ET

    Geht nicht, gibt´s nicht.

    Nachgerüstet: Dimmbare Außenbeleuchtung, Gasdruckdämpfer Bettgestell, CAN-Bus-Alarm, Solar, Booster, DC-DC Wandler, Victron Cerbo mit Touch Display, 1600VA Wechselrichter, 2x100A Lithium (mit Heizung), Autom. Abwasserventil mit Kamera und Funk, Android Auto PC, LED Kennzeichenbeleuchtung, LED-Scheinwerfer, LTE mit WLAN, SmartTV, 18Zoll Borbet, SOG, Victron, Alcantara Lenkrad

  • Hallo Allerseits,

    also ich halte von dem ganzen Solarkram gar nichts.

    Wenn ich die Kosten umrechnen sollte, kann ich bei meinem Reiseverhalten über Jahre gesehen Geld sparen. Bei 100 Tagen im Jahr(nur mal so) und weniger als 3 (pro Tag/Strom) Euronen sind das 300 Euronen.Da ich nicht Freistehe oder Wildcamping betreibe und Stellplätze mit Ausstattung bevorzuge (auch Sanitär) stellt sich bei mir gar nicht die Frage Solar- selbst nicht mal bei meinem eigenen Haus in bester Südausrichtung.

    Alles was Ihr nicht habt !!

    Ich hab Spass und Freude :P !!

  • Hi,

    gesetzt den Fall du willst den Solar-Ertrag vom Wohnmobil über dessen Wechselrichter ins Haus einspeisen wirst du ein Problem bekommen: zum einen bräuchtest du ein Kabel mit jeweils einem Stecker an beiden Enden 😱

    Zum anderen: der WR im WOMO arbeitet im Inselbetrieb. Die WR im Balkonkraft benötigen Spannung vom Netz um sich mit eben diesem zu synchronisieren. Wenn du's trotzdem einsteckst weiß ich nicht was passiert, hab's noch nicht ausprobiert, werd's auch nicht tun 😉

    Grüße, Richard

    ab März 2022 HOBBY Optima Ontour Edition V65GE (2022)
    bis Ende 2021 KNAUS VAN TI 550 MF Vansation (2021)
    2016-2020 HOBBY Optima DeLuxe Premium T65GE (2017)
    Davor BMW 1200RT und andere

  • Hallo,

    ja, selbstverständlich ist das korrekt, aber auch nicht. Trotzdem finde ist deine Ausführung interessant und nachvollziehbar.

    Das ist doch mit vielen Dingen so und glücklicherweise darf das jeder machen wie er möchte. Niemand will das du die Grünen wählst.

    Viele Grüße! Thomas

    Hobby Maxia Van ET

    Geht nicht, gibt´s nicht.

    Nachgerüstet: Dimmbare Außenbeleuchtung, Gasdruckdämpfer Bettgestell, CAN-Bus-Alarm, Solar, Booster, DC-DC Wandler, Victron Cerbo mit Touch Display, 1600VA Wechselrichter, 2x100A Lithium (mit Heizung), Autom. Abwasserventil mit Kamera und Funk, Android Auto PC, LED Kennzeichenbeleuchtung, LED-Scheinwerfer, LTE mit WLAN, SmartTV, 18Zoll Borbet, SOG, Victron, Alcantara Lenkrad

  • Ohne einen Mikrowechselrichter der Dafür geeignet ist wird es garantiert knallen.

    DAS IST KEIN GLEICHSTROM!!!

    Das ist Wechselstrom wenn dein wechselrichter nicht dafür geeignet ist woher soll er wissen wo gerade Fase ist.

    Grüße aus dem Rheingau-Taunus-Kreis oder von unterwegs im Hobby
    Optima Ontour A60 gf.

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